Ich war auch wieder unterwegs

Na ja nun gut. Ich war heute im Bettenkamper Meer, in Moers mit dem Auto. Von Stoppenberg aus war das sehr einfach. In Kray auf die A40 nach Moers, in einem Rutsch durch. Eigentlich ziemlich langweilig für meine Person.

Das Bettenkamper Meer ist ein alter Rheinarm, der noch mit Wasser gefüllt ist. Dort gibt es also ein Naturfreibad, was 2 Euro Eintritt kostet und auch einen kleinen, aber kostenlosen Parkplatz. Von der A40 muss man die Abfahrt Moers nehmen, vor oder hinter dem Kreuz Moers mit der A57 und dann nach Moers abbiegen. Allerdings braucht man keine Fahrt aufnehmen, denn schon an der ersten Ampel rechts ab, Richtung ein Hotel, aber die Straße weiter folgend bis zum Ende.

Mit dem ÖPNV fährt man mit der Linie 052 (stündlich) bis zur Haltestelle Biefang. Dann muss man aber lange laufen. Wenn man den ÖPNV besonders auf dem Lande attraktiver machen möchte, dann müssen vor solchen Anlagen auch Haltestellen sein. Der Stundentakt stört mich weniger, aber dass man voll gepackt bei sengender Hitze, wie heute, einmal noch 900 Meter laufen muss, entlang einer Landestraße, wo man mit dem Auto Tempo 70 fahren kann, wobei die meisten wohl eher 80 oder noch schneller fahren, ist nicht wirklich schön. Das macht doch kaum einer, oder keiner.

Das Flussfreibad, ich mag Naturgewässer sehr gerne, ist wirklich sehr schön. Gespeist wird das Gewässer vom Moersbach, der aus der Innenstadt kommt. Nach dem Eingang des Naturbades muss man das Gewässer über eine Holzbrücke überqueren, um auf die große Liegewiese zu gelangen. Von der schattigen Liegewiese kann auch über Stege direkt ins Wasser gelangen. Heute war das Wasser noch ziemlich frisch, auch noch für meine Verhältnisse.

Ich bin so ca. 2,5 Std da gewesen, war oft im Wasser. War richtig schön. Da ich noch nicht so richtig nach Hause wollte, wollte ich mir noch etwas anderes anschauen, wenn man schon einmal in dieser Gegend ist. So war ich noch am Flugplatz in Krefeld Traar, der Krefeld-Egelsberg heißt, südlich von Moers. Seit Kindesbeinen wollte ich schon immer mal dahin, aber irgendwie hatte ich nie die Straße gefunden, obwohl ich alles an Kartenmaterial dabei hatte.

Krefeld-Egelsberg, der den ICAO-Code EDLK trägt, hat zwei Grasbahnen mit je 640 Meter Länge, die Richtung 06/24 (was nicht so üblich ist). Kenner der Szene wissen, dass alle Bahnen so angelegt sind, dass sie den guten Windbedingungen des Platzes nutzen. Flugzeuge starten nun mal gegen den Wind in Krefeld scheint der meiste Wind wohl aus den Richtungen 60 (06)/240 (24) Grad zu kommen.

Nahe Krefeld-Traar liegt der Elfrather See, ein Naherholungsgebiet mit einer langen Regattabahn und auch einem Badesee. Aber jetzt wollte ich nicht mehr schwimmen. Vielleicht kann man das für später mal aufheben.

Nachdem ich mir den See angeschaut habe, wollte ich nur nach Hause und zwar auf einen anderen Wege. Ich bin aber auch ein Fan vom Ausprobieren von neuen Strecken, nicht nur die altbewährten. Ich muss mir auch ein neues Wissen von Wegen und Straßen wieder aufbauen. Und das alles wohl gemerkt, ohne Navi. Alles aus dem Kopf. Die meisten Straßen sind mir immer noch haften geblieben; ich schaue ja noch oft genug in den Onlinekarten von der OpenStreetMap.

Geografisch ist mir die Lage von Krefeld-Traar bewusst, im Norden der Stadt, ein Stadtteil, der mir ziemlich gefällt, muss ich sagen.

Ich bin durch Traar nach Norden gefahren, in Moers-Kapellen auf die A57 Richtung Köln. Bei der Anschlussstelle Krefeld Zentrum bin ich auf die B288 abgebogen, die im späteren Verlauf zur A524 übergeht, eine kleine eher künstlich angelegte Autobahn. Klar, alle Autobahnen sind künstlich, aber eine zur Autostraße (Schnellstraße) ausgebaute B288 hätte es auch getan. Man hatte Bestrebungen diese bis nach Krefeld mal zu verlängern (die AS Krefeld-Zentrum ist auch eine Vorleistung für diese Autobahn). Am Kreuz Breitscheid bin ich auf die A52 nach Essen gewechselt und diese bis zum Ausbauende am Dreieck Essen-Ost verfolgt.

Für mich war es schon immer mal ein Traum diese kurze Autobahn, sprich die A524, zu fahren. Man muss nur am Kreuz Breitscheid hartnäckig nach links wechseln, sonst muss man auf die A3 und die hat dann lange in beiden Richtung erst einmal keine Ausfahrt mehr. Während nach Duisburg zu fahren, jetzt nicht so arg schlimm wäre, wäre es nach Ratingen, um so blöder.

Noch ist es nicht so weit, aber ich habe vor einem Jahr, am 23.06.2016 mein Fahrtenbuch begonnen zu führen. Da hatte der Wagen 81.767 km runter (nach 16 Jahren). Am 19.07.2016 zeigt der Kilometerstand 82.790 km an. Das heißt innerhalb diesen knappen Monats bin ich über 1.000 km mit ihm gefahren und viel Autobahn, viel zwischen 100 und 120 km/h (wenn möglich).

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