Reise in die Vergangenheit

Eine alte Sammlung von Videofilmen habe ich mir gestern Abend mal wieder angeschaut.

privatpilotenbibliothek

Das sind meine alten Videokassetten (haben damals pro Stück 59 DM gekostet), die ich mir geleistet habe. Es ist die Reihe der Privatpilotenbibliothek, wie lernt man fliegen als Privatpilot.

In der Tat wollte ich damals schon gerne so eine Cessna 172 fliegen. Aber ich bin der zivilen Luftfahrt treu geblieben, habe mir diese Videokassetten von einem verschiedenen Anbietern (Siebert aus Münster und oder Friebe aus Mannheim) und natürlich noch viel viel mehr bestellt.

Es ging auch um das korrekte Fliegen am Flugsimulator (MS Flightsimulator 98), mit dem ich die Welt erkundet habe. Mein Lieblingsflugzeug war damals die DHC 6.

Ich habe die normalen Atlanten genommen und habe danach geschaut, wohin es geht. Echte Funknavigationskarten gekauft (ca. 6,50 DM pro Stück), hatte von Europa alle. Für einen Simulatorflug in Südafrika habe ich mir da einige bestellt. Usw.

Gestern habe ich mir zwei Videos wieder angeschaut. Leider gibt es die Reihe nicht auf DVD. Die „Aus Sicht des Piloten“ was ich auch auf Video hatte, die wurde auch auf DVD veröffentlicht, die gab es für geringes Geld bei Amazon. Klar auch die DVD’s haben die gleiche Videoqualität von damals, aber das stört mich nicht. Ausgerechnet die DVD mit den Anflügen auf Dubai und später auf Kathmandu, die wurde nicht veröffentlicht. Nicht wegen nur wegen den Anflügen, sondern, weil auch der Kapitän auch ein lockerer Typ war, während sein Co-Pilot nicht so ganz heran kam.

Zurück zu den Videos. Gestern habe ich mir „Ein Auslandsflug von A-Z“ angeschaut. Schön :-). Was ich ja an der Fliegerei so schön und interessant finde, sind die Funksprüche, also die Kommunikation zwischen Pilot und Bodenstation. Der Film erklärt alle Sachen eines Fluges, also das Lesen der Wetterinformation (METAR) am Boden, das Abhören der ATIS (einer immer wieder aktuellen Wetterinformation, die man in der Luft von jedem Verkehrsflughafen auf einer speziellen Frequenz im Megahertzbereich abhören kann), das Lesen der ICAO-Karten bzw. der übrigen Frequenzkarten und so weiter).

Und zusätzlich noch „Kleine Flugzeuge auf großen Flughäfen“.

Erst einmal ist das ein sehr historisches Dokument. Man sieht zum Beispiel noch eine DC10-30 der Lufthansa, oder eine Boeing 727-200 der Lufthansa und hochinteressant. Die Pflichtmeldepunkte, die genannt werden müssen, ob man ins Holding geschickt (Warteschleife) wird und was es sich mit den Wirbelschleppen auf sich hat. Natürlich hört auch die ganzen Funkgespräche zwischen den Crews der anderen Flugzeugbesatzungen (klar das hört man alles mit und ist auch lebenswichtig), Frequenzwechsel am Flughafen, wie am Beispiel Frankfurt: Der Tower ist für die Start und Landefreigaben zuständig, für die Rollwege gibt es andere Frequenz, später für das Apron (das Vorfeld) ist Frankfurt Ground zuständig. Man würde sich als Linienpilot so melden:

Frankfurt Ground, schönen guten Tag (das gehört zum höflichen Ton überall auf der Welt dazu, natürlich möglichst in der jeweiligen Landessprache, ansonsten in Englisch) Lufthansa 1224 in November.

Die Rollwege, das hat jeder schon mal gesehen, haben eine gelbe Linie, damit man weiß welche Linie welche Route ist, haben sie Namen (ist ja auch auf der Straße nicht anders), aber sie haben nur Buchstaben. In meinem theoretischen Fall befindet sich die Maschine auf dem Rollweg November, was auf dem Rollfeld mit einen „N“ markiert ist. Dabei wird das auf Flug-ABC zurückgegriffen. A = Alpha, C = Charlie, F = Foxtrott, N = November und noch einige mehr. Ganz einfach also.

 

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