Gedanken zum Sommer im September

Baden in der Ruhr ist zwar verboten, offiziell, aber das heißt nicht, dass man da auch seine Füße mal herein halten darf. Solange man nicht es verbietet auch noch das Ruhrwasser zu berühren, solange darf man wohl seine Füße reinhalten.

Also war ich mal wieder an einer Stelle, wo ich seit Jahren zumindest einmal in der Sommersaison da bin und die finde ich ziemlich schön. Es wird auf großen Hinweisschildern hingewiesen, dass vom nahem Wasserwerk urplötzlich eine Wasserwelle auf einem zu kommen könnte. Diese Gefahr sollte man natürlich nicht unterschätzen. Aber richtig schwimmen kann man ja sowieso nicht. Wobei ich nicht glaube, dass das Wasser diesmal gefährlich ist, sondern eher der Uferbereich. Hier vergessen wohl viele absichtlich den zu produzierenden Müll.

Neben dem Müll sollte man auch aufpassen, in den Hinterlassenschaften der Kühe zu treten, die sich dort ausgebig verbreiten.

Ich war allerdings ohne Auto da. Diesmal „nur“ mit dem ÖPNV gefahren. Ich muss ja mein Ticket 2000 auch mal wieder richtig ausnutzen und am Wochenende ist freie Fahrt im VRR möglich. Mit der 107 bis Essen HBF gefahren und dann mit der S3 bis Mülheim-Styrum und dahin gelaufen, was ca. 25 Minuten entspricht.

Zurück bin ich am Naturfreibad vorbei und am Ruhrstadion, auf die Friesenstraße (K5). Den Rückweg bis zum Bahnhof Styrum habe ich wieder barfuss gestaltet. Zurzeit mache ich das besonders gerne. Es ist einfach unglaublich wie warm so ein Fußweg werden kann. Das hatte ich ja Mitte Juli schon am Möhnesee erfahren. Man spricht immer, dass sich die Städte erhitzen, aber wenn man barfuss auf dem Gehsteig geht, dann kann man das echt nachvollziehen.

Und dann war ich wieder bei Lidl bei mir in Stoppenberg, mache ich desöfteren noch am Samstag und dann war sie wieder da. Ja, eine Frau, die bei Lidl arbeitet, mit der ich mich schon vor vielen Wochen sehr gut verstanden hatte, so mein Eindruck. Und dann weil ich sie am Samstag (und auch anderen Tagen) nicht mehr sah, war ich doch recht enttäuscht. Ich dachte, sie hätte dort gekündigt oder wurde gekündigt. Nun war sie da. Natürlich habe ich mich da an ihre Kasse gestellt. Bei vorherigen Kunden lief alles glatt beim Bezahlen und als ich kam und ihr einen 10 Euro Schein gab (weil ich 6,80 oder 7,80 Euro zahlen sollte) stand auf der Kasse plötzlich 100 Euro und ich hätte 94 Euro zurück bekommen. Und sie sagte: „Das was da steht, stimmt nicht“ und ich sagte: „Schade“ und sie lächelte. Dann war sie nicht sicher, was ich nun zu zahlen hätte und ich auch nicht und wir einigten uns auf 7,80 Euro mit einem Lächeln und sie fragte noch einmal nach, wie viel ich nun bekäme (2,20 Euro).

Kann natürlich alles Zufall sein, nur ich bin nicht zufällig dort ;-). Und sie auch nicht (wegen des Geldverdienes) und normalerweise denke ich mir nichts dabei, weil Verkäufer/Verkäuferinnen müssen höflich sein. Aber wie gesagt, normalerweise.

Keine Ahnung wie alt sie ist. Aber 20 Jahre oder 21 schätze ich schon. Andere werden empört aufschreien, so jung (ich bin 38 Jahre alt). Ich beurteile einen Menschen, wie gut man mit einander auskommt, kann man sich mit ihm unterhalten, ohne dass man aufdringlich ist oder sich arg verstellen muss. Wenn die Gegenseite das auch so sieht, dann ist das ok und auch nicht ein bestimmtes Schemeta im Kopf hat umso besser. Am Anfang, wenn man jemanden kennenlernt, verstellt man sich sowieso einbißchen, um bei dem anderen anzukommen. Die Macken werden nicht gleich auf dem Präsentierteller präsentiert.

Schade, man müsste mal da einkaufen, wenn sie da ist und keiner einem hinter einem steht. Aber dazu müsste man wissen, wie lange sie dort arbeitet.

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