Neues Verfahren schleichend eingeführt

Ich habe am Donnerstag Vormittag eine Bestellung nach BOL.com getätigt. BOL.com ist das sozusagen das niederländische Amazon. Amazon hat für viele europäische Länder seine eigenen Seiten, Frankreich, Spanien, England, aber für die Niederlande war bis vor einigen Jahren noch nicht vorhanden. Inzwischen gibt es eine Seite von Amazon und Niederlande (mit dem Kürzel .nl). Aber es fühlt sich komisch an, denn BOL.com ist für mich Amazon in den Niederlanden.

Weil ich aber etwas typisch belgisches bestellen wollen, nämlich den Schlagersänger Eddy Wally habe ich mir dort registriert. Ich kannte ihn früher auch nicht, aber zufällig war ich mal in Belgien, in Flandern und in der von mir gekauften flämischen Tageszeitung war ein großer Artikel von ihm drin, die seinen Tod beschrieb. Eddy Wally ist am 06.02.2016 in Zelzarte verstorben.

Leider bin ich immer ein neugieriger (im Sinne von interessiert sein, nach neuen Gebieten, die der Mainstream nicht kennt) Mensch und habe mich wohl gefragt, was er wohl gesungen hatte. Ich hatte ein Lied von ihm auf Youtube gefunden („Dans met mij de laatste tango!“ von 1969) gefunden und dachte, das klingt ja super gut, so gut, dass es für mich ein Ohrwurm ist.

Am Donnerstag habe ich nun endlich eine CD mit seinen erfolgreichsten Songs bei BOL.com für 10,99 Euro bestellt (dazu kommen noch 3,49 Euro Versandkosten nach Deutschland dazu, innerhalb der Niederlande kämen erst bei 20 Euro Versandkosten hinzu) bestellt. Die Seite ist komplett auf niederländisch, aber das ist für mich kein Problem. Ich habe auch schon auf französisch und spanisch bestellt.

Nun habe ich mit der Mastercard bezahlt und am Ende des Bezahlvorgangs musste ich einen besonderen Code eingeben, den ich mal bei der Sparkasse für die Mastercard online eingegeben hatte. Als Hinweis kam da noch, dass dies das letzte Mal gewesen sei, mit diesem Verfahren.

Jetzt wollte ich das ändern, weil ich dachte, ich bräuchte nur einen neuen Code, also eine neue Reihenfolge der Zahlen und Buchstaben. Aber denkste. Nach Eingabe der PIN und der anderen Kombination blinkte, dass ich da mit dem Tan-Generator etwas einfügen müsse.

Ich erschrak und dachte: „Oh Nein“. So ein Gerät kostet 11,09 Euro. Nicht die Rede wert. Ich habe allerdings nur Linux, also Fedora 25, Kernel 4.10.12 und 64bit installiert. Ich weiß aus früherer Erfahrung, dass Linux-Benutzer sehr gerne von den Firmen übergangen werden. Nach dem Motto: „Für den kleinen popligen Benutzerkreis, machen wir uns unsere Finger nicht krum“.

Ich habe jetzt eine Anfrage an die Sparkasse gesendet, mit der Frage, ob das auch unter Linux funktionieren würde. Es geht ja um die Erkennung des Geräts durch den Kernel. In der Regel werden die USB-Geräte als externe Geräte und in der fstab erkannt und die „Software“ wird im Browser ausgeführt. Aus meiner Erfahrung ist es aber besser vorher zu fragen.

Auch Geräte wie Webcams und etc.. muss man vorher immer viel im Internet suchen. In der Regel nimmt man auch etwas ältere Geräte, als das allerneueste.

Ja, wenn ich die Mastercard weiterhin benutzen möchte, dann muss ich so ein Gerät haben. Ich hatte in 2014 meine Bahntickets bei der SNCF (der französischen Staatsbahn) für meine Fahrt nach Béziers, in Südfrankreich mit dem Thalys und TGV mit diesem Verfahren, aber ohne den Tan-Generator bezahlt.

Ich weiß auch, dass es langsam an der Zeit ist, sich wirklich ein Smartphone zu besorgen. Leider bin ich, im Gegensatz zu vielen anderen der anderen Meinung, nicht unbedingt ein teures Gerät kaufen zu müssen. Bis max. 200 Euro würde ich dafür ausgeben wollen. Allerdings würde auch eins bis 100 Euro für mich vollkommen ausreichen. Leider trauere ich das Aus vom Ubuntu Touch (Ubuntu Phone) schon hinterher. So etwas hätte ich wirklich super gerne gehabt.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.