Mit dem Rad nach Bochum Mitte

Bevor ich nach Bochum fuhr, war ich noch bei der Autoverwertung in Essen-Kray. Dort kann ich mein 17 Jahr altes Auto am Montag abgeben und es der Verschrottung freigeben. Ich muss noch zum Straßenverkehrsamt, wo ich es abmelden werde.

Damit endet auch dann das kurze Autofahrerleben (16 Jahre war der Wagen auf den Namen meines Vaters zugelassen, seit mehr als ein Jahr auch tot) von mir. Viel genützt hat mir der Wagen bis auf den Umzug von Altendorf nach Stoppenberg mir auch nicht.

Danach war ich noch in Essen-Kray Mitte, wo ich an der Sankt-Barbara Kirche geparkt hatte, um bei der Sparkasse kurz Geld abzuheben. Kray liegt ganz im Essener Osten und somit bin ich über Leithe noch der alten Wegweisung nach Bochum gefahren.

Erst führt der Weg an der Hauptbahntrasse Essen-Bochum über Wattenscheid vorbei, später sieht man die A40, die ehemalige A430 / B1. Man kommt dann in Wattenscheid bei Real aus. Ich bin wohl der Beschilderung eines Radwanderwegs gefolgt, denn die normale Beschilderung hörte typischerweise auf. Als ich dann merkte, dass ich das Gefühl hatte, eher von Bochum wegzubewegen, statt darauf zu, habe ich es auf eigene Faust gemacht.

Die weitere Fahrt hatte es sich in sich, denn die Stadt Bochum lässt durch Wege voller Müll und einer Kleingartenanlage (mit einem Tor, das hoffentlich immer auf ist) durchführen. In fünf Jahren oder mehr wenn der RS 1 auch Bochum erreicht, wird es deutlich angenehmer.

Links der Bahnanlage befindet sich der kombinierte Fuß- und Radweg

Das größte Ärgernis war die Überquerung der Wattenscheider Straße Ecke Gollheide. Als Radfahrer muss man zwei Ampel überqueren, um dann parallel der Linie 302 zum Autobahnkreuz Bochum-West (A40/A448) zu fahren. An diesen zwei Ampel stand ich bestimmt 10 Minuten, weil Fußgänger und Radfahrern hier unendlich viel Zeit zugestanden wird (haben es auch nicht eilig). Ich werde selten richtig ungeduldig, aber das war so eine Situation, wo ich sehr ungeduldig wurde. Scheinbar hat die Stadt Bochum, die Ampel mit voller Absicht so eingestellt.

An der Jahrhunderthalle vorbei auf die Alleestraße. Die Straßenbahnlinien 302 und 310 der BOGESTRA hat man ab hier unter die Erde verbannt, eine Maßnahme, die ich bis heute nicht verstehe. Der notdürftige Radweg auf der Alleestraße endet vor dem Bahnhof Bochum West (RB46, ehemalige Nokia-Bahn, heute betrieben von der Abellio), so dass man endlich auf der Straße mit den Autofahrern ist. Ich bin auch mit voller Absicht dann am Westring links abgebogen.

Handzeichen raus (ich strecke meinen Arm ganz raus), ein oder zwei Sekunden warten, was machen die Autofahrer und dann zügig rüberziehen. Dann müssen die Autofahrer auf der zweiten Spur auch mal kurz warten. Ich sehe mich als Verkehrsteilnehmer und habe das Recht links abzubiegen und mache keine komischen Aktionen (über die Kreuzung fahren, dann irgendwie links einzuordnen). Und auf dem Westring/Nordring haben die Autofahrer halt Pech und müssen warten, wenn sie mich überholen und auf der linken Fahrspur ist kein Platz.

Ziel war erst einmal das Versicherungsbüro eines Verwandten, der dort bei der Contientale arbeitet. Ich habe ihn schon sehr lange nicht mehr gesehen, also haben wir länger gequatscht und auch meinen Hausratvertrag auf das Fahrrad erweitert.

Nach dem Quatschen war ich noch in der Bochumer Innenstadt und habe mir im HBF die FAZ und die LeMonde gekauft. Das Fahrrad habe ich auf dem überfüllten Parkplatz vor dem Gebäude abgestellt.

Nach einbißchen Essen und sich entleeren. Auf dem Südring bin ich wieder links abgebogen. Handzeichen, einbißchen warten, was machen die Autofahrer und dann zügig in die rechte Fahrspur des Linksabbiegers gefahren. Dem einen oder anderen Autofahrer hat das bestimmt genervt, aber das ist mir egal.

Auf der Viktoriastraße gibt es auch einen Radweg, der auch höchstens eine Breite von 60 cm aufwies und ich den erst verließ, als aus dem Radweg ein Fußweg mit Fahrrad frei wurde. Das kann ich nicht. Da ist mir die Straße viel lieber.

Auf jeden Fall, bin ich auf der Hattinger Straße, der heutigen K22, der früheren B51 abgebogen und dann auf die Bessemerstraße, die einen extra breiten Radweg aufwies. Geht doch. Sollte Schule machen. Und so bin ich auf der Alleestraße ausgekommen und an der Jahrhunderthalle. Zurück bin ich auf der Centrumstraße, der K21, vorbei am Wellenfreibad Südfeldmark und dem Stadtgarten Wattenscheid, nach Wattenscheid gefahren. Daraus wird dann ab der Voedestraße die L633. Mit einem kleinen Umweg bin ich dann am Lohrheidestadion ausgekommen. Hier spielt ja die SG Wattenscheid 09, in der Regionalliga West. Der Verein spielte ja auch einige Jahre in der 1. Bundesliga.

Grob gesagt über das Naturschutzgebiet des 83 Meter hohen Mechtenberg bin ich wieder nach Essen-Kray gelangt. Über die Bonifaciusstraße und Langemarckstraße erreichte ich auch wieder Stoppenberg.

Rund 30 km bin ich heute gefahren, was ich sehr ordentlich finde.

Bei meinen Fahrten versuche ich herauszufinden, was für mich die besten Wege sind, um möglichst schnell von A nach B zu gelangen.

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