Die Verlogenheit der deutschen Klimapolitik

Ich bin wahrlich kein richtiger Grüner, nur was wir uns in Deutschland leisten ist in Sachen Umweltschutz hundemiserabel.

Wenn Politiker und deutsche Journalisten der öffentlich-rechtlichen Mainstreammedien (ja dazu zählt auch der Deutschlandfunk, WDR, NDR, und alle anderen auch – jetzt nicht wie immer alle wegducken und behaupten wir wären die Guten und den bösen Finger Richtung Boulevardzeitungen strecken) mit dem erhobenen Zeigefinger Richtung Ausland streckt, dann wollen sie immer alle die reinsten Umweltengel gelten.

Kein deutscher Politiker, die Grünen und die Piraten mal abgesehen, hat in irgendein Interesse irgendwelche Klimaziele zu verfolgen. Der Aufschrei als die USA den jüngsten Klimaverhandlungen abgesagt haben und diese entsagt haben, ist total verlogen.

Kein deutscher Bundesbürger kann oder will zum Beispiel auf das Auto verzichten. Für mich war das ein Empörungswelchen, keine Welle, sondern irgendwas klitzkleines, weil sich da einige Deutsche über die deutschen Automobilbauer empörten, wegen den geschönigten Dieselabgaswerte. Die einzige Sorge war, dass man ihnen das Auto wegnimmt.

In einer Umfrage an einem autofreien Sonntag in Mönchengladbach zum Beispiel warum so viele doch mit dem Auto gekommen sind, war voraussehbar. Alle fanden die Idee klasse, aber gerade heute, brauchte ich das Auto. Es hat da niemand ehrlich gesagt, dass er die Idee blöd fand. Wenn Mikrofone an sind, dann sind sie alle für die Umwelt, wenn diese aus sind, hat man wieder alles vergessen.

Das ist genau das gleiche wie mit den Lebensmittelpreisen oder mit anderen Ausgaben. Alles so wenig wie möglich, am besten umsonst. Ach nee, Linux ist umsonst, aber das will dann auch keiner. Ist ja angeblich zu kompliziert. Man gilt ja immer noch als Nerd, obwohl ich längst keiner bin.

Nein, lieber deutscher Bundesbürger, auch wenn Euch die Kohlekraftwerke (egal ob nun Stein- oder Braunkohle) angeblich ein Dorn im Auge sein könnten, am allgemeinen Umweltverhalten ändert sich keiner etwas. Ich bemerke das auf der Straße nicht. Es ist mir auch egal, aber dann darf man den Ausstieg der USA (war ja eigentlich nur das übliche Trump-Bashing) nicht verurteilen.

Wenn wir Deutschen das mit der Umwelt wirklich so ernst nehmen würden, wie immer behauptet, dann sähe bei uns schon längst anders aus. Aber dann seid auch so ehrlich und sagt: „Die Umwelt und die Natur ist mir total egal“, aber das traut sich keiner zu sagen, weil er dann von den „Anderen“ schief“ angeschaut wird.

Ja, man kann die „lauten“ Flugverkehr verteufeln, aber es sei gesagt, die Triebwerke sind viel leiser geworden (wie zum Beispiel eine Boeing 787 oder ein Bombardier CS300), aber auch nur auf dem Druck von Flughafengebühren, Emmissionsgebühren und weil Firmen ein persönliches Interesse daran haben, so wirtschaftlich wie es nur eben geht zu arbeiten, gehen deren Verbräuche herunter.

Nach meinen Informationen wird hier auch viel besser geforscht als in der Automobilindustrie.

Gewiss eine Boeing 737-800 ist manchmal beim Start lauter als ein Airbus A330.

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