Sonniges Wetter in der Landeshauptstadt

Bevor es in die Landeshauptstadt von NRW ging stand als Pflichttermin der Frisörbesuch bei mir an. Meine Kopfbehaarung war schon ins Unendliche gewachsen, dass es selbst mir nicht mehr schön war. Darum bin ich so gegen 9 Uhr am heutigen Samstag morgen mit dem Rad erst einmal nach Altendorf gefahren, dort wo ich mal gewohnt hatte.

Danach war ich noch kurz in der Stadtbibliothek, um zwei Bücher zurück zugeben und ich bin doch mit dem Zug um 10.21 Uhr ab Essen HBF nach Düsseldorf gefahren. Eigentlich hätte ich den RE1 um 10.09 Uhr noch nehmen können, der 10 Minuten Verspätung hatte, aber der war mir zu voll.

Ich schob da mein Rad über den Bahnsteig und eine Frau, die mit einer Frauengruppe und ihren Rädern beäugte mich nett. Sie trug auch (ich auch wieder) diese 3/4 enge schwarze Hose, eine kurze schwarze Hose darüber (wie ich das auch manchmal mache, manchmal muss man auch als Mann gut kleidungstechnisch kombinieren können). Leider stieg sie mit ihren Freundinnen in den vorausfahrenen RE1 ein. In einem Augenwinkel sah ich, dass das Fahrradabteil vom dem RE1 wieder typischerweise am Samstag pickpackevoll war. Das tue ich mir nicht an, nicht am Samstag und auch nicht, wenn ich vorher nett von dieser blond haarigen Frau beäugt wurde. Ich bin mit dem RE2 gefahren. Witzigerweise war der gleiche Zugbegleiter im Zug, der auch meistens mit dem RE2 um 20.13 Uhr ab Düsseldorf Flughafen Richtung Münster/Westfalen mitfährt. Beim letzten Mal, vorgestern, hatte ich ihm noch einen schönen Abend gewünscht.

Ich hatte das gesagt, weil ich das doch blöd finde, man sieht sich jeden Abend im Zug und in der späten Stunde kann man das schon sagen. Heute fragte ich ihn, als er meine Fahrkarte kontrolliert hatte, ob er eine andere Schicht hätte, als sonst üblich? Er sagte, dass er die Abendschicht gerne machen würde. Als Zugbegleiter würde man auch schon um 4.00 Uhr morgens anfangen. Das ist arg früh.

Rheinpromenade in Düsseldorf

Bis Düsseldorf HBF bin ich mit dem Zug gefahren und schließlich über den Graf-Adolf-Platz zum Rhein. Ich glaube, ich war heute das allererste Mal in meinem Leben in der Düsseldorfer Innenstadt mit einem/meinem Rad. Gewiss Düsseldorf ist schön, sehr schön, aber da shoppen zu gehen, fällt mir immer schwer. Es ist mir einfach zu voll.

Rheinbad in Düsseldorf

Mein anderes Ziel war das Rheinbad, an der Esprit Arena von Fortuna Düsseldorf. Über die vielen kleineren und größeren Straßen bin ich bis zum Messegelände gekommen. Das altgriechische Labyrinth ist noch einfacher zu verstehen. Ich bin von der Rotterdamer Straße den Schildern für Autofahrern „Rheinbad“ gefolgt, bis zur Anschlussstelle der A44 wo dann für Autofahrer links ging, aber für Fahrrad verboten war zu fahren. Schließlich bin ich bis zu den Messehallen gekommen, habe noch einen „Pförtner“ gefragt, der hatte es mir auch erklärt, aber ich musste noch einen anderen „Pförtner“ fragen, bis ich endlich am Rheinbad ankam.

Heute war auch noch Hundeschwimmen. Alle Freibäder machen bis sie das Wasser ablassen noch ein Hundeschwimmen im Freibad. Manche Freibäder machen auch Klamotten baden (was mir eigentlich lieber wäre), aber Hundeschwimmen ist nun mal der ganz große Renner zurzeit.

So bin ich mit den normalen Schwimmklamotten im ganz normalen Hallenbad des Rheinbads schwimmen gewesen. Das Bad hat sogar ein 50 Meter Becken. Ich war bislang in so vielen Hallenbädern außerhalb von Essen. Mir hat bislang jedes noch besser gefallen, als die Essener wo ich früher war. Auch dieses hier war sehr schön und auch nicht überlaufen. Die Essener Bäder sind immer so eng, überlaufen und einfach nicht schön. Egal wie gut sie renoviert haben.

Jüngere Frauen von einer Schwimmschule, die in einem Neopren Shorty gekleidet waren, brachten Kinder das Schwimmen bei. Witzigerweise war der Rückenbereich bei einer dieser jungen Frauen nicht ganz zu gedeckt. Diese Shorts haben einen Reißverschluss der mit einer langen Kordel behangen ist, so dass man sich den auch selber zumachen kann. Ob sie das so mit Absicht gemacht hat oder sie selber und die anderen das nicht bemerkt hatten, weiß ich nicht. So ein Neopren Shorty würde mir auch sehr gut gefallen, aber bislang konnte ich mich nicht dazu überreden, auch so ein Teil zu kaufen. Aber bei meiner Jammer-Badehose, die ich heute immer sehr sehr gerne trage und die mir sowas ans Herz gewachsen ist, hatte ich mich auch anfangs schwer getan, diese zu kaufen.

Skeptiker werden jetzt wieder entgegen, dass die alte klassische Badehose auch gut täte, warum wiederum eine neue und warum so etwas. Dann wird mal wieder etwas in Verbindung gebracht, was nur zum Teil stimmt, vielleicht auch nur sich vor dem Neuem zu bewahren.

Das Bad hat auch ein Außenbecken (und ist eigentlich so vom Typus ein ganz normales Hallenbad und wird nicht als Freizeitbad deklariert). Dieses Außenbecken war gut temperiert und abgetrennt vom Freibadteil, wo sich jetzt die Hunde vergnügten. Ein gefühlter Test der Wassertemperatur mit einer Hand von diesem „Hundebecken“ ergab, dass diese wohl bei unter 20 Grad gelegen haben muss. Es war deutlich kühler als das Außenbecken wo ich drin war.

4,60 Euro kostet der Eintritt für Erwachsene, aber durch das Außenbecken, das laut Homepage das ganze Jahr angeboten wird, und dem 50 Meter Becken und dem normalen 25 Meter Becken mit einem kleinen Becken, das einen Hubboden hatte, denke ich, ist der Preis akzeptabel. Hallenbäder für unter 4 Euro gibt es sowieso in NRW wohl nur ganz wenige.

Würde ich wiederkommen? Ich denke schon, aber am wahrscheinlichsten ist, dass ich das nach meiner Frühschicht machen würde.

Auf dem Rückweg bin ich an Düsseldorf Unterrath vorbeigekommen und dann knapp den ISS Dome (auch der Spielort der Düsseldorfer EG (Eishockey)). Hier wird derzeit an einer neuen Stadtbahnverbindung (oberirdisch) gearbeitet. Ich bin aber „Am Hülserhof/Broicherstraße nach Ratingen abgebogen und dann schließlich in die Volkardeyer Straße. Ich wollte noch in die Ratinger Geschäfte in der Ratinger Innenstadt, aber die waren am späten Nachmittag schon fast alle zu und die Gastronomiebetriebe rund um den St. Peter und Paul Dom waren restlos belegt. Es war ja auch super sonnig und doch sehr warm geworden. Zu dieser Uhrzeit trug ich nur noch ein T-Shirt und meine 3/4 Hose. Das dicke Langarmshirt von heute morgen, hatte ich in die Fahrradtasche gesteckt, wo auch noch die orange Regenjacke drin war. Ich war mir nicht so ganz sicher mit dem Wetter.

Über den Ratinger S-Bahnhof bin ich dann wieder nach Hause gefahren (S-Bahn bis Essen HBF) und bin noch bei REWE bei mir in Stoppenberg gewesen. Vom Kassenpersonal war mir sofort jemand aufgefallen, als ich reingekommen bin. Ich habe mich auch dann bewusst an diese Kasse angestellt und keine Ahnung; ich war in guter Laune und sie auch und wir beide strahlten um die Wette uns an.

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