Doch sehr viel Verkehr auf dem RS1

Heute morgen hatte ich meinen obligatorischen Kontrolltermin bei meiner Gefäßchirurgin in Mülheim. Nein, sie ist nicht meine ganz persönliche, aber keine Ahnung, wie ich das am besten ausdrücken könnte.

Ich bin dann von Essen-Stoppenberg über Essen-Zentrum auf den RS1 nach Mülheim gefahren. Erst dachte, ich wäre da dort ziemlich alleine, denn die Politik verkündete in einem Zeitungsbericht, dass inzwischen viel Verkehr wäre. Ich hatte das nicht geglaubt, denn meistens übertreiben die das maßlos, um irgendwie zu sagen, dass doch alles super toll wäre.

Aber nein, das stimmt. Mir kamen praktisch im Minutentakt Radfahrer aus Richtung Mülheim entgegen. Heute morgen war es recht neblig und auch als ich in Mülheim ankam, war ich doch recht angefeuchtet. Ich habe noch einmal eine 3/4 Sportstight getragen, obwohl eine kurze Hose wäre auch gut gewesen. Ungefähr 50 Minuten habe ich für die ca. 16 km gebraucht. Eigentlich etwas mehr, denn auf dem Abschnitt vor meinem Haus hat man versuchsweise den Weg nun absichtlich verschlechtert (natürlich die Stadt Essen). Ob man diesen asphaltieren möchte, weiß ich nicht, denn für Radfahrer gibt es natürlich keinerlei Informationen auf den Stadt Essen, in Sachen aktuellen Baustellen. Aber da halten die Stadtbediensteten nicht notwendig für die 1 oder 2 % der Stadtbevölkerung diesen Service bereitzustellen.

Auf jeden Fall war ich um 8.01 Uhr vor dem Arzt. Die Chirurgin kam gerade zufällig an mir vorbei, als ich das Rad in diesen Gittern von der Umzäunung ankettete und sagte nur, dass eigentlich nur noch ein Fahrradparkplatz fehlen würde.

Das offene Bein zeigt Anzeichen, dass es sich schließen möchte. Die roten Punkte in der Wunde wären so ein Anzeichen. Die Laboruntersuchung über den Wundeninhalt hat auch nur alltägliches hervorgebracht. Das Untersuchungsergebnis durfte ich behalten, also das Schreiben, weil die Ärzte dort alles einscannen und dann das auf Papier vernichten. Immer noch eine Seltenheit, denn in der Regel wird eingescannt und das Original schön fein säuberlich noch abgeheftet. Ich werde das auch in den nächsten Tagen bei mir einscannen.

Nach der Untersuchung, der nächste Termin ist am 03.11. um 9 Uhr.

Am Mülheimer HBF habe ich mir nach etlichen Jahren auch mal wieder die Astronomie heute gekauft und habe die überflüssige Zeit noch am Düsseldorfer Flughafen verbracht. Am Flughafenbahnhof kann man die Flugzeuge gut auf dem Apron beobachten. Dort stand noch der Airbus A330 der Air Berlin, der gestern letztmalig aus den Staaten kam, vor der ehemaligen Halle der LTU. Am 27.10.2017 um 20.35 Uhr startet die letzte Air Berlin Maschine in München nach Berlin-Tegel und landet um 21.45 Uhr dort. Danach ist die Gesellschaft Geschichte. Aber es wird neuer deutscher Rivale für die Lufthansa/Eurowings geben. Vielleicht die Azur Air – das könnte ich mir gut vorstellen. Air Berlin fing auch mal ganz klein an.

Dash 8-400 von Austrian Airlines

Mir ist als besondere Fluggesellschaft, die Air Serbia ein Airbus A319 vor den Augen gerollt. Ich dachte, wäre erst ein Airbus A318, denn für einen Airbus A320 wäre diese Maschine zu klein. Natürlich gab es auch wieder Dash 8-400 von Austrian Airlines und von Air Berlin (eigentlich LGW, Luftfahrtgesellschaft Walter, die wohl dann wieder eigenständig werden (würden). Wäre schön, wenn sie wieder ihr altes blaues Farbenkleid bekämen, aber die Dornier 228 werden sie wohl nicht wieder anschaffen).

Die Alitalia, ebenso insolvent wie Air Berlin, kam vor meinem Auge mit einem Airbus A320-216 vorbei. Eine CRJ 900 LR von Lufthansa Cityline machte sich auf auf dem Weg zur Startbahn. Inzwischen ist dieser Flugzeugtyp recht selten geworden. Ich bin ja damals 2009 nach Bilbao mit der kleinen Schwester, der CRJ 200 geflogen. Ist ein klasse Flugzeug.

Auf dem Rückweg von der Arbeit sah ich nur noch die erleuchtete Flosse von der täglichen Boeing 787 von ANA, aber im Dunkeln macht das Fotografieren keinen Sinn mehr.

Die Bahn macht mobil bei Arbeit, Sport und Spiel oder so ähnlich hieß es doch. Heute hat mich das Unternehmen mit meinem Rad natürlich erst von Gleis 5 auf Gleis 1 des Flughafenbahnhofs geschickt und weil die Bahnbeschäftigen sehr viel auf unsere Gesundheit halten, haben sie uns zwei Minuten später von Gleis 1 auf Gleis 5 zurück geschickt. Blechelse hat sich vertan.

Der RE2 hatte eine Verspätung von 12 Minuten, im Zug sagte der Zugführer aber 6 Minuten an. Eine glatte Täuschung für den Kunden, den man wieder für total blöd gehalten hat. Der Zugführer kam dann an, kontrollierte die Fahrkarten und ich sagte zum ihm, dass er wohl nicht rechnen könne, denn wenn der Zug um 20.25 Uhr ab Flughafenbahnhof abfährt statt 20.13 Uhr, dann sind das 12 Minuten und nicht sechs Minuten. Der Zugführer wollte seine Aussage mir gegenüber revidieren. Klar es geht nur darum, dass 6 Minuten Verspätung bei der Bahn immer noch als pünktlich gelten und dann kann man weitere 6 Minuten als Verspätung ankündigen. Also was für uns 6 Minuten Verspätung ist, ist für die Bahn 0 Minuten. Also hatte der Zug für uns Nicht-Bahner eine Verspätung von 12 Minuten, aber für die Bahnangestellten sind das nur 6 Minuten, weil ja die ersten sechs als 0 Minuten gelten.

Ich war dann noch bei REWE an der Stoppenberger Straße einkaufen. Fühlt sich schon komisch an, wenn der Laden so spät noch offen hat und eigentlich gar nichts mehr los ist. So spät war ich noch nie einkaufen.

 

 

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