OpenRheinRuhr 2017 Tag 1

Nachdem ich zweimal die OpenRheinRuhr ausgelassen hatte, war ich heute wieder bei ihr. Sie fand praktisch gesagt wie immer im Gebäude des Rheinischen Industrie Museums in Oberhausen statt.

In diesem Jahr hat der Eintritt 5 Euro gekostet. Ich meine, er lag schon mal bei 6 Euro, bei meinen ersten beiden Besuchen. Nach Oberhausen zu fahren, ist von Essen nicht sonderlich weit. Eigentlich wäre ich auch die Strecke gesamt mit dem Rad gefahren, aber ich wollte nicht müde dort ankommen und dann ständig mit der Müdigkeit kämpfen.

Zum Einstieg empfiehlt es sich immer, einen leichten Vortrag auszuwählen. Also war ich zu erst beim Vortrag vom Wolf-Dieter Zimmermann

„Linux – nur für Hartgesottene?“.

Ich mag solche Vorträge, weil es wirft den Blick über den Tellerrand hinaus. Ich habe damit kein Problem. In meiner täglichen Arbeit kommt Windows vor. Damit kann ich auch arbeiten; ich weiß auch wo etwas ist, vielleicht auch mehr als die „normalen“ Laien, aber es ist oftmals nicht logisch. Oder für mich ist Linux so logisch, dass ich den logischen Blick für Windows verloren habe.

Der Vortrag ging darauf ein, was ich auch schon seit Jahren so denke; die Alternativlosigkeit wie so viele denken, was heißt: Windows ist Gottgegeben, vielleicht noch in irgendwelchen Steintafeln eingemeißelt und was darüber hinaus geht, ist zu kompliziert. Witzig ist, dass so viele Leute, die wer weiß alles schon in ihrem Leben gemacht haben, sich so klein machen und sagen: „Linux, das ist mir zu kompliziert“ (gilt auch für Fremdsprachen lernen, außerhalb von Englisch).

Was soll ich sagen? Ich habe nicht einmal Abitur; ich habe „nur“ Mittlere Reife, Durchschnitt 3,7 und arbeite mit Linux, kann viele Fremdsprachen. Also Linux kann gar nicht so schwer sein, wie viele behaupten. Vielleicht hatte ich auch immer nur den notwendigen Mut und Neugierde.

Auch sein Tenor, also vom Herrn Zimmermann: Jeder kann es bedienen.

Beim zweiten Vortrag ging es um

Geany

Geany ist eine eher schlichte Möglichkeit zu programmieren und Webseiten zu erstellen. Ich benutze Geany für die Erstellung meiner Webseiten. Daher habe ich den Vortrag sehr interessiert zu gehört.

Interessant die ganzen Erweiterungen, die das Programm noch zu bieten hat. Einige werde ich mir noch mal anschauen.

Nach einer einstündigen Pause, wo ich auch Mittag gegessen habe und so einbißchen auch die Aussteller näher unter die Lupe genommen habe, einige Gespräche geführt habe, habe ich mit:

IPv6 Basics

von Eugen Hinz angetan.

Der Raum war brechend voll, hatte ich auch erwartet. Wegen dieser Voraussicht war ich schon rechtzeitig im Raum (Sitzplatzsicherung). Also ist das wohl noch sehr viel Informationsbedarf. Gut zu wissen, dass andere auch das nicht so genau wissen. Das ist notwendiges Spezialwissen.

Der Vortrag war speziell und wieder hat sich herausgestellt; ich habe vieles verstanden. Ich habe auch viele Notizen gemacht. Klar, wenn man die Grundlagen mal so erfährt, schreibt man etwas auf.

Der letzte Vortrag, den ich mir heute angeschaut und angehört habe war:

Non-Code Extensions für Libre Office

von Andreas Mantke.

Hier war es bedeutend ruhiger. Naturgemäß interessieren sich viele Linuxer nicht so sehr für so etwas wie LibreOffice.

Es war viel interessanter als ich auch noch am Anfang gedacht hatte. Es ging darum, wie kann man die Extensions für LibreOffice erstellen, ohne damit programmiertechnisch aktiv zu werden. Man kann zusammenfassend sagen, dass sich viele XML-Dateien erstellen muss, damit die gewünschten Extensions für Templates, Farbpaletten, Autokorrektur, Gallerys (Bild und Sound) in LibreOffice korrekt eingepflegt werden.

Es hat mich vieles an einem Vortrag über das epub-Format (also für E-Books) erinnert, das ja auch nur ein Container-Format ist, wo sich viele XML-Dateien tummeln.

Nach vier Vorträgen bin ich dann gegangen. Morgen werde ich dann den zweiten Tag der OpenRheinRuhr besuchen, zu anderen Vorträgen.

Dieser Beitrag wurde unter Linux abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.