FOSDEM 2018

Die abgelaufene Woche war noch einmal einbißchen anstrengend. Aber eher nervlich gesehen, aber wettermäßig mal etwas besser. Es gab sogar zwei Tage fast ohne Regen. Ja, das ist schon eine Besonderheit, ja es gab sogar ein Tag ganz ohne Regen; gestern war ja nur so ein halber Tag.

Heute soll es schneien, aber bislang habe ich nur Regen gegen meine Fensterscheibe gehört und ich bin schon seit 3 Uhr wach.

Wach deshalb, weil es nach Belgien (la Belgique) geht in das wunderbare Land in Europa. Es geht „nur“ nach Brüssel, denn eigentlich ist das restliche Land eher Belgien. Nach Brüssel fährt ja jeder. Das ist nichts besonderes, aber wer ist schon nach Verviers, Huy, Namur, Mons, Middelkerke oder Heist-op-den-Berg gefahren?

Ich freue mich nicht typischerweise auf belgische Schokolade, sondern auf französische Zeitschriften (besonders wenn noch vorhanden, das französische Linuxmagazin – danach werde ich Ausschau halten) und das ganze sonstige was Belgien ausmacht, als Schokolade, Waffeln und Männeken Pis. Belgien ist mehr als nur das.

Es ist aber auch das erste Mal, wo ich mein Fahrrad komplett mitnehmen werden (und das bei dieser Wetterlage, werden einige denken). 2015 war ich ja mal für einen Kurztripp von Maastricht nach Visé gefahren, aber da hatte ich auch ein Fahrrad in Maastricht ausgeliehen. Visé liegt direkt an der niederländischen Grenze.

Brüssel soll kalt sein, aber trocken. Das würde mir auch reichen. Mir macht nur Sorge, ob die Deutsche Bahn noch fährt. Die stellt ja schnell ihren Betrieb ein oder es gibt mal tausende Stellwerksausfälle, Weichenstörungen, Signalstörungen, Oberleitungsstörungen, Verzögerungen im Betriebsablauf (die Bahn, keine Ahnung ob nun DB Regio, DB Netz, DB Stations, DB Oberleitung, DB Weiche, DB Gerade Weiche, DB gebogene Weiche, DB Prellbock, DB Formsignal oder DB Lichtsignal- es gibt so viele unterteilte Bahngesellschaften, aber alle wollen es ja nicht gewesen sein und schieben die Schuld auf die andere Gesellschaft – würde mich nicht wundern) und natürlich auch Baustellen.

Hatte man früher auf der Wesertalstrecke (Welkenraedt-Liège) im laufenden Betrieb die Tunnels in Belgien gewartet, so dauerte das genauso lang, wie eine totale Sperrung in Deutschland. Das heißt in Deutschland fährt in 6 Monaten bei Totalsperrung kein Zug diese Strecke, während man in Belgien bei gleichen Arbeiten noch den normalen Zugverkehr durchführt, aber eingleisig und natürlich mit Verspätungen. Dann muss man der Gegenverkehr natürlich mal einbißchen warten, aber es geht; wie gesagt: In Deutschland fahren 6 Monate keine Züge, sondern nur schlecht klimatisierte Ersatzbusse, die sonst jahrelang in irgendwelchen Betriebshöfen herum standen. Sie fahren natürlich auch nur wenn es nicht schneit, stürmt, regnet und sonstige total unvorhersehende seit Jahrmillionen andauernden bestehenden Wettereignissen auf unserem Planeten.

Belgien setzt jahrelang auf uralte Bahntechnik, die aber funktioniert. Ich habe weder in den Niederlanden noch in Belgien noch in Frankreich oder Spanien den Hinweis gesehen, dass diese Tür nicht funktioniert. Ok, vielleicht einmal in Belgien in einem IC, aber sonst? In Deutschland sehe ich den fast jeden Tag.

Ein Belgier mag es anders sehen, als ein Deutscher, aber wahrscheinlich weil er denkt, dass in Deutschland immer alles reibungslos funktioniert.

Mein Ziel ist die FOSDEM (Free- and Opensource Developer European Meeting) in der Université libre. Ich bin gespannt auf diese Veranstaltung, denn schließlich war ich bislang nur auf den deutschen Ablegern, der Froscon und der OpenRheinRuhr.

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