Umstruktierung der Buslinien in Essen-Werden

Gestern las ich, dass das Verkehrskonzept durch den Essener Stadtteil Werden (erhielt im Jahre 1317 Stadtrechte und wurde am 01.08.1929 nach Essen eingemeindet) richterlicherseits abgeschmettert wurde. Es sah vor die breitere Abteistraße zweispurig zu machen (Hin und Rückverkehr) und die Brückstraße zu sperren.

 

 

In diesem Zusammenhang gab es einen Kommentar zur Buslinie 169. Die Linie 169 beginnt heutzutage an der Magarethenhöhe (am Endpunkt der Linie U17) und führt über Bredeney mit dem Verknüpfungspunkt „Bredeney“ den Straßenbahnlinien 107 und 108 und der weiteren Buslinie 194, weiter über Werden (über den Werdener Berg, der B224), Fischlaken, Heidhausen nach Velbert Mitte. In den Nachtstunden verkehrt hier die Linie NE8 allerdings direkt von Bredeney zum Essener HBF.

Vor sehr vielen Jahren verkehrten hier noch die Linien 149 nach Wuppertal und 179 zur Ruhrlandklinik.

Die heutige Situation stellt sich wie folgt dar:

  • SB 19 von Essen HBF nach Heiligenhaus/Wuppertal HBF (als SB 66)
  • Linie 169 von der Magarethenhöhe nach Velbert
  • Linie 180 von Werden S-Bahnhof nach Burgaltendorf
  • Linie 181 von Heisingen nach Werden (nur in den Sommermonaten und am Wochenende)
  • Linie 190 vom Kettwiger Markt zur Ruhrlandklinik in Heidhausen.

Zum weiteren Verständnis die Linie 180 bedient alle in Werden nördlich gelegenen Wohngebiete wie Viehauser Berg, Huffmannstraße, Hildegrimstraße mit. Das heißt, wenn die Busse der Linie 180 praktisch schon fast in Werden auf der Bundesstraße B224 machen sie noch einen Schlenker durch nördliche Wohngebiete, die sehr hügelig sind und im Winter auch oftmals nicht passierbar, was bedeutet, die Linie 180 verkehrt im Winter nur wenn es nicht geschneit hat / glatt ist oder ausreichend gestreut ist. Das gilt nicht nur für Werden sondern auch für Fischlaken und das Gebiet zwischen Kupferdreh und Burgaltendorf.

 

Das neue Buskonzept sieht vor viele Haltestellen der Linie 180 und 190 durch zwei Ringbuslinien 182 und 192 zu ersetzen. Hier sollen auch kleinere Busse eingesetzt werden.

Das neue Konzept ist begrüßenswert. Quartierbusse haben eine deutliche bessere Attraktivität als Buslinien, die mehrere Stadtteile anbinden, um dann noch plötzlich einige Hinterhöfe fern ab der Strecke anzufahren.

Die Liniennummerierung 182 ist in Essen keine Unbekannte. Die alte Linie 182 fuhr vom Kettwiger S-Bahnhof nach Ratingen Am Kessel, allerdings nicht von der damaligen EVAG betrieben sondern vom Busverkehr Rheinland (BVR).

Die Linie 180 soll auch dann bis Kettwig S-Bahnhof durchfahren und die Linie 190 ersetzen. Einerseits ist das gut, aber leider auch sehr schlecht, denn die Anbindung zur Ruhrlandklinik weit außerhalb der Hauptverkehrsstraße (B224) soll auch wegfallen.

Die Installation einer Buslinie vom S-Bahnhof Essen-Werden zur Ruhrlandklinik (als normale Buslinie) muss allerdings im Geldbeutel der Ruhrbahn enthalten sein. Es müssen ja keine normalen Standardbusse verkehren; von mir auch auch Kleinbusse so wie sie von Bürgerbussen betrieben werden, wenn der Bedarf nicht so hoch sein sollte.

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