Meine ersten 25 km in diesem Jahr an einem Stück

Gestern nach der Arbeit bin ich die gesamte Strecke statt mit den Zügen der Deutschen Bahn wieder fast die gesamte Strecke mit dem Fahrrad gefahren. Von Düsseldorf-Lichtenbroich über Angermund, Duisburg-Rahm, Großenbaum, Wedau, Mülheim-Uhlenhorst, Broich nach Mülheim HBF. Hier habe ich doch noch die S3 nach Essen HBF genommen.

Die Option in den Sechs-Seen Platte in Wedau schwimmen zu gehen, stand noch im Raum, aber irgendwie hatte ich gestern keine Lust dazu gehabt. Durch den heutigen Feiertag waren auch nicht wenige an den Ufern der Seen gewesen. Das erträumte eher ruhige Plätzchen kann man eh vergessen. Warm genug wäre es ja allemal gewesen, dass die Kleidung bis Mülheim trocken gewesen wäre. Davor habe ich nicht mehr so die große Befürchtung. Das meiste trocknet eh ziemlich schnell und die Restfeuchte ist ganz angenehm für die restliche Strecke.

Am Sonntag geht es zum Kajaken nach Wesel und da wird man den einen oder anderen Wasserspritzer mit Sicherheit abbekommen. Da darf man nicht wasserscheu sein ;-). Wer das ist, sollte sich etwas anderes aussuchen.

So über den Daumen gepeilt waren das ungefähr 25 km, die ich gestern da gefahren bin und die hatten es zum Teil in sich.

Es geht vorbei am Lichtenbroicher Baggersee, um dann auf einen langen, sehr langen Weg (außerhalb von Autostraßen), Tiefenbroicher Weg und An der Anger durch ein Waldgebiet bis zum Angermunder See zu fahren. Hier biegt man zur Lindung ab und dann später „Am Mühlendamm“ nach Angermund vorbei an der Burg Angermund und der Sankt Agnes-Kirche.

An der Angermunder Straße (L139) bin ich rechts abgebogen, um dann am Kreisverkehr auf der Rahmer Straße (L60) in den Duisburger Süden abzuschwenken.

„Eingang“ zur Sechs-Seen-Platte an der Saarner Straße

Am Haltepunkt Duisburg Großenbaum der S-Bahnlinie S1 und der DVG-Buslinie 940 bin ich auf die Saarner Straße rechts abgebogen. Diese führt dann geradewegs in das Waldgebiet der Sechs-Seen-Platte. Genau genommen ist es nur ein großer See, der unterteilt in einzelne Seen wurde. Das Gebiet ist durch Auskiesungen im Jahre 1914 entstanden.

Im Sommer ist es immer sehr voll, denn der viele Schatten der Bäume trägt dazu bei, dass die Seen sehr ideal zum Schwimmen sind. Nur der Haubachsee ganz im Süden ist der Natur überlassen worden. Dieser ist auch eingezäunt. Der See hat eine Gesamtfläche von 158 Hektar.

Auf der Masurenallee bin ich dann ins östliche Wedau gekommen. Hier bin ich nach Mülheim abgebogen. Auf der Wedauer Brücke konnte ich noch eine Baureihe BR145 fotografieren, die viele Güterwaggons hinter sich her zog. Leider habe ich den großen Abbau des ehemaligen Bahnbetriebswerkes gesehen. Die Abstellanlagen sind noch deutlich sichtbar. Schade, dass man das alles aufgegeben hat.

Aus meiner Sicht würden wir die Fläche noch für zukünftige Gütertransporte sehr gut gebrauchen können. Also die Reaktivierung des ehemaligen Güterbahnhofs. Aber wie ich die Bahn oder die Stadt kenne, werden wieder neue Gebäude gebaut, um Gewerbesteuer einzunehmen oder irgendeinen anderen Blödsinn, aber Hauptsache weg, brauchen wir alles nicht mehr.

Die L60 bin ich noch bis zur Uhlenhorststraße (L138) gefolgt, habe ich die Bundesautobahn A3 überquert auf deren Fahrspur zum Autobahnkreuz Kaiserberg der Verkehr sich staute.

Die Uhlenhorststraße hatte es auch in sich. Es geht hier ziemlich bergauf und aus meiner Sicht sehr lang anziehend. 49 Meter Höhenunterschied auf ungefähr 600 Meter Länge machen sich schon bemerkbar. So etwas begehe ich immer langsam an. Wenn andere Fahrradfahrer mich überholen, sollen sie das tun. Schnelligkeit in allen Lagen ist ja in Deutschland Trumpf, nicht die große Ausdauer.

Am Worringer Reitweg gab es wieder eine Ebene und ich konnte auch mein Tempo gemächlich steigern.

Die Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 102 in Mülheim Uhlenhorst ist zu einem Stumpfgleis verkleinert worden. Mein letzter Besuch an dieser Stelle vor einigen Jahren war hier noch eine Wendeanlage. Sehr schade.

Auch wenn viele bei Wendeanlagen nur von der Ineffizienz denken, aber sie haben den großen Vorteil, dass sie bei Veranstaltungen und Stauungen mehrere Triebfahrzeuge parken können. Ein einfaches Stumpfgleis und auch eingleisig, wie jetzt in Uhlenhorst, kann dies nicht machen.

Und wenn so viele sagen, das wird nie eintreten, dass wenn man eine angebliche kostenintensive Wendeanlage betreibt, dass die nie nützlich sein wird, wenn sie aber mal gebraucht wird, dann ist das Geschrei groß und die Kritiker, die das angemerkt haben, die man vorher klein gehalten hat, kann doch recht geben, aber dann ist es zu spät.

Leider herrscht bei uns in Deutschland kein Denken mehr, dass man für den Fall der Fälle auch Ausweichmöglichkeiten bräuchte. Ein Deutscher kann über die Ineffizienz der Bahnanlagen der Belgier, Spanier, Franzosen, Niederländer nur den Kopf schütteln, aber diese Länder haben immer noch genügend Abstellflächen für den Notfall. In Deutschland ist das immer alles überflüssiger Kram. Schade.

Ich bin dann schließlich wieder am Betriebshof der MVG an der Duisburger Straße ausgekommen und dann über Schloss Broich und dem Kaiserplatz in der Innenstadt zum Mülheimer Hauptbahnhof gefahren.

Ich war dann auch so müde, dass ich am Abend fast gar nichts mehr geschafft habe, außer zu schlafen. Die Marathon Plus Reifen sind schon schwerer als die ich bislang so hatte.

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