30.06.2018 Zweite Fahrt mit dem ÖPNV durch Rostock

Am Samstag, am letzten vollen Tag, bin ich noch einmal mit dem ÖPNV durch Rostock gefahren. Jetzt musste ich die Linie 119 bis Warnemünde Werft S-Bahnhof fahren. Aber das war auch kein Problem. Die Linie fährt aber nur alle 120 Minuten am Wochenende.

Rostock hat in Warnemünde und in der Innenstadt sehr viele öffentliche Toiletten, die 50 Cent kosten, aber im Notfall einen schon retten können. Am S-Bahnhof Warnemünde Werft steht so eine Anlage, die ich dankbar angenommen habe.

Essen hat natürlich keine öffentlichen Toiletten. Wer hätte das gedacht? Kein WLAN, keine öffentlichen Toiletten. Essen ist bettelarm für die Bürger.

Auf jeden Fall mit der S1 bin ich dann bis Holbeinplatz gefahren. Schon in Warnemünde kam die Durchsage, dass derzeit kein Straßenbahnverkehr zwischen Reutershagen und Doberaner Platz gäbe und das am Bahnsteig der Deutschen Bahn AG. Klasse.

Bei uns im Ruhrgebiet war der Deutschen Bahn AG die Verknüpfung zu den örtlichen Linien fremd. Für die DB existierten die U-Bahnlinien nicht. Inzwischen hat sich das geändert. Zum Glück. Aber solche Durchsagen wie in Rostock würde man hier am Bahnsteig nicht hören. Bei der DB tut man sich schon bei den eigenen Linien schwer.

Am Holbeinplatz erst einmal Ratlosigkeit wo nun der Ersatzverkehr fahren würde. Hier gibt es auch eine Bushaltestelle für die Linie 28.

Was ich in Rostock super klasse finde, ist dass man in der Bahn und Bus informiert wird auf großen digitalen Bildschirmen bei einer Haltestelle mit anderen Linien, wann die Linien in wie viel Minuten abfahren.

In Essen gab es früher mal den Hinweis an den Haltestellenansagen, wo hin man umsteigen könne. Man hat das abgeschafft. Wahrscheinlich hat man für total überflüssig erachtet. Seit 10 Jahren auch in den modernen Niederflurbahnen wird nur die Haltestelle angesagt. Welche Linie wohin fährt diese Informationen wird in Essen nicht gegeben. Der Fahrgast darf das nicht erfahren. Man muss wie ich schon richtig firm sein, um zu wissen wohin man fahren kann. In Düsseldorf und Dortmund weiß ich, dass solche Informationen gegeben werden.

Essen ist ein richtiges Provinznest. Die Essener Stadtverwaltung und alle Betriebe die dazu gehören sind so was von bürgerfeindlich eingestellt und die fahren diese Schiene noch fröhlich jahrzehntelang weiter.

Auf jeden Fall kam dann der Schienenersatzverkehr, der uns bis Doberaner Platz brachte. Der Busfahrer hat uns dann noch gesagt, wo dann die normalen Bahnen fahren würde. Ich bin aber die eine Haltestelle gelaufen.

St. Marien Kirche am Neumarkt

In Rostock gibt es einen Cube Store, ein Fahrradhändler, der auch Kleidung verkauft. Schon am Donnerstag hatte ich dort ein schickes Shirt für 39 Euro gesehen. Ich habe es dann am Samstag gekauft, weil es auch passte.

Ein ehemaliger Eisbrecher mit der Gruppe vom Stadtpaddeln davor.

Danach bin ich quer durch die Innenstadt und am Stadthafen gelaufen, um schließlich im Burwitz ein Championsschnitzel zu essen. Draußen am Neumarkt fand eine ganztägige Veranstaltung der Kirchen statt (katholisch als auch evangelisch).

Anschließend bin ich über den Doberaner Platz mit der Linie 25 bis zur Neptun Schwimmhalle gefahren. Hier habe ich trotz Sommerwetter drinnen geschwommen. Am Eingang bin ich fast erstarrt. Es fand hier ein Unterwasserrugbyturnier statt. Ich bin aber mutig zur Kasse gegangen und der Badangestellter sagte mir, dass findet im 25 Meter Becken statt; das 50 Meter Becken ist aber geöffnet. Klasse.

Der Eintritt kostet 6 Euro für 1,5 Stunden. Ist schon grenzwertig. Die Neptun Schwimmhalle öffnet man Samstag von 8 bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis 18 Uhr.

Hier habe ich mich mit meiner Jammer Badehose, meiner Schwimmbrille und meiner Badekappe in die Fluten gestürzt und war auch ungefähr eine Stunde im Wasser oder etwas weniger.

Nach dem erfrischen Bad im 50 Meter Becken (davon mal abgesehen, die Schränke, die Duschen und die Toiletten alles ganz modern – man merkt wohin der Soli geflossen ist) war ich dann noch am Ostseestadion. Dahinter befindet sich noch das Leichtathletikstadion und die Eissporthalle, wo der Rostocker EC spielt. Der Verein war langjähriger Meister der Oberliga Nordost und hat jahrelang auf den Aufstieg in die damalige 2. Liga verzichtet. Man hielt das Wagnis (Geld) zu unkalkulierbar. Jetzt spielte der Verein in der Oberliga Nord (Saison 2017/18), zusammen auch mit den ESC Moskitos Essen aber auch Herner EV, EV Duisburg oder FASS Berlin. Um mal einige bekannte Mannschaften in der Eishockeyszene zu nennen.

Ich bin mit der Linie 27 vom nahegelegenen Universitätsklinikum zur Haltestelle Parkstraße gefahren, die einen Umstieg auf die S1 zulässt. Mit der S1 bin ich dann bis zum Endpunkt Warnemünde gefahren. Die Linie 119 fuhr auch erst in knapp zwei Stunden von Warnemünde Werft ab. Ich war eine Stunde vor Abfahrt noch bei REWE in Warnemünde, um mir noch etwas zu essen zu kaufen und etwas zu trinken. Gegenüber vom S-Bahnhof Warnemünde Werft befindet sich ein Sportzentrum, wo es eine Kletterwand gibt. Draußen war so ein Seil aufgespannt, wo man sein Gewicht balancieren kann. Eine Gruppe von jungen Menschen versuchte sich darauf. Eine junge Frau hatte doch recht schnell den Kniff raus, während die anderen drei nicht so viel Glück hatten. Ich habe das ganze beobachtet.

Der Bus war recht voll, wobei ich heraus gehört hatte, dass die meisten, die in Warnemünde einstiegen, auch nach Bad Doberan gefahren sind.

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