Man lebt nur einmal

Am heutigen Samstag habe ich nicht viel gemacht. Es ist ja sehr heiß. Zuerst war ich hier in Stoppenberg einkaufen morgens um 7 Uhr. Ich war bei REWE. Ich bin wieder verärgert raus gegangen.

Mein Rechnungsbetrag betrug 12,67 Euro. Ich habe der Kassiererin 20,67 Euro gegeben und sie sagt, das nimmt sie nicht an. Sie war also nicht in der Lage morgens um 7.20 Uhr mir 8 Euro zurück zugeben, nein sie war nicht willens. Sie hat das auch noch so laut gesagt, dass die anderen Kunden das auch noch gehört haben. Sie konnte eher 7,33 Euro geben als 8 Euro. Ich verstehe das nicht. Wahrscheinlich bin ich wieder zu doof dafür und alle anderen auf diesem Planeten wissen das wieder eher als ich.

Ich verstehe nicht wo mein Fehler ist.

Ich habe mich bei REWE beschwert.

Na ja, dann bin ich kurz zum HBF, habe mir eine Zeitschrift (IT-Administrator) gekauft und kam auf dem Trichter doch im Zentrum mir die Füße zu kühlen. Schuhe aus, in die Fahrradtasche gesteckt und die Füße ins (na ja lauwarme Wasser).

Dann habe ich mir überlegt, wo man am besten hinfahren könne, wo man so eine Wasserfontäne hätte. Mir ist der Bürgerpark Altenessen eingefallen. Am Weberplatz, so aus meinen Erinnerungen, gibt es Freifunk. Ich habe, ich hoffe ich habe sie noch, eine Webseite gefunden, wo in Deutschland freies Internet gibt. Und am Weberplatz in Essen vor der Haus der Begegnung ist mir eingefallen, dass es dort Freifunk geben könnte.

Fontäne am Weberplatz

Da ja Essen Original wieder in der Innenstadt stattfindet und die Technomusikbühne am Weberplatz aufgestellt ist (meist jedenfalls), kann man tanzend ins Internet.

Ja, es gibt dort Freifunk und bei der Hitze fährt man nicht auf gut Glück irgendwo hin und der Bürgerpark Altenessen gibt es auch.

Fontänenbecken am Weberplatz (eigentlich ideal zum Planschen)

Also bin ich wieder über die B224 bis zur Schonnefeldstraße gefahren. Als Radfahrer ist die einfacher zu fahren als die Altenessener Straße wo auch die Straßenbahnlinie 108 fährt. Ja auf der B224 ist mehr Asphalt und auch mehr Verkehr, aber die Straße geht direkt in nördlicher Richtung.

Schonnefeldstraße, hier gibt (oder gab) es mal behindertengerechte Wohnungen. Meine Mutter hatte eine gute Freundin, die hier mit ihren Mann wohnte. Hier saß der Mann im Rollstuhl und für die Frau war das doppelt so schwer ihn aus diesen zu heben.

Schließlich bin ich auf die Altenessener Straße abgebogen (die L448) Richtung Altenessen. Die L448 geht auf die Wilhelm-Nieswandt-Allee über und führt an der Zeche Carl (soziokulturelles Veranstaltungszentrum – aber hauptsächlich für wilde Discoabende am Freitag und Samstag bekannt) zur Karlstraße. Sie endet an der Heßlerstraße, wo ganz in der Nähe die Anschlussstelle der Bundesautobahn A42 Essen-Altenessen. Ich bin hier rechts abgebogen. Hier fährt auch die Buslinie 173 (Karlsplatz nach Katernberger Markt).

Der Bürgerpark ist in der Kuhlhoffstraße ausgeschildert. Es gibt noch einen Tennisplatz von TC’83 Altenessen und einen Sportplatz von der DJK SG Altenessen, Herren (Kreisliga A) und Damen (Kreisliga A). Am Ende steht der Bürgerpark.

In meiner Kindheit gab es mal ein Freibad (Eröffnung 1961, Geschlossen ungefähr 2001) von der Stadt Essen. Hier war ich auch leider nur ein einziges Mal.

Bürgerpark Kuhlhoffstraße Altenessen

Der Bürgerpark, Eintritt frei, bot doch einen etwas traurigen Anblick. Es gab nur eine Fontäne, die auch noch zeitlich begrenzt arbeitet, denn jemand hatte danach den Wasserhahn zu gemacht und ein kleines Becken. Dass das Gras verdorrte ist schon der normale Anblick in diesem Jahr. Da wo das Wasser spritzte, gedeihte der Boden und das Grad war grün.

Ich war dort nicht lange, habe nur ein Schnitzel gegessen und bin dann barfuß auf dem Rad zum Revierpark Nienhausen. Seit Kindesbeinen gibt es dort einen Wasserspielplatz. Zaghaft bin ich den kleinen Fontänen genähert.

Ja, Multikulti ist im Revierpark Nienhausen angesagt. An das Grillverbot hält sich auch jetzt jeder. Ich habe mich lange neben einer kleinen Fontäne gesetzt. Diese arbeiteten so einbißchen im Ringsystem, so dass ich nicht immer nass wurde. Multikulti hat nicht so eine Angst vor dem Wasser wie die Deutschen, obwohl da eine deutsche junge Familie bekleidet auch ganz schnell ganz nass wurde. Später war mir das auch egal. Ich war auch bekleidet (mit meinen Sportsachen) nass (die Schuhe waren trocken in der Fahrradtasche).

Zur Erinnerung: Wir haben mehr als 30 Grad im Schatten, in der Sonne ein vielfaches mehr. Die Kleidung war bis auf auf einige Stellen nach 20 Minuten wieder trocken. So viel also dazu. Natürlich hat es Spaß gemacht :-). Ich lebe nur einmal und das möchte ich halt genießen und bin bis auf die Straßenverkehrsregeln überhaupt nicht furchtbar steif, sondern eigentlich ganz locker.

Mich nerven nur die anderen, die einen versuchen, deren Pingeligkeit aufzudrücken. Bloß kein Google, bloß kein Facebook, ach nein, alles mega gefährlich, schon keine Kernkraft und wenn Frauen in Leggings schwimmen gehen, ein Aufschrei – geht ja gar nicht, wenn sich ein Nationalspieler mit Herrn Ergodan trifft – ganz furchtbar oder dieses ewige Trump- und Putin Bashing.

Lieber Multikulti als einen spießigen und super ängstlichen Deutschen.

Ich bin das Gegenteil. Ich mache mich in der Öffentlichkeit nass, laufe Barfuß durch die Gegend (im Sommer), fahre Barfuß, benutze gerne Google, Linux und fahre Fahrrad und trage die Kleidung (privat), die mir am besten gefällt und nur weil es im Juni, Juli und August mal durchgehend heiß ist (leider mit wenig Regen – das muss ich auch sagen) denke ich nicht sofort an Klimawandel und verfalle in Panik. Ich kann das Wetter nicht ändern. Ich nehme es so hin, nein für mich sind es total ideale Zustände. Das ist mein Klima, bei +35 Grad fühle ich mich wohl, auch wenn ich jetzt in der Wohnung auch +30 Grad habe.

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