Normalschicht noch nicht vorbei

Ich habe noch eine knappe Woche Normalschicht, ehe dann mein Urlaub winkt.

Wir müssen doch nicht Heiligabend arbeiten. Die Kollegen aus Budapest übernehmen den Dienst an Heiligabend und Silvester. Für mich bedeutet das, dass ich dann vom 13.12. bis 26.12. Urlaub habe.

Mit Fedora 28 klappt es auch wunderbar. Gefühlt ist die Distribution auch noch etwas schneller auf meinem Rechner unterwegs als Fedora 27. Ich weiß, dass man im Kernel einige Programmzeilen entfernt hat. Vielleicht liegt es daran. Das Booten geht auch gefühlt viel schneller.

Mit der Deutschen Bahn AG lief es einbißchen besser als die Woche zuvor. Allerdings bin ich auch meistens schon um 6.00 Uhr aus dem Haus gegangen, damit ich den RE6 um 6.32 Uhr nehmen konnte. Auf der Rückfahrt läuft es allerdings nicht so toll. Auf dem RE3 (Eurobahn) und der S1 (Deutsche Bahn AG) fahren wohl aus Spargründen statt Doppeltraktionen nur ein Einzeltraktionen. Der Kuschelfaktor ist dadurch etwas erhöht. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Triebwagen immer noch in der Werkstatt herum stehen und dass man an den denen herum repariert, oder doch? Ich bin schon in zwei Züge (RE3 und S1) nicht eingestiegen, weil die um 17 Uhr herum so voll waren, dass das mit dem Rad nicht möglich war.

Zurzeit bekommt die Deutsche Bahn AG endlich ihre Kritik in der deutschen Presse ab. Es wurde auch mal Zeit. Ich hatte schon die Befürchtung, dass es nie passieren würde, denn bislang war das immer sehr geschmeichelt. Pro Bahn ist auch nur ein zahnloser Tiger, von den anderen Lobbyvereinigungen wie Allianz pro Schiene mal ganz zu schweigen.

In vielen Sendungen im Radio wird allerdings nur das wiederholt, was man vor 10 oder 20 Jahren schon immer gehört hat und es werden die üblichen luftleeren Versprechungen gemacht. Besonders ist mir das in der Sendung im Deutschlandfunk „Zur Diskussion“ vom 28.11.2018 aufgefallen. Eingeladen war auch Oliver Wittke. Ich halte von ihm nichts, seit er Verkehrsminister unter der Regierung Rüttgers in NRW war. Als Oberbürgermeister von Gelsenkirchen davor war er recht in Ordnung. Aber er denkt, obwohl er angeblich im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG sitzt, immer noch in alten Bahnen. Er will ein Miteinander von allen Verkehrsmitteln. Ich glaube nicht daran. Ich denke, dass gerade die CDU (und FDP natürlich auch), das Auto immer noch im Lebensmittelpunkt stehen soll. Die CDU und FDP stehen voll und ganz hinter der Automobilindustrie. Die SPD, Grüne und AfD schwenken ihre Meinungen nach Volkesmeinung, also mal so mal so. Die Linke hält sich ganz raus aus diesen Themen.

Das Thema Ausbau des ÖPNV wird immer noch gerne in Sonntagsreden benutzt, auch noch im Jahre 2018, aber in Wahrheit möchte die deutsche Politik noch am liebsten die nächsten Jahrzehnte am fossil betriebenen Auto festhalten. Der deutsche Bundesbürger kann sich also ganz gemütlich zurück lehnen, am Heiligtum Auto wird in Deutschland nicht mehr gerüttelt, auch wenn rings um ihn herum die Staaten mehr und mehr ankündigen aus dem Verbrennungsmotor aus zusteigen bzw. diese bei der Zulassung verbieten, wird man das in Deutschland nicht antasten.

Man wird selbst auch nicht daran tasten, selbst wenn die Kreuzfahrtschiffe, die Flugzeuge, die Binnenschifffahrt, Traktoren und Dieselloks nicht mehr mit Verbrennungsmotoren laufen werden. Jetzt wo es wieder mehr regnet wird der Benzinpreis wieder sinken und für die meisten Autofahrer geht das fröhliche Autofahren weiter. Warum soll man sich ändern, wenn der Sprit wieder auf alten niedrigen Stand kommt?

Auch in der Digitalisierung wird es in den nächsten Jahren keinen nennenswerten Fortschritt geben, zumindest nicht hier in Deutschland. Es gibt ja keinen Druck und den aus Brüssel (EU) wird man wohl gekonnt ausweichen. Eher wir die deutsche Bundesregierung bereit sein, Strafzahlungen zu zahlen als sich technisch zu verändern.

Was den technologischen Fortschritt angeht, den ich gerne hätte auf gesellschaftliche Basis, sehe ich in Deutschland sehr schwarz. Pessimisten, Miesepeter, Ewiggestrige werden ständig die Oberhand behalten.

Es ist äußerst bedauerlich, dass die NRW-Landesregierung (CDU und FDP) diesen Digitalpakt nicht zugestimmt haben. NRW möchte die Oberhand über die eigene Schulbildung behalten (Bayern war auch dagegen) und keinen bundesweiten Standard haben. Ich finde das sehr bedauerlich, sehr schade. Alles was in der Vergangenheit war, war wohl klasse wie der Kalte Krieg, die RAF, Saurer Regen, Waldsterben keine Ahnung. Mit Sicherheit wurde schon im Alten Rom über den Konsum der Menschen gelästert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies ein Phänomen der heutigen Zeit ist.

Von mir aus können die Pessimisten, Miesepeter, Ewiggestrige ihr Leben so leben wie sie es gerne möchte, sollen sich aber nicht beschweren, wenn nach und nach bestimmte Sachen nicht mehr machen können, weil viele umgestellt worden ist.

 

 

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