Diaspora – Nachfolger erfolgreich angemeldet

Ich habe am zweiten Weihnachtstag mich bei der Diaspora angemeldet.

Die Diaspora ist ein social network wie Google+, Facebook, Friendica, MeeGo etc.. Der einzige Unterschied: Es ist dezentralisiert.

Das heißt:

Die Daten liegen nicht mehr auf einen einzigen Server, sondern auf verschiedene. Diese Server sind die sogenannten Pods. Man meldet sich auf einen dieser Server an.

Übersicht der Server

Wenn man noch woanders Konten hat, dann kann man diese mit einbinden. Ich habe ja noch mein WordPress-Blog, also habe ich Pluspora ausgesucht, wo mich dort eingeloggt habe, weil ich habe dort die Möglichkeit direkt mit dem WordPress Login zu verbinden.

Wenn man auf die Symbole bei „Services“ rechts klickt, kann man sehen was es für Anbindungen gibt. Hat man einen Link, Pod, Server gefunden, dem man vertrauen kann, dann meldet man sich ganz normal an.

Man muss einen Benutzernamen, ein Password (dieses muss bestätigt werden) und den Catcha eingeben und dann ist man drin. Dann vergibt man sich einen Namen. Es muss nicht der Klarnamen sein, sondern irgendwas anderes. Ich habe mich mit dem Klarnamen angemeldet, weil ich denke, das ist dann übersichtlicher für alle. Pseudonyme sind wichtig für Foren, aber bei social media sehe ich das anders.

Dann kann man verschiedene Tags definieren, denn schließlich möchte man auch gefunden werden. Die Tags sind deine Hobbys.

Ich habe da einen #weltraum und #schwimmen und #star_trek

Anhand dieser Tags (das Rautezeichen) sucht die Diaspora die Themen aus, die damit verbunden sind. Man so alles, was man selber postet auch so mit einem Tag versehen.

Diese Tag sind dann auf der linken Seite sichtbar.

Das sind meine Diaspora Tags

Hier kann man auch darauf klicken und man erhält dann zu diesen Stichworten immer die Beiträge, die gepostet worden sind. Auf Dauer ist das außerordentlich interessant. In Google+ war das nicht möglich.

Aspekte sind die Kreise in Google+ oder Freunde in Facebook

Familie, Freunde, Arbeit, Bekannte sind vorgegeben. Man kann natürlich noch andere hinzufügen.

Natürlich gibt es eine Glocke, die die neuesten Kommentare oder Likes (Gefällt mir) anzeigt.

Es sieht sehr schön aus. Auch die Farbe kann man ändern. Das Farbschema ist Standardmäßig dunkelgrau, aber man kann auch andere Farben auswählen.

Wo?

In Einstellungen

Es gibt dort noch so viele Einstellungen.

Eine Einstellung finde ich besonders gut.

„NSFW (unpassend für den Arbeitsplatz)

NSFW („Not safe for work“, dt. „Unpassend für den Arbeitsplatz“) ist diaspora*s sich selbst verwaltender Gemeinschafts-Standard für Inhalte, die für das Ansehen während der Arbeit möglicherweise ungeeignet sind. Bitte aktiviere diese Option, wenn du häufig derartiges Material teilen möchtest, damit es in den Streams anderer Leute, die es nicht sehen wollen, ausgeblendet wird.“

Ich komme jetzt zu den Nachteilen, die ich bislang gesehen habe:

  • Man kann seine eigenen Beiträge nicht noch einmal bearbeiten. Einmal geschrieben, ist einmal geschrieben.
  • Es gibt kein Communities. (vielleicht kommen noch welche wie in Google+). Ich persönlich war zwar in den Communities, aber benutzt habe ich sie nicht so sehr.
  • Es gibt auch keine Sammlungen. Ich habe meine Sammlungen nur sehr halbherzig geführt. Sehr  viele bei Google+ haben sie sehr gepflegt. Ich fand sie eigentlich auch überflüssig.
  • Der größte Nachteil, aber das empfinde ich nur so, dass ich für die anderen Anwendungen sprich Youtube, Drive und etc.. weiterhin mein Google Konto behalten muss.

Für Drive könnte Nextcloud als Ersatz kommen. Youtube weiß ich noch nicht. Auf Youtube sind eigentlich nur einige Videos, die mit meiner Webseite verbunden sind. Nextcloud kommt auch nur dann in Frage, wenn ich mir das auf einen PC aufgespielt habe. Aber das kann noch dauern.

Ansicht in Diaspora

Google+ wird bald eingestellt werden. Geplant ist es im April 2019. Ich habe den Wechsel schon jetzt vollzogen. Google+ werde ich ab sofort seltener benutzen, denn ich will in Diaspora Fuß fassen. Vielleicht kommen einige von Google+ mit nach Diaspora rüber, aber ich denke, es werden nicht alle sein, was auch ganz natürlich ist.

Ich bin früher von MeinVZ auf Google+ gewechselt und nun zu Diaspora. Facebook ist für mich keine Alternative. Ich muss mal schauen, wie es wird.

Offizielle Anleitungen sind ab diese Seite ausführlich dargestellt und dann die weiteren Links am Ende der Seite folgen.

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