Sythen – Silbersee und Borkenberge in Lüdinghausen

Ich war heute etwas unschlüssig was ich nun so machen wolle. Nachdem ich gestern beim Sturm nur in Essen unterwegs war (weil ich die große Befürchtung hatte, dass die Deutsche Bahn AG wieder ihren Betrieb für den ganzen Tag einstellen würde) und auch nur im Grugabad meine Bahnen zog, war ich heute wieder unterwegs.

Die Wuppertalsperre an der Grenze Remscheid/Radevormwald und das Bettenkamper Meer in Moers standen zur Auswahl, aber ich habe mich für den Silbersee in Haltern-Sythen entschieden.

Silbersee II im Jahre 2019

Ich bin relativ spät mit dem RE 2 um 11.44 Uhr vom Essener Hauptbahnhof nach Sythen mit meinem Rad gefahren. Haltern am See Bahnhof ist derzeit eine Baustelle. Am Bahnsteig, wo der RE2 von / nach Münster hält sowie des RE 42 müsste man über ein großes Gerüst klettern, um auf den Bahnhofsvorplatz zu gelangen. Aber Sythen ist zum Glück nicht betroffen, von den Umbauten.

Vom Haltepunkt Sythen (Linie RE2, RE 42 und Buslinie 273) bin ich dann auf dem Schalweg bis zur St. Joseph Kirche gefahren, rechts auf die Lehmbrakener Straße (K31) abgebogen. Man muss noch Sythen Lehmbraken durchqueren (was ich wiederum so geschafft habe, dass ich mich fast verfahren hätte und das mit einer vollen Blase.

Ich bin früher die Strecke zu Fuß gelaufen, heute mit dem Fahrrad. Die Linie 273 fährt stündlich und zwischen Bahn und Bus in Sythen gibt es keinen direkten Übergang.

Schließlich bin ich wieder auf die L551 (frühere B51) ausgekommen und musste dann noch auf diese 200 Meter in Richtung Dülmen fahren. Wenn wirklich heiß ist, dann stehen hier die Autos auf der Abbiegespur zum Silbersee II.

Silbersee I wird wieder zum Abbau von Quarz genutzt, Silbersee III kann man nur umrunden. Auch hier liegen noch dicke Metallrohre im See. Zum Schwimmen ist er nicht empfehlenswert.

Am Silbersee II muss man 3 Euro pro Person Eintritt zahlen, wenn man mit dem Auto anreist, dann muss man noch 3 Euro Parkplatzgebühr zahlen.

Es gibt am See keine offiziellen Fahrradabstellplätze. Das wäre in den Niederlanden undenkbar. An jeder noch so kleinen schwimmbaren Pfütze gibt es Fahrradabstellanlagen.

Ich habe das Rad also im Schatten an einen Metallzaun abgestellt und verkettet.

Für die Toiletten muss man noch 50 Cent extra zahlen. Bei mehrmaligen Müssen und pro Kopf kommt da schon was zusammen. Das finde ich nicht ok. In jedem Schwimmbad / Freibad und anderem See ist das nicht so.

Meine neue Schwimmhose

Ich habe nun auch die Gelegenheit meine neue Schwimmhose auszuprobieren. Bei Intersport in Ratingen hatte ich mir am Freitag auch eine neue Badehose gekauft, die ich darunter anziehen werde. Eigentlich bräuchte man keine Badehose, aber ich fühle mich so wohler. Früher in den Badeshorts hatte ich auch immer noch eine Badehose getragen. Aber Badeshorts finde ich persönlich nicht mehr ok. Aber das ist Geschmackssache.

Jetzt habe ich auch wieder mehr Mädchen mit den Schwimmshirts gesehen. Ich hatte auch meins dabei. Also war ich in bester Gesellschaft.

Das Wasser war gelinde gesagt, kalt, nein eigentlich noch sehr kalt. Die kalten Mai-Tage fühlt man da noch. Es waren auch kaum Leute drin. Nur ein Mann schwamm mit einem Neoprenanzug. Vielleicht sollte man sich für dieses Jahr auch noch so ein Ding kaufen.

Ich war auch nur einmal kurz komplett drin, aber es war für mich auch zu kalt, dass ich dann nur im Sand war und einem Insekt versuchte zu helfen aus einem Sandloch zu klettern.

Eine junge Frau sagte noch zu ihrem Freund, dass sie schon mal in noch kältere Gewässer drin war, aber da stand nur mit den Beinen drin. Als sie tiefer ging, revidierte sie ihre Aussage.

Flugs bin ich dann wieder gegangen, noch einmal auf die Toilette, noch einmal 50 Cent und bin dann Richtung Borkenberge gefahren. Den Stockwieser Damm (K16) kann man durchfahren bis zur Sythener Straße (L652), diese überqueren und dann auf der Sidney-Pincher-Straße (auch K16) Richtung Flugplatz Borkenberge.

Hier sei gesagt: Hier darf man nur auf der Straße bleiben, rings herum ist das Betreten der Natur verboten (Naturschutzgebiet) und ganz wichtig, aufgrund des ehemaligen Truppenübungsplatzes der Britischen Armee, liegen noch haufenweise Munition herum. Man wird alle 200 Meter auch deutlich daran erinnert.

Ein wichtiges Hinweisschild

Es fühlte sich so an, als ob man in einem Löwenpark unterwegs sei und im Allgemeinen schon komisch. Für mich war das nur sehr blöd, weil ich wieder musste und im Normalfall wäre ich irgendwo in den Wald abgebogen, um mich zu entleeren. So musste ich einhalten und die 6 km bis zum Flugplatz abwarten.

Am Flugplatz Borkenberge gibt es natürlich ein Café. Die Plätze draußen waren bis auf ein Sonnenplatz belegt. Ich habe mir einen Strammen Max für 10 Euro bestellt (ich dachte, es gäbe noch etwas mehr als dieses Gericht; alle anderen waren eher Snacks). Das junge und zeitweise etwas überforderte Bedienpersonal huschte an den Tischen vorbei.

Am Ende war ich noch einwenig am Flugplatz selber, aber auch nur kurz. Es war zu dieser Zeit auch nichts los. Zwei Maschinen sind gestartet als ich im Café war.

Um 16.03 Uhr bin ich mit der RE42 von Sythen zurück nach Essen Hauptbahnhof gefahren. Der Zug war leer. Also leer für einen sonnigen freien Tag. Verreisen viele zu noch weiteren Zielen. Ich dachte, dass ich auch eine längere Reise machen könnte, aber mir fehlt zurzeit der richtige Wille.

Morgen soll das Wetter wieder mehr zu Regen wechseln, am Dienstag gehen die Temperaturen wieder zurück. Der Sommer lässt noch auf sich warten. Offiziell ist es auch noch Frühling, das ist klar, aber wir hatten auch mal wärmere Juni Tage (auch wenn man das letzte Jahr beiseite nimmt).

So kalt wie in diesem Jahr war noch kein See in den letzten Jahren.

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