21.07.2019 Stralsund und Altefähr

Vor 50 Jahren hat der Mensch den Mond betreten und ich habe erstmals Stralsund und Rügen betreten.

Ich habe mir doch ein Herz genommen und habe die 23 Euro für das Mecklenburg-Vorpommern Ticket bezahlt und die 5,50 Euro für das Fahrrad.

Um 9.01 Uhr habe ich den RE9 nach Stralsund genommen. Diese Linie fährt auch nur alle 2 Stunden, weil es noch sehr viele eingleisige Abschnitte gibt. Eigentlich ist das die gesamte Strecke, denn die Ausweichen, wie in den Anfangszeiten der Straßenbahnbetriebe, gibt es nur in den Bahnhöfen. Zumindest ist die Strecke schon elektrifiziert, wenigstens ein Vorschritt.

Dementsprechend standen auch viele Leute um diese Uhrzeit am Bahnsteig, aber dennoch war der Zug recht überschaubar.

Ganze 57 Minuten später war ich dann in der Hansestadt. An diesem Morgen zogen noch die Nachwehen vom Gewitter vom Vorabend über Stralsund. Ich trug zur Vorsicht eine Badehose unterhalb meiner kurzen Hose, die ich dann aber nicht benutzt habe, also ich war nicht wirklich im Wasser. Ich persönlich finde aber durchaus angenehm eine Badehose statt einer normalen Unterhose besonders im Sommer zu tragen.

In Stralsund gibt es nördlich der Altstadt / Innenstadt einen kleineren Strandabschnitt, wo ich hätte schwimmen können. Drei Personen waren auch im Wasser, aber ich wollte nicht.

Flugplatz von Stralsund

Schließlich bin ich zum Flugplatz Stralsund, der sich beim Stadtteil Groß-Kedingshagen befindet und über eine 900 Meter lange Grasbahn verfügt. Zwei Flugzeuge der allgemeinen Luftfahrt standen zum Abflug bereit. Eine ist auch gestartet, also hatte ich eine echte Flugplatzatmosphäre.

Da es langsam aufklarte, bin ich an den Strand zurück gefahren, aber so richtig war ich nicht im Wasser. Nur mal kurz mit den Füßen.

Stralsund Mitte Nicolaikirche

In Stralsund Mitte habe ich dann etwas gegessen und wollte eigentlich nur den Süden von Stralsund sehen. Aber dann sah ich einen Hinweis für Fahrradfahrer für Rügen und bin diesem gefolgt. Auf der Straße Schwarz Kuppel wurde ich unsicher, denn die Straße mündet in einer Schnellstraßenabfahrt, aber nach OSM (Openstreetmap) konnte man da auch als Radfahrer herfahren. Bis zum gegenüberliegenden Bahnhof „Stralsund Rügendamm“ habe ich mich aber beeilt, der Rügendamm, die L296, hat einen Radweg auf der nördlichen Seite, den man gut befahren kann. Neben mir türmte sich die majestätisch die Strelasundquerung der B96 auf, richtig furchteinflößend.

Strelasundquerung der B96 zwischen Stralsund und Rügen

Nach der Insel Dänholm kommt der interessantere Abschnitt. Hier führt der Rügendamm auf einer Brücke, die zu einen Seite für meine Verhältnisse nicht besonders gut gesichert ist, denn das Geländer war nicht besonders hoch. Angeln darf man hier nicht – steht auf beiden Seiten der Brücke geschrieben.

Nach rund 3 km erreicht man auch das wahre Festland der Insel Rügen. Ich war auf Rügen – nicht dass man das mir mal vorwirft, ich hätte nicht die Chance genutzt.

Ich habe mir die Chance genommen, um nach Altefähr zu fahren; einer ganz kleinen Gemeinde mit einem Sandstrand und einer Fährverbindung nach Stralsund. Nur die Fähre fährt recht selten, so alle 2 bis 3 Stunden. Ich habe sie nicht genommen.

Hafen von Altefähr (Blickrichtung Stralsund)

Hier verkehrt auch die Linie 1 der Stadtwerke Stralsund bis zum Stralsunder Hauptbahnhof, auch am Sonntag. Mir ist ein Bus entgegengekommen. Von daher ist der Fährbetrieb auch nicht mehr so lukrativ und eher für Touristen als für einen ernsthaften Verkehr.

Hier ist es empfehlenswert den Bürgersteig in Altefähr zu fahren, denn die einzige Straße in Richtung B96 bzw. Rügendamm ist von großen Pflastersteinen übersät, auf denen man nicht gut fahren kann, eher schlecht als gut. Jeder Fahrradfahrer hat auch den Bürgersteig genommen.

Nach einer kurzen Pause ging es wieder zurück nach Stralsund und der RE 9 um 16.00 Uhr (Verspätung fünf Minuten) konnte erreicht werden. Jetzt war es heiß am Bahnhof und voll. Die Leute, die mit dem RE5 aus Berlin kamen, stiegen fast alle in den RE9 nach Rostock um.

Rostock war auch mein Endpunkt und ich konnte noch die nächste S1 nach Rostock Lütten-Klein nehmen. Alles in allem ein guter Tag. Wenn ich meine Bahncard dabei gehabt hätte, hätte die Fahrt hin und zurück 24 Euro + Fahrradkarte auch nicht viel billiger gewesen als mit dem Tagesticket + Fahrradkarte. Ohne Bahncard hätte die einfache Fahrt 18 Euro gekostet, hin und zurück 36 Euro + Fahrradkarte.

In Mecklenburg-Vorpommern, zumindest in diesem Abschnitt wäre ich auch berechtigt mit der einfachen Fahrkarte auch mit dem Intercity zu fahren. Die Tagestickets Mecklenburg-Vorpommern oder Quer-durchs-Land-Ticket gelten NICHT.

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