Kürzester Tag im Jahr

Im Beruf und dem Stress in der Familie (gibt es bei mir ja nicht mehr, oder noch nicht – man weiß ja nie – mit 41 Jahren kann sich vieles wieder ändern) ist dem einen oder anderen entgangen. Wir haben heute den kürzesten Tag im Jahr.

Natürlich der Tag hat weiterhin 24 Stunden (so ganz abgekürzt), aber die Tageshelligkeit ist auf der nördlichen Hemisphäre natürlich sehr kurz.

Auch wenn ich in der letzten Woche Urlaub hatte und etwas gemacht habe, wie diesen Office 365 Kurs in Düsseldorf und am Freitag schwimmen im Schwimmzentrum Rüttenscheid, so konnte ich mich nicht so sehr aufraffen, großartiges zu machen. Na klar war ich mit dem Rad unterwegs, aber das ist ja Alltag für mich, nichts besonderes. Ich habe auch keine besonderen Einkäufe getätigt.

Für mich war die neuerliche Erneuerung meiner Bremsbeläge (waren mal wieder sehr abgefahren) und eine neue Fahrradkette wichtig. 42 Euro habe ich diesmal ausgegeben. Ach mir ist das egal. Hauptsache wieder das Rad ist wieder verkehrssicher.

Die Starliner Kapsel ist wieder auf dem Weg zur Erde und soll hoffentlich sicher in White Sands, New Mexiko, USA landen. Am 16.07.1945 fand hier der erste Atombombenversuch statt. Das SpaceShuttle Colombia, welches 2003 abstürzte, landete im Jahre 1982 hier in White Sands.

Mir persönlich ist es egal, ob man in Zukunft mit Starliner, mit der Dragon (von SpaceX) oder dem SpaceShipX (X steht für eine Zahl, die noch nicht bekannt worden ist, also ein Platzhalter) zur ISS fliegen wird. Natürlich wäre ein Gerät wie dem SpaceShip eigentlich mehr die Zukunft, denn warum soll es Wegwerfraketen für den Personentransport geben? Für den Materialtransport ja ok, aber für die reine Personenbeförderung eher nein. Für die künftige Generationen von Weltraumflüge ist ein senkrechter Start wie derzeit nicht praktikabel bzw. werbewirksam zu verkaufen. Ich würde ein Gerät, dass auf dem Boden steht, startet wie ein Flugzeug und dann von mir aus nicht in 4 Minuten in die Erdumlaufbahn brauchen würde, dann vielleicht 20 Minuten eher vorziehen.

Ich werde das persönlich nicht mehr erleben. Generationen in 100 Jahren eher, denn nur zu einer Raumstation in die Erdumlaufbahn zu fliegen, würde mir nicht so viel Spaß machen. Ein Ziel zum Mond wäre viel interessanter, auch wenn man als Besucher eher „nur“ in der Mondbasis verbleiben könnte.

An unsere deutschen Moralapostel sei gesagt: Kurzstreckenflüge werden erst dann in Deutschland uninteressant, wenn die Schiene ausgebaut ist. Wenn aber Verspätungen und Zugausfälle die Tagesordnung sind, nein sogar stündlich stattfinden, wird man das Flugzeug auch auf so einer Kurzstrecke wie Düsseldorf – Hamburg noch brauchen. Ich persönlich finde es auch unsinnig, aber auf der Schiene sehe ich keinen Fortschritt – nicht für die nächsten 10 Jahre. Denn es gibt bislang keinerlei Ankündigungen von Seiten der Bahn die Hauptstrecken auszubauen. Statt zwei Gleise, vier Gleise oder vielleicht mehr. Aber solange hier nichts passiert, so lange kann noch von einem Deutschland-Takt schwärmen und tolle Artikel über die Zukunft der Bahn sich wundschreiben.

Auch wenn es die Grünen, die Partei Die Grünen, es nicht wahrhaben wollen, auf den Strecken des ICE, IC, Thalys oder SNCF fahren auch Nahverkehrszüge. Es nützt überhaupt nichts, wenn auf einen Streckenabschnitt zwischen Bremen und Münster/Westfalen, der ICE alle 30 Minuten fahren würde, wenn zum Beispiel zwischen Osnabrück und Münster/Westfalen alle 30 Minuten Nahverkehrszüge (RE2 und RB66, jeweils stündlich, aber zusammen alle 30 Minuten) fahren. Und neben den ICE fahren noch IC und EC Züge. Die Strecke ist zweigleisig, auch wegen der Durchfahrung des Teutoburger Waldes.

Ideal wäre der Hyperloop. Aber der wird mit Sicherheit von den derzeitigen Politiker verhindert. Die deutsche Presse wird jeden Fehlschlag aus den USA jublend feiern, in den Radiotalkshows werden dann wieder nur Gegner anrufen und sagen, dass doch lieber der Pferdekutsche unterwegs seien, denn da kommt ja so viel Luft (also im Fahrgastraum) rein.

Der Transrapid wurde ja nicht eingeführt. Natürlich wäre München City und München Flughafen eine kurze Strecke, aber die erste Eisenbahn führte auch von Nürnberg nach Fürth, die erste Autobahn verlief von Köln nach Bonn. Zum Glück gibt es noch die Wuppertaler Schwebebahn und die Einschienenbahnen am Düsseldorfer Flughafen bzw. in Universität Dortmund. Es ist wenigstens ein Hauch von Fortschritt zu sehen.

Nach der IX (Computermagazin)-Ausgabe 1/2020 soll es mit der Einführung von 5G in Deutschland bis 2025 dauern. Wie wir alle wissen, es wird nicht das letzte Datum sein, zumindest hier in Deutschland. Ich habe bislang nur den großen Hauptartikel gelesen; die weiteren Artikel im aktuellen Heft muss ich noch reinziehen.

Den heutigen Tag werde ich ruhig ausklingen. Morgen geht es für einen Tag zur Arbeit, der 24.12.2019 ist wieder komplett frei. Am 27.12.2019 bin ich für einen Tag auf der Arbeit.

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