Endgültig finito

Ich bin nun endlich aus Altendorf raus, wohntechnisch. Ich habe noch einmal eine Runde durch den Stadtteil gemacht, weil mein Sparkassen Termin viel früher zu Ende war als geplant. Also habe ich noch einmal den Stadtteil in Ruhe angeschaut. Natürlich darf ich immer wieder dahin, aber es gibt bis auf meine Friseur-Besuche eigentlich keinen Grund mehr.

Linie 103 M-Wagen Reihe 1400 Haltestelle Helenenstraße

Linie 103 M-Wagen Reihe 1413 Haltestelle Helenenstraße

Natürlich muss mal wieder ein Straßenbahnfoto mein Blog zieren, aber ich kann einfach nicht aus meiner Haut. Ich habe noch mehr Straßenbahnen auf meinem Rundgang fotografiert.

Ich war auch noch einmal bei Schmitz auf der Altendorfer Straße und anschließend noch an der Christuskirche zwischen der Röntgen- und Kopernikusstraße und versuchte noch die Sonnenstrahlen zu genießen.

Die Christuskirche in Altendorf

Die Christuskirche an der Ohmstraße

Mit meiner 3/4 Hose kann man immer noch sehr gut durch die Gegend laufen. Auch am Sonntag war es dafür noch ideal (aus meiner Sicht). Allerdings muss man schon sich Söckchen anziehen und ein langärmeliges Oberteil. Aber an den Beinen friere ich nicht so schnell wie an den Oberarmen. Manche laufen rum, als hätten wir schon tiefsten Winter. Ich frage mich dann immer, was ziehen die an, wenn wir wirklich mal 0 Grad oder unter Null Grad haben. Sind das dann Michelin-Männchen/Frauen? Jedem das seine, aber manchmal habe ich den Eindruck, sehr viele packen sich sehr schnell sehr ein.

Natürlich gucken viele auf mich ein wenig blöd, vielleicht auch ein wenig neidisch, zumal mein Oberteil auch noch leuchtend orange ist. Ja, ich bin ein auffälliger Farbklecks in der Landschaft. Ich hatte das Oberteil bei Declathon für 24 Euro gekauft.

Maria Hofbauer an der Hirtsieferstraße

Maria Hofbauer an der Hirtsieferstraße

Nachdem ich noch einmal am Sankt-Clemens-Maria Hofbauer war, diesmal mit sehr optimaler Sonneneinstrahlung, ein ideales Foto, was ich auch gemacht habe. Und als wieder kam stand mein Vermieter schon vor der Haustür und hat sich mit jemanden aus der Nachbarschaft unterhalten. Mit ihm habe ich den Kühlschrank herunter geschleppt und ich habe ihm die restlichen Schlüssel gegeben und er mir noch die Kopien für das Wohnungsprotokoll. Unten stand schon ein Bewerber für die Wohnung. Ich dachte, das geht aber flott.

Ja, das war Altendorf, wohntechnisch. Am 01.05.2002 bin ich dort eingezogen und eigentlich am 30.09.2016 war ich draußen. Eine lange Zeit. Wie schon mal angedeutet; richtig wohl gefühlt habe ich mich nie da so richtig. Das Multi-Kulti fand ich schön, ohne Frage auch die nahen sehr vielen Fahrtmöglichkeiten mit dem ÖPNV, die Einkaufsmöglichkeiten, aber kaum Grün. Der Krupp-Park ist auch nicht um die Ecke, wie auch der Niederfeldsee. Mein sportliches Engagement bei DJK Altendorf 09 war auch schön, aber da die meisten eh nicht da wohnten, war es wiederum etwas fremdlich.

Die Wohnung war in Sachen Miete unschlagbar günstig. 326 Euro warm habe ich gezahlt, dazu die Abschläge für Strom 68 Euro und eigentlich auch für den Nachtspeicher. Der Nachtspeicher war mir immer ein Dorn im Auge. Leider war das Gesetz nicht verpflichtend, dass man Nachtspeicher entfernen musste. Ich fand den alten Konvektor im Badezimmer immer sehr umständlich und auch im Schlafzimmer stand ein Uralter. Ich finde das und den Nachtspeicher wirklich nicht mehr zeitgemäß.

Ob man eher eine Öl- oder eine Gaszentralheizung bevorzugt, darüber kann man streiten, aber Nachtspeicher und Konvektor sind für mich sehr altmodisch. Der fehlende Balkon war auch zeitweise störend.

Die Wohnung war schon ziemlich fremd, als ich sie betreten habe. Ich muss gestehen, ich war da noch einmal kurz auf die Toilette, lange bevor der Vermieter war. Eigentlich müsste man die Küche grundlegend sanieren und wie gesagt die alten Heizungstypen entfernen. Ich kenne eigentlich nur Leute, die keinen Nachtspeicher haben wollen. Na ja, jedem das seine.

Ich habe hier in Stoppenberg eine Zentralheizung, ich glaube eine mit Öl und ich kann die Wohnung nach meinen Vorstellungen verändern. Ich habe schon so einige Ideen, die ich jetzt so langsam umsetzen werde.

Allerdings bin ich schon etwas nervös, wenn ich jemanden kennen lernen sollte, wo es mehr wird als gute Freundschaft. Ich meine, in der Regel zieht man aus zwei Wohnungen in eine neue. Ganz selten zieht eine „Sie“ noch in die Wohnung vom „Er“ ein (mit der Hoffnung, dass SIE hier die Wohnung noch gefallen sollte). Oder soll ich eine passende SIE suchen, die die Wohnung auch gefällt? 89 qm sind auf Dauer schon etwas groß, finde ich.

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