Weil es so schön war, heute Teil 2

Gestern war es ja noch angenehm. Aber heute hat es alles gesprengt und meine Nerven sind mal wieder hops gegangen. Andere würden vielleicht sagen: „hab dich nicht so“, aber ich kann nicht anders.

Am Freitag Morgen bei der Spätschicht gehe ich noch kurz zur Sparkasse und meist da wo ich gerade abfahre. Am Bahnhof Altenessen gibt es noch eine kleinere Geschäftsstelle, habe noch meine Mahngebühren an Vodafone überwiesen.

Ich habe die Überweisung am Montag erst abgeschickt. 5,95 € wollten sie noch haben. Ich verstehe zwar nicht, warum man das nicht mit der Telefonrechnung verrechnen kann, aber irgendwelche komischen Gründe, die ich nicht verstehen kann, werden das wohl verhindern. Bei der Telekom ist das immer möglich.

Na ja, daher habe ich die schon die S 2 ab 9.09 Uhr (um 11.15 Uhr fange ich in Düsseldorf an). Bei der Bahn heißt es, so habe ich es gelernt, nehme das sofort was man nehmen kann. Die S2 war noch leer und pünktlich, auch in Oberhausen.

Ich habe schon in Oberhausen HBF gesehen: RE 5 nach Koblenz Abfahrt 9.31 Uhr, 20 Minuten Verspätung. Ich wusste, das kann heiter werden. Später wurden aus 20 Minuten Verspätung locker 30 Minuten. Also habe ich dann den RE3, Abfahrt 9.43 Uhr genommen.

Wie auch gestern, wieder nur 1 Triebwagen. Dieser Triebwagen war wieder brechend voll.

Auf jeden Fall es ging noch. In Duisburg stieg dann die Radfahrergruppe aus und dann sah ich es auch: Massen von Menschen am Bahnsteig. Ich hörte nur etwas von Zugausfall und sah auch dass der RE 5 dann 30 Minuten Verspätung hatte.

Im RE 3 bis Düsseldorf Flughafen; da ging wieder nichts mehr rein.

Zur Erinnerung es fahren nur der RE 1, RE 3 und RE 5 Duisburg – Düsseldorf Flughafen – Düsseldorf HBF. Der RE 19 fährt über Ratingen West und hält daher nicht am Düsseldorfer Flughafen. Es fährt ja auch nur die S1 als Ersatzbus (aber den hat man nicht auf dem Plan).

Und dann setzt die Eurobahn nur eine Einfachtraktion ein (1 Triebwagen, statt 2).

Die Eurobahn hat seit Jahren massivste Schwierigkeiten ihre Leistungen überhaupt noch einzuhalten. Im Ostwestfalennetz fällt sie regelmäßig aus (und das auf Strecken frühmorgens, wenn Schüler auch noch in die Schule müssen), es fahren auch nur Einzeltriebwagen.

Die Eurobahn schrieb mir mal, dass die Triebwagen alle in der Werkstatt seien. Ich frage mich: „Wie lange noch?“ „Wie lange dürfen Triebwagen in der Werkstatt sei?“ Ich vermute es fehlen Ersatzteile. Alle Firmen haben ja heutzutage keine Ersatzteile mehr auf Lager. Die werden ja nur dann bestellt, wenn man sie braucht.

Für ein normales Einzelhandelsgeschäft ist das schon peinlich, aber so was peinlich für Verkehrsunternehmen. Eigentlich ist das für Verkehrsunternehmen unmöglich.

Der VRR müsste, wenn er sich traut, müsste die Geschäftsführer aller Verkehrsunternehmen regelmäßig einberufen.

Das was die Eurobahn, National Express, Deutsche Bahn AG und vielleicht auch Nordwestbahn veranstalten, ist menschenverachtend.

Ich würde mir echt wünschen, wenn alle, die das zu verantworten haben, die müssten auch jeden Tag in diesen überfüllten Züge fahre. Vielleicht fällt das denen etwas ein. Wer den ganzen Tag nur am Schreibtisch verbringt, alles nur so vom Hörensagen mitbekommt, wird sich nie in die Lage eines Fahrgastes versetzen können.

Alle Manager müssten am Anfang ihrer Berufsbahn und dann alle 2 Jahre spätestens, als Begleiter eines Schaffners in den Zügen für einige Wochen mitfahren.

Ich glaube dann werden noch einige positive Wunder für den Fahrgast passieren. Wir Fahrgäste sind keine Kunden. Wir sind nur notgedrungenes Transportgut.

Auf dem Rückweg bin ich mit der S6 ab Düsseldorf Rath nach Essen HBF gefahren, war dann um 20.42 Uhr am Essener HBF und hier zu Hause um 21.05 Uhr. Eine ungewohnte frühe Uhrzeit nach den letzten Wochen.

Die Eurobahn werde ich in Zukunft so weit es geht meiden. Sie hat bei mir alles Vertrauen verspielt. Am Anfang fand ich sie mal richtig gut. Die Eurobahn ist noch schlechter als Deutsche Bahn AG dran. Hier regiert der massive Geiz bei dem Unternehmen der Kreolis Gruppe aus Frankreich.

Veröffentlicht unter Allgemeines | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Das Leben in vollen Zügen genießen

Ja, so kann man es sagen, wenn man mit der Bahn unterwegs ist. Morgens (auch noch um 10 Uhr) sind die Züge sehr voll, weil alle Urlauber Richtung Flughafen Düsseldorf unterwegs sind (RE3 am 22.08.2019, Abfahrt 9.36 Uhr ab Essen-Altenessen. Die Eurobahn muss ja weiter sparen, indem sie nur einen Triebwagen statt Doppeltraktion einsetzt. Offiziell wird es damit begründet, dass die Triebwagen in den Werkstätten stehen.

Meine Frage ist nur: Stehen die Triebwagen nun wochenlang in den Werkstätten und warum? Muss das Ersatzmaterial noch irgendwo produziert und dann per LKW geliefert werden?

Dass die Verantwortlichen der Eurobahn natürlich nicht mit den eigenen Zügen jeden Tag fahren, ist ja sonnenklar. Wer benutzt schon das eigene Unternehmen, wenn es schlecht läuft?

Ich will mich nicht mehr beschweren beim VRR oder Eurobahn. Da kommen eh immer nur Ausreden und Lügen.

Auf der Rückfahrt habe ich die ganzen Leute von der Gamescom aus Köln in den Zügen. Die Deutsche Bahn AG will zwar Sonderzüge einsetzen, aber diese haben regelmäßig zwischen 15 und 45 Minuten Verspätung. Der Sonderzug um 20.09 Uhr gestern Abend ab Düsseldorf Flughafen Richtung Duisburg hatte erst 15 Minuten Verspätung und dann 45 Minuten. Dann waren natürlich alle im RE5 um 20.12 Uhr.

Der RE5 ist recht pünktlich, aber um Düsseldorf Benrath herum hat er immer Verspätung. Ich sehe das im Zugverlauf auf dem Portal der Deutschen Bahn, dass der Zug bis Köln meistens sehr pünktlich ist, aber wenn er durch Köln und später durch Düsseldorf fährt, immer Verspätung aufbaut.

Der RE1 gestern Abend um 20.30 Uhr hatte mindestens 10 Minuten Verspätung (fährt auch über Köln, hält aber nicht in Köln Messe/Deutz während den Bauarbeiten)

Leider muss ich sagen, all die Leute, die nun ein Flugverbot in Deutschland fordern, fahren wohl nie Bahn oder informieren sich nicht darüber. Sie sehen die Bahn in totalen schönen Glanz, wo alles jeden Tag wie am Schnürchen funktioniert. Ich bin froh, dass so viele fliegen (Kurzstrecke), denn sonst wären die Züge ja noch voller und wahrscheinlich noch unpünktlicher. Nah- und Fernverkehr teilen sich ja ein Gleis in Deutschland.

Hinzu kommt, dass irgendwelche Schreibtischfuzzies in den Zentralverbänden Niederrhein, bei den Verkehrsverbünden überhaupt keine Ahnung haben, wie die Schiene schon längst ausgelastet ist. Denn nach jedem Fahrplanwechsel kommen neue Linien hinzu und bei jeder neuen Linie und der Technik aus dem Mittelalter der Bahn hat die kleinste Störung weitreichende Folgen. Aber das können die BWL, VWL’er nicht sehen, weil sie dafür kein Gespür haben, wie es wirklich ist, wenn man jeden Tag mit der Bahn pendelt, wenn die Züge auch mal Puffer an den Bahnhöfen haben müssen, um auf der Strecke entstandene Verspätungen zu kompensieren.

Die Grünenpolitiker haben sowieso keine Ahnung davon. Die Grünen müssen sich nicht mit der Realität auseinander setzen. Alle Grünenpolitiker leben in einer Traumwelt. Vor allem sind sie alle die Besserverdienenen und können sich alles leisten (Geld).

Ich plane immer es immer, so dass ich 2 bis 2 Std 15 Minuten ein vor Arbeitsbeginn zur Arbeit zu fahren von Essen Stoppenberg nach Düsseldorf-Lichtenbroich. Theoretisch bräuchte man eine Stunde, aber das kann ich nur auf den Rückweg erreichen. Mit der Baustelle bin ich aber 1 Stunde und 30 Minuten unterwegs, um nach Hause zu kommen. Bei der Spätschicht bedeutet das, dass ich um 21.30 Uhr zu Hause bin. Keine 11 Stunden und 30 Minuten später muss ich wieder los.

Das ist der Preis, wenn man so einigermaßen ruhig und entspannt pendeln will. Aber freiwillig mache ich das nicht. Ich habe ja keine Gleitzeit mehr (so wie ich das mal 14 Jahre in meiner ersten Firma hatte). Die Zeiten sind generell vorbei.

Es ist zum Glück heute der letzte Tag mit dieser blöden (scheiss) Baustelle für das berufliche Pendeln. Aber ich wette, es ist der Abend, wo es am vollsten sein wird (alle von der Gamescom wollen zurück nach Hause), dann die ganz normalen Wochenendpendler und es fahren ja am Freitag mehr Fernverkehrszüge als gewöhnlich.

Dann habe ich in der nächsten Woche direkt Frühschicht. Das heißt, um 5.45 Uhr muss der Zug fahren. Die Bahn verspricht dass alles klappen wird, aber ich bin da super skeptisch. Vielleicht sollte ich aus Sicherheitsgründen lieber den Zug um 5.36 Uhr wieder ab Essen-Altenessen benutzen, denn die Strecke von Essen nach Duisburg wurde ja nicht benutzt und erneuert. Ich wette, da gibt es noch Störungen, weil die neuen Weichen nicht funktionieren oder Oberleitungsstörungen etc… Also alles was es an Störungen gibt, kann man sich vorstellen, dass sie eintreten werden. Persönlich rechne ich damit auch.

Veröffentlicht unter Allgemeines | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Kurztrip in die Vergangenheit

Es hat heute ziemlich gegossen und daher bin ich auch barfuß erst durch den Regen zur Straßenbahnhaltestelle Krankenhaus Stoppenberg gelaufen. Ich trug schon mein Regencap und eine 3/4 Hose. Schuhe waren hinten im Rucksack. Noch einmal sollten sie nicht so nass werden, wie diesen einen Freitag.

Ich wollte mal auf der Anzeigentafel vom Essener Hauptbahnhof sehen, wie das aussieht, wenn man auch noch zwei weitere Linien aus dem Verkehr zieht.

Ja die Anzeigentafel für einen Bahnhof der Kategorie 1 wird sehr übersichtlich. Ich war um 13.05 Uhr dort. Ich sah schon die nächsten Abfahrten für 14.12 Uhr. Normalerweise sieht man auf den beiden Tafeln die Abfahrten der nächsten 30 bis 35 Minuten.

Vielleicht sollte man das beibehalten. Die Anwohner, die sonst Lärm geplagt sind, können nun endlich einschlafen.

In der Sendung „Länderzeit“ vom Deutschlandfunk über die CityMaut wurde wieder einmal beteuert den ÖPNV auszubauen, aber das wird es schon seit 20 Jahren gemacht. Passieren tut es immer nur in der umgekehrten Richtung – nämlich diesen zu reduzieren.

Ich bin dann mit der S9 nach Essen Kupferdreh gefahren. Ein Trip in die Vergangenheit – na ja fast. Denn nach 19 Jahren hat die Stadt Essen es endlich geschafft, den neuen Busbahnhof von Kupferdreh in Betrieb zu nehmen. Ich habe 2001 bei dieser Firma angefangen und bis zur Kündigung im Jahre 2015 tat sich nichts. Angeblich hat sich alles irgendwie verzögert – das typische, wenn die Stadt plant.

Kupferdreh neuer Busbahnhof

Der Busbahnhof am Haltepunkt Kupferdreh sieht toll aus. Für mich kommt er zu spät.

Ich bin noch mit der RB49 nach Kupferdreh gefahren. Eine Linie, die von der BR218 und alten umgebauten Silberlingen befahren wurde. Pünktlich war sie nie. 8.10 Uhr sollte die Abfahrt ab Essen HBF sein, der Zug stand vor einem Signal, tägliche Einfahrt war immer um 8.15 Uhr, obwohl die S-Bahn vor dem Zug schon 10 Minuten vom Gleis war. Jeden Tag 5 Minuten Verspätung – aus der Kundensicht – für die Bahn ist das ja noch super pünktlich. Daher saßen wir immer im letzten Wagen und sind immer zum Bus, weil diese fünf Minuten fehlten, die der Zug an Verspätung hatte, gerannt. Bis die S-Bahn wie heute über eine Brücke fuhr, vergingen noch einige Jahre und einige Sperrungen (und unnötige Kosten – aber Deutschland ist ja superreich) in den Sommerferien waren notwendig. Die Enge am Übergang von S-Bahn zum Bus war immer fast gleich. Nur die S-Bahn war pünktlicher als die Regionalbahn.

Auf jeden Fall bin ich dann in Kupferdreh wieder barfuß gelaufen (es hatte immer noch geschüttet), die Schuhe im Rucksack. Es hörte auch tatsächlich wieder auf, zu regnen. Kupferdreh hat sich schon etwas geändert, aber nicht viel. Wie auch immer, bin ich dann die Kupferdreher Straße Richtung Deilbachtal gelaufen, um bei Deilbachtal 173 aufzuhören.

Hier draußen hat sich nicht so viel geändert, eigentlich gar nicht. Ich bin einmal in etwas gelaufen, was mich im Fuß gestochen hatte. Ich habe es entfernt und es hat mich nicht weiter geschmerzt.

Es war jetzt ziemlich schwül und eigentlich dachte ich, es käme wieder ein Regenschauer, aber bis jetzt war es trocken.

Deilbachtal mit neuer Fahrbahndecke und neuer Buslinie

Von der Haltestelle Kraftwerksschule bin ich dann mit der neuen Linie 153 wieder zurück zum Kupferdreher Bahnhof gefahren. Früher fuhr hier mal die Linie 177, die seit dem Fahrplanwechsel in 2019 nicht mehr hier hin verkehrt. Der 177 fuhr immer im 20 Minuten Takt von Steele S-Bahnhof, am Wochenende alle 30 Minuten. Die neue Linie fährt in der Woche alle 30 Minuten und am Sonntag alle 60 Minuten. Voller ist der Bus auch nicht geworden. Die Taxibuslinie 176 nach Velbert gibt es auch nicht mehr. Hier endet der ÖPNV. Keine Verbindung mehr nach Velbert Nierenhof. Vor 18 Jahren fuhr die Linie 177 noch durchgehend, auch am Sonntag bis Velbert Nierenhof.

Ich weiß noch, dass ich mit meinem Vater von Wuppertal HBF mit der Buslinie 647 bis Velbert Nierenhof gefahren bin, um dann in den 177 nach Essen umgestiegen. Man muss gar nicht auf das Land gehen, um die Reduzierung des Nahverkehrs anzuschauen; es reichen die ländlichen Abschnitte einer Großstadt.

Die Leute, die im Deilbachtal wohnen, haben alle einen großen dicken Wagen, weil sie sich den leisten können. Hier fährt nur die Ausnahme noch mit dem ÖPNV und je weiter die Linie vor ihrer Haustür, also hier die Linie 153, ausgedünnt wird, desto unwahrscheinlicher ist ein kompletter Umstieg (also weg vom Auto hin zu nur ÖPNV) auch. Ich kann die Leute verstehen, wenn die Linie, die einst alle 20 Minuten nach Velbert fuhr, jetzt nur noch alle 30 Minuten fährt und nur nach Heisingen (wenigstens über Kupferdreh Bahnhof) und nicht mehr nach Steele.

Ich würde mich nicht wundern, wenn die Linie 153 irgendwann das Schicksal wie die übrigen ländlichen Linien wie die Linien 171, 199 erfährt, dass sie ganz eingestellt wird oder dass sie am Wochenende nur noch von Heisingen nach Kupferdreh Bahnhof verkehrt und dass der Abschnitt über das Deilbachtal nicht mehr bedient wird.

Das wird aber leider erst den Leuten bewusst, wenn sie aufgrund des Alters nicht mehr Auto fahren können, weil der Körper nicht mehr so will, dass dann kein Bus mehr fährt. Ok, hier im Deilbachtal gibt es ein Altersheim – sie haben es dann nicht mehr so weit. Ich meine nur, erst Jahrzehnte keinen ÖPNV in Anspruch genommen, dann geht es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr und dann kommen sie nicht mehr weg.

Bis das erste autonome Auto in Deutschland offiziell fahren kann, dass sie auf Wunsch abholen wird, wird noch sehr viel Zeit vergehen. Ich glaube bei unserer deutschen Technikfeindlichkeit wird das noch sehr lange dauern. Bis die Behörden reagieren und das so akzeptieren werden, bis alles durchgeprüft wird, bis alles auf das autonome Fahren ausgelegt wird, wird noch sehr viel Wasser den Deilbach herunterfließen. Der Youtuber Horst Lüning, ein Verfechter der Elektromobilität, glaubt mit der Verwirklichung des autonome Fahrens in Deutschland in 10 bis 20 Jahren.

10 Jahre braucht eine Behörde, um die ganzen Seiten durchgelesen zu lesen haben, dann noch einmal 10 Jahre um sich ausreichend Gedanken zu machen. Bis dahin haben die deutschen Medien das autonome Fahrzeug eh kaputt geredet, alle nur erdenklichen Nachteile den Leuten ins Gehirn eingetrichtert, so dass sie erst einmal dagegen sind.

Das wird die Entwicklung um weitere 20 bis 30 Jahre verzögern. Also ich werde das mit meinen 41 Jahren wahrscheinlich nicht mehr erleben, ein autonomes Fahrzeug überhaupt in Deutschland zu sehen. Vom offiziellen erlaubten Fahrbetrieb mal ganz zu schweigen. Es werden sich wieder genügend Leute querstellen, um nichts modernes zuzulassen.

Veröffentlicht unter Allgemeines | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Kamen und Bergkamen

Wochenende, Ausflugszeit. Ok für die einen beginnt die Bundesliga und dackeln wieder fleißig dahin. Für mich heißt es aber wieder raus mit dem Rad in unbekanntes Terrain.

Zugegeben Kamen kenne ich bereits schon. Im letzten Jahr bin ich am Ende einer großen Tour von Unna über Werl und Bönen nach Kamen gekommen, aber diesmal wollte ich Kamen als Startpunkt nehmen.

Kamen gehört, wenn man mit den Linien RE 1, RE 3, RE 6 und RE 11 nimmt noch zum VRR, aber der örtliche Busverkehr zählt zur Verkehrsgemeinschaft Kreis Unna (VKU).

Mit dem RE 1 wollte ich ursprünglich nach Dortmund, genauer zum Volksbad. Aber weil der BVB (diesmal Fußball, 1. Herren) ein Heimspiel hatte, war das nahe gelegenes Freibad geschlossen. Entweder aus Sicherheitsgründen oder weil alle Angestellten auch BVB-Fans sind.

Aber irgendwie wollte ich nicht schon wieder nach Dortmund, also bin ich mit dem RE 1, der zwischen Kamen und Dortmund HBF noch Dortmund Kurl hält nach Kamen gefahren.

Hier bin ich als erstes direkt nach Bergkamen gefahren. Es ist aber nicht so leicht, denn die Stadt Kamen scheint ein Sinn dafür zu haben, ihre Wegweiser nur so halt aufzustellen zu wollen. Mir hat aber die App „OSMaps“ wieder weitergeholfen. Die OpenStreetMap ist immer sehr hilfreich und auch verlässlich.

Eigentlich gibt es einen wunderbaren Geh- und Radweg ab der Westicker Straße (K40), ganz nahe dem Bahnhof von Kamen, der direkt bis Bergkamen hineinführt. Aber bei der Straße „Auf dem Spiek“ sagt die ortsinterne Beschilderung, dass man die Straße „Auf dem Spiek“ und „Kämertorstraße folgen soll. Dann gibt es noch einen Hinweis, dass man links abbiegen soll und dann gibt es keinerlei Hinweise mehr an der nächsten etwas größeren Kreuzung. Für mich heißt es dann, finde ich die nächste größere Hauptstraße und orientiere dich daran, wo die Autofahrer geführt werden. Das ist immer die sichere Methode.

Ich bin dann entlang der B233 gefolgt und dann den Radweg, den ich zuvor verlassen hatte. „Auf dem Spiek“ stand nämlich, dass es nach Werne bzw. Rünthe gehen soll. Aber da wollte ich nicht hin, sondern nach Bergkamen Mitte. Man kann sich nur noch per Apps orientieren, denn was an der Straße steht muss man ignorieren. In der meisten Stadtverwaltungen arbeiten nur noch Vollpfosten. Ja, das ist ein harter Begriff, aber ich vermute oftmals man hat irgendwann vor vielen Jahren etwas entworfen und dann hat man die Schilder hingestellt und dann nie wieder überprüft, ob es auch für Auswärtige verständlich ist.

Auf jeden Fall habe ich auf die weiteren Beschilderungen verlassen. Auf der Präsidentenstraße wird der Ort seinen Namen auch gerecht. Es ging da wirklich steil bergauf zum Zentrum von Bergkamen, zur Fußgängerzone.

Leere Bergkamener Fußgängerzone

Es gibt da wirklich nichts zu sehen. Es ist die erste Fußgängerzone, wo ich mich wirklich frage, warum gibt es die überhaupt. Gar nichts so richtig an Geschäften. Die Fußgängerzone war schon am Samstag um 12 Uhr tot.

Ich hatte mir etwas mehr erhofft, aber seis drum, denn ich war noch kurz bei der Eissporthalle in Bergkamen.

Bergkamen Eissporthalle

Der EC Bergkamen ist bekannt für seine Fraueneishockeymannschaft, die in der höchsten deutschen Liga spielen.

Ich bin dann mit dem Rad auf der Weddinghoferstraße (K9) und dann Bambergstraße wieder zurück nach Kamen gefahren. Hier kam ich dann auf diesem Radweg, den ich hätte vorher befahren sollen.

Kurz war ich auch im Zentrum von Kamen, das aber sehr leer war. Die Geschäfte waren alle offen, aber es waren kaum Leute in der City. Waren sie alle in Dortmund oder alle beim Fußball?

Ich entschloss mich noch schwimmen zu gehen. Schwimmsachen hatte ich dabei und die bevorstehende Spätschicht zwang mich, wieder mich mehr zu bewegen. In Kamen gibt an der Straße „Am Schwimmbad“ ein Freibad, mit einem Sportbecken von 50 Metern. Ich war um 13 Uhr mit zwei älteren Frauen alleine im Freibad. Im Sportbecken war ich 15 Minuten ganz alleine. Mir ist das egal wo sich die anderen Menschen befinden. Das Freibad hat offen, ich habe meine Schwimmsachen dabei und ich kann meine Bahnen schwimmen.

Später war das Sportbecken mit drei Personen so voll, dass ich das verlassen habe.

Auf jeden Fall 45 Minuten war ich da und habe mich dann wieder umgezogen, um dann zu gehen.

Meine Befürchtung war, dass die Züge nach Dortmund mit BVB-Fans überfüllt sein könnten. Aus diesem Grund wollte ich welche nehmen, die zur Anstoßzeit um 15.30 Uhr gegen den FC Augsburg, nahe lagen, so dass sie nicht mehr voll sein würden.

Ich habe es dann mit dem RE 1 um 14.18 Uhr riskiert, nach Essen-Altenessen zu fahren.

Ich hätte auch den RE 11 nehmen können, unter normalen Umständen. Aber da an diesem Wochenende die Bahnstrecke zwischen Essen und Bochum über Wattenscheid ganz dicht ist, fährt der RE 11 (und RE 16) auch nur bis Bochum HBF. Der RE 6 fährt ja schon seit dem 05. August Essen HBF gar nicht mehr an. Nur noch die S1 und die RB 40 verkehren noch von Essen nach Bochum.

Eigentlich sollte das auch für immer reichen; ich meine auch im Berufsverkehr nach den Sommerferien. Mehr Linien braucht das Ruhrgebiet auch nicht, denn der RE 1, 6, 11 und 16 sind eigentlich total überflüssig. Dann müssen halt die Pendler etwas mehr zusammenrücken. Je weniger Linien fahren, desto mehr kann die Deutsche Bahn AG bauen. Die Reisende müssen ja auch mal verzichten. Das wird ja von den Grünen uns so eingehämmert.

Um 15.01 Uhr wider erwartend pünktlich war der RE1 in Essen-Altenessen. Ich war noch kurz einkaufen.

Obwohl Regen angesagt worden ist, konnte ich diesen geschickt ausweichen. Ich muss ja nicht immer total nass auf dem Rad werden, wie dieses eine Mal als ich von der Spätschicht vor knapp drei Wochen um 21.15 Uhr von Essen-Altenessen nach Stoppenberg nach Hause fuhr.

Veröffentlicht unter Allgemeines | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Gemischte Woche

Ich hatte noch zwei Urlaubstage nach dem Froscon-Wochenende. Früher bin ich immer sofort arbeiten gegangen, aber weil der Samstag immer so verplempert wird, hatte ich mir diesmal zweimal vorgenommen, danach frei zunehmen.

Also habe ich den Sonntag recht gemütlich verbracht, war nur so einbißchen in Stoppenberg unterwegs, am Montag wollte ich mit dem Rad und dem ÖPNV nach Dortmund. Eigentlich habe ich irgendwie immer das Freibad in Wellinghofen im Blickfeld.

Wellinghofen in Dortmund ist für mich nicht unbekannt. Die Handballfrauen vom Borussia Dortmund (die erste Mannschaft) spielt in der Sporthalle Am Lieberfeld (also sollte sie regulär, aber weil die Stadt Dortmund mit deren Sanierung so lange braucht, könnte es sein, dass der BVB auch in dieser Saison dort nicht spielt).

Vor vielen Jahren als der BVB noch erstklassig waren (heute sind sie es wieder, nach einigen Jahren in der 2. Liga Nord), war ich des Öfteren bei deren Heimspielen. Die Anfahrt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln ist vom Dortmunder Hauptbahnhof ziemlich kurz (U 49 bis Hacheney und dann mit einer der Buslinien nach „Am Lieberfeld“).

Aber ich entschied mich hier zu Hause für ein anderes Freibad, das in der Nähe der Signal Iduna Arena sich befindet.

V100 der Bug (stand am Essener Hauptbahnhof)

Aber so weit kam ich nicht, denn am Essener Hauptbahnhof kurz nach dem Kauf des Zusatztickets um 10.40 Uhr hieß es, dass es eine Oberleitungsstörung gab. Die Bahn hat den Verkehr eingestellt.

Ich bin dann nach einem kurzen Einkaufsbummel, wo ich mir auch erstmals eine Silikonbadekappe für 6,95 € gekauft habe, ins Grugabad gefahren. Schwimmen und Bahnen ziehen wollte ich auf jeden Fall.

Nachdem ich aus dem Grugabad zurück kam mit dem Rad, war die Sperrung zumindest nach Dortmund wegen der Oberleitungsstörung immer noch in Gange. Da waren schon zwei Stunden vergangen und später las ich, dass nach sechs Stunden, der Bahnbetrieb wieder aufgenommen werden konnte.

Am Dienstag habe ich mir eine neue Schwimmbrille gekauft, weil meine alte, die leckte immer wieder. Wenn Chlorwasser in die Brille eindringt, dann macht das Bahnen ziehen keinen Spaß. Die alte Brille hatte mich 26 € gekostet und war über zwei Jahre alt.

Ich war dann am Dienstag wieder schwimmen, im Grugabad. Bei +17 Grad war natürlich deutlich leerer als noch am Vortag. Wer geht schon bei +17 Grad schwimmen? Ich war ja schon in diesem Jahr bei +4 Grad Außentemperatur im Grugabad – also daher sind die 17 Grad ja gar nichts dagegen.

Düsseldorf S-Bahnhof Rath (Blick Richtung Süden)

Am Mittwoch musste ich dann wieder zur Arbeit. Ich bin an diesen drei Tagen immer über Ratingen Ost oder Düsseldorf Rath nach Hause gefahren, denn das Vertrauen, dass beim RE3 der Eurobahn eine Doppeltraktion verkehrt, ist dahin. Ich vertraue dem Unternehmen nicht mehr. Der Deutschen Bahn, der Nordwestbahn oder National Express ist es genau das dasselbe. Jedes dieser Unternehmen bringt immer die gleiche Ausrede, wenn es darum geht, an Waggons zu sparen.

Heute ist Freitag, endlich Wochenende, endlich tun und lassen was einem gefällt.

Stausee Kettwig (Fotos aus der fahrenden S 6 nach Essen HBF)

Mit meinem Iphone XR bin ich sehr zufrieden.

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu; die Temperaturen gehen langsam zurück; es fällt derzeit viel mehr Regen. Natürlich wird wie immer davon gesprochen, als ob kein Regen gefallen sei.

Am Wochenende beginnt die Frauenfußballbundesliga wieder. Die SG Essen-Schönebeck spielt gegen TSV Bayer 04 Leverkusen. Der 1. FFC Frankfurt hat aber am Freitag Abend Spiel Turbine Potsdam mit 3:2 geschlagen vor nur 2.550 Zuschauern. Da waren schon einmal mehr Zuschauer in Frankfurt bei einem solchen Spiel.

Veröffentlicht unter Allgemeines | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar