Total misslungen – normaler Alltag bei der Deutschen Bahn AG

Ich wollte gestern mal wieder nach ewig langer Zeit in die Sternwarte Recklinghausen. Ich habe mir noch extra die Schicht mit einem Kollegen getauscht, damit ich das wahrnehmen konnte und was war die Deutsche Bahn AG hat mir wieder alles versaut.

Gestern herrschte wieder totales Chaos auf der Schiene im Ruhrgebiet. Eigentlich ist das ja Normalität – kann man schon fast sagen.

Es gab soweit ich das gesehen hatte, Personen im Gleis südlich von Düsseldorf. Mein Zug, der RE2 nach Recklinghausen schien davon nicht betroffen zu sein. Zuvor gab es eine Oberleitungsstörung auf dem RE6 bei Dormagen, auch nicht mein Ding. Dachte ich.

Ich war um 18.00 Uhr auf dem Bahnsteig. Zu meiner Überraschung hat man den RE1, der immer, wirklich immer auf Gleis 1 hält auf Gleis 5 gewechselt und dieser hatte 40 Minuten Verspätung. Aber man hat das so was von ungeschickt gemacht, was man bei der Deutschen Bahn AG eigentlich gewöhnt sein müsste. Man hat die S1, die um 18.08 Uhr abfuhr, vor dem RE1 gesetzt. Der RE2 fährt um 18.13 Uhr ab. Nach der S1 kam der RE1, also hatte mein RE2 schon Verspätung. Wie viel wurde wie üblich nicht angezeigt.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr, Ankunft in Recklinghausen 19.04 Uhr mit dem RE2 und dann noch ca. 10 bis 15 Minuten mit dem Rad zur Sternwarte. Das war aus meiner Sicht schaffbar, denn ich kenne die Strecke in und auswendig, denn ich war mal wirklich Stammgast dort (früher, früher vor ca. 10 bis 15 Jahren und dann nur noch sporadisch).

Der RE1 kam also um 18.12 Uhr an. Hat die übliche Ein- und Aussteigezeit gebraucht und fuhr um ca. 18.15 Uhr ab. Mein RE2 kam 9 Minuten später an. Ich dachte, in Essen kommt der Zug normal planmäßig um 18.36 Uhr und fährt um 18.44 Uhr wieder los, also hätte er die Zeit wieder abgebaut. Das war noch in Düsseldorf Flughafen.

Aus der Vergangenheit, also in den letzten 6 Tagen weiß ich, dass der RE2 gerne in Mülheim HBF nie pünktlich war. Er kam immer relativ pünktlich an, aber hat die Wartezeit sehr gerne um 5 Minuten immer verlängert. Letztens ging eine Tür nahe dem Fahrradabteil nicht mehr zu. Es gab keinen Zugbegleiter im Zug, so dass niemand von der Bahn die Tür untersucht hätte oder sie so eingestellt hat, dass sie wieder zugeht. Ein Fahrgast hatte den richtigen Kniff und die Tür schloss sich. Also wenn wir Fahrgäste schon beinahe verpflichtet sind, die Türen der Züge der Deutschen Bahn AG zu reparieren, weil kein Zugbegleiter im Zug ist, dann Gute Nacht.

Mein RE2 war um 18.44 Uhr in Essen, fuhr dann schon mit zwei Minuten Verspätung ab. Kein Problem dachte ich und entspannte mich. Kurz vor Gelsenkirchen hat der Zug abermals halten müssen, vor einem Signal, wieder ging Zeit verloren. Weil ich dachte, das würde sich abermals wiederholen, bin ich in Gelsenkirchen ausgestiegen und bin nach Hause gefahren.

Der Vortrag fand dann ohne mich als Zuschauer statt.

In der letzten Woche bin ich mit der S1 um 20.18 Uhr von Düsseldorf Flughafen nach Essen HBF gefahren. Ich war mit der S-Bahn um 20.55 Uhr früher da als der RE2, der um 20.13 Uhr hätte abfahren und um 20.42 Uhr in Essen ankommen sollen. Wenn die S-Bahn, die an jeder sprichwörtlichen Milchkanne in Duisburg hält, schneller ist als ein Regional-Express, dann ist wirklich etwas faul. Der RE1, der um 20.28 Uhr von Düsseldorf Flughafen abfahren und um 20.53 Uhr in Essen sein soll, war auch an diesem Abend verspätet.

Viel später gab es noch eine Totalsperrung in Köln auf der Hohenzollernbrücke, wo ein Mann auf die Brücke geklettert ist und die Bahn hat den Verkehr eingestellt. Wenn Köln gesperrt ist, dann zieht sich das durch ganz NRW durch. Vielleicht einzelne Nebenstrecken sind davon nicht betroffen, aber der normale Verkehr schon. Und man kann sagen, eine Sperrung am Nachmittag dann häufen sich die Verspätungen bis in die Nacht, weil sehr viele Linien nur sehr kurze Pausenzeiten an ihren Endhaltestellen hat. Das hat zur Folge, dass dann viele Linien auch nicht zum regulären Endhaltepunkt fahren, sondern verkürzt.

Der RE2 hält diesem Falle nicht mehr in Düsseldorf Flughafen und Düsseldorf HBF, sondern fährt nur bis Duisburg HBF. Der dauerverspätete RE5 (selbst das Wochenende ist der RE5 Spitzenreiter) fährt dann nur bis Oberhausen oder Dinslaken.

Viel Ärger aber auch nur dann, wenn man etwas vorhat und auf eine sichere Pünktlichkeit angewiesen ist, dann geht es genau an diesem Tag schief. Hat man es nicht eilig, dann geht alles glatt. Daher muss man sich das wirklich gut überlegen, ob man so dicht auf Kante fährt. Den Zug um 17.13 Uhr hätte ich nehmen müssen. Das war der letzte Zug. Aber wie ich mich kenne, hat dieser Zug 40 Minuten Verspätung und fährt nur bis Wanne-Eickel HBF oder so ähnlich.

Es fährt auch nur der RE2 von Düsseldorf Flughafen bis Recklinghausen HBF.

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Nahtour durch Essen Karnap und Gelsenkirchen Horst

Schon der zweite sonnige Tag in Folge. So etwas muss man ausnutzen und ich war auch heute wieder unterwegs, aber diesmal keine große Tour, sondern alles im Nahbereich, Essen-Karnap, Gelsenkirchen Horst.

Aber es ist schon erstaunlich, was man sonst alles nicht sehen kann, wenn ich zum Beispiel mit dem Auto unterwegs gewesen wäre.

Losgefahren bin ich wieder über den Nordsternweg von der Gelsenkirchener Straße bei Zollverein nach zur Stadtgrenze Gelsenkirchen / Essen-Karnap. An der Emscher bin ich langsam entlang. Der Weg unterquert auch die Karnaper Str. (L448) und man kommt an der Obringer Voerde in Karnap aus. Über Walderney, Spanierwehr und Gravelottestraße bin ich zur Berswortschanze vorgedrungen. Ein Blick in die Straße ergab: Es hat sich völlig verändert, seit dem ich das letzte Mal dort war. In der Berswortschanze 20 wohnte damals meine Mutter und natürlich auch meine Oma. Die Straße vollzog hier eine Linkskurve und neben dem Haus standen viele Bäume und so einbißchen Wildnis. So kannte ich das, noch als meine Oma (Mia, Maria Goldberg) im Jahre 1986 starb. Heute stehen auf der früheren Wildnis, viele Häuser, hübsch, aber den damaligen Zustand fand ich besser.

In unmittelbarer Nachbarschaft steht das Müllheizkraftwerk von RWE. Hier hat mein Opa (den ich nie kannte, weil er 1977 beim Einstieg in die Straßenbahn einen Herzinfarkt erlitt, und auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb; ich bin Jahrgang 1978) im Kraftwerk gearbeitet.

Matthias-Stinnes Stadion in Essen Karnap

Bis zum ehemaligen Matthias Stinnes-Stadion, was mal ca. 18.000 Zuschauern Platz bot, habe ich das Rad geschoben, weil ich einige Trampelpfade gegangen bin. Hier fand auch unter dem DFB-Verbot das erste Frauenländerspiel statt. Viele Mannschaften spielten hier, die Zweitvertretung von RW Essen, der Bader SV und die TSG Karnap 07. Seit 2015 wurde es für die Unterbringung von Flüchtlingen verwendet und umgebaut. Nach dem Abbau der Zelte ist das Matthias-Stinnes Stadion wieder leer und kann für Fußballspiele in diesem Zustand nicht mehr benutzt werden. Schade, denn es hat in Essen große Tradition und vielleicht baut man es noch einmal wieder um.

Ich bin dann von der Arenbergstraße auf eine Bahntrasse mit der festen Absicht zum Bottrop Tetraeder gewesen zu fahren, aber dem war nicht so. Auf der Brücke der Emschertalbahn hatte ich von weitem ein grünes Signal gewesen, was bedeutet, dass in einem kurzem Zeitraum ein Zug vorbei fahren würde. Ich habe auch nicht so lange warten müssen bis einer kam. Von der Brücke aus sieht man in westlicher Richtung die Kokerei Prosper (dahinter liegt noch die aktive Zeche Prosper).

Irrtümlich gedacht, ich wäre in Bottrop ausgekommen, war ich doch in Gladbeck Brauck. Zuerst wusste ich nicht so recht, wo ich war, aber da der Tetraeder-Besuch nicht so wichtig war, bin ich frei nach Schnauze weiter Richtung Osten geradelt und kam zur Endhaltestelle der Linie 301 an der Essener Straße in Gelsenkirchen Horst aus. Vorbei am Schloss Horst und dem Hallenbad Horst bin ich in die Buererstraße abgebogen. Hier im St. Josef Krankenhaus ist meine Oma väterlichseits im Jahre 1989 an den Folgen eines Gehirntumors verstorben.

Weiter ging es Richtung Osten und ich bin an den Ruhr Oel-Werken Gelsenkirchen Horst vorbei gekommen. Heute ist das ein Teil von BP. Hier sieht man noch viele alte Zechenhäuser stehen. Sie sind zwar alle von außen renoviert worden, aber die Charakterzüge haben sie immer noch. Ich bin dann wieder am Hallenbad Horst ausgekommen und bin wieder nach Horst Zentrum Süd (wenn man so will) gefahren.

Eigentlich wollte ich die Industriestraße 77 besuchen, wo ein anderer Teil der Goldberg-Verwandtschaft wohnte (Willi und Edith Goldberg), aber ich wusste es nicht mehr genau, wo sich die Straße befand. Beim nächsten Mal mache ich es besser.

Ja, ein Navigationsgerät wäre gut gewesen, aber ohne habe ich speziell an solchen Tagen immer das wunderbare Gefühl, dass man unerwartet neues kennenlernen kann.

Ich bin wieder bewusst nach Essen Karnap gefahren, um auf den dortigen Friedhof nach der Verwandtschaft zu suchen. Die Ahnewinkelstraße am Friedhofeingang sieht immer noch so aus, wie in meiner Kindheit. Das Grab vom im zweiten Weltkrieg gefallenen Gustav Goldberg habe ich noch gefunden, die anderen Gräber, die wir damals aufgelassen haben, sind natürlich nicht mehr da, aber ich weiß noch die ungefähre Position. Neben Oma Mia liegt hier auch Tante Ani und Onkel Heini (Heinrich), so wie meine Ur-Ur Oma (also die Ticktack-Oma) begraben. Als Fahrradfahrer ist die Sicht der kleinen verwinkelten Straßen in diesem Teil Karnaps natürlich etwas ungewohnt.

Nordsternpark in Gelsenkirchen Horst

Zum Abschluss war ich mal wieder im Nordsternpark, der ehemalige Zeche Nordstern. Es zieht mich immer wieder dahin, obwohl der Park eher unbedeutend ist. Er ist zwar sehr groß, sehr weitläufig, hat aber nur eine kleine Gastronomie und hat mit Ausnahme des Amphitheater auch sonst keine besonderen Attraktionen. Auch ein Museum ist nicht vorhanden oder eine besondere regentaugliche Dauerausstellung im Freien. Am sogenannten Europator bin ich über den Ausgang Eggemannstraße wieder Richtung Essen-Katernberg gefahren und über den Nordsternweg zurück nach Stoppenberg.

Ich trug meine gestrige 3/4 schwarze Sporttight, darüber eine kurze schwarze Hose und die ganze Zeit mein blaues Sportshirt. Es war die ganze Zeit über doch recht frisch, denn es zogen immer wieder mal etwas dunklere Wolken auf. Wird Zeit, dass ich mich nach längeren Hosen Ausschau halte. Diese Woche ist das wegen der erneuten Spätschicht nicht möglich. Daher muss ich das auf den nächsten Samstag vertagen.

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Sonniges Wetter in der Landeshauptstadt

Bevor es in die Landeshauptstadt von NRW ging stand als Pflichttermin der Frisörbesuch bei mir an. Meine Kopfbehaarung war schon ins Unendliche gewachsen, dass es selbst mir nicht mehr schön war. Darum bin ich so gegen 9 Uhr am heutigen Samstag morgen mit dem Rad erst einmal nach Altendorf gefahren, dort wo ich mal gewohnt hatte.

Danach war ich noch kurz in der Stadtbibliothek, um zwei Bücher zurück zugeben und ich bin doch mit dem Zug um 10.21 Uhr ab Essen HBF nach Düsseldorf gefahren. Eigentlich hätte ich den RE1 um 10.09 Uhr noch nehmen können, der 10 Minuten Verspätung hatte, aber der war mir zu voll.

Ich schob da mein Rad über den Bahnsteig und eine Frau, die mit einer Frauengruppe und ihren Rädern beäugte mich nett. Sie trug auch (ich auch wieder) diese 3/4 enge schwarze Hose, eine kurze schwarze Hose darüber (wie ich das auch manchmal mache, manchmal muss man auch als Mann gut kleidungstechnisch kombinieren können). Leider stieg sie mit ihren Freundinnen in den vorausfahrenen RE1 ein. In einem Augenwinkel sah ich, dass das Fahrradabteil vom dem RE1 wieder typischerweise am Samstag pickpackevoll war. Das tue ich mir nicht an, nicht am Samstag und auch nicht, wenn ich vorher nett von dieser blond haarigen Frau beäugt wurde. Ich bin mit dem RE2 gefahren. Witzigerweise war der gleiche Zugbegleiter im Zug, der auch meistens mit dem RE2 um 20.13 Uhr ab Düsseldorf Flughafen Richtung Münster/Westfalen mitfährt. Beim letzten Mal, vorgestern, hatte ich ihm noch einen schönen Abend gewünscht.

Ich hatte das gesagt, weil ich das doch blöd finde, man sieht sich jeden Abend im Zug und in der späten Stunde kann man das schon sagen. Heute fragte ich ihn, als er meine Fahrkarte kontrolliert hatte, ob er eine andere Schicht hätte, als sonst üblich? Er sagte, dass er die Abendschicht gerne machen würde. Als Zugbegleiter würde man auch schon um 4.00 Uhr morgens anfangen. Das ist arg früh.

Rheinpromenade in Düsseldorf

Bis Düsseldorf HBF bin ich mit dem Zug gefahren und schließlich über den Graf-Adolf-Platz zum Rhein. Ich glaube, ich war heute das allererste Mal in meinem Leben in der Düsseldorfer Innenstadt mit einem/meinem Rad. Gewiss Düsseldorf ist schön, sehr schön, aber da shoppen zu gehen, fällt mir immer schwer. Es ist mir einfach zu voll.

Rheinbad in Düsseldorf

Mein anderes Ziel war das Rheinbad, an der Esprit Arena von Fortuna Düsseldorf. Über die vielen kleineren und größeren Straßen bin ich bis zum Messegelände gekommen. Das altgriechische Labyrinth ist noch einfacher zu verstehen. Ich bin von der Rotterdamer Straße den Schildern für Autofahrern „Rheinbad“ gefolgt, bis zur Anschlussstelle der A44 wo dann für Autofahrer links ging, aber für Fahrrad verboten war zu fahren. Schließlich bin ich bis zu den Messehallen gekommen, habe noch einen „Pförtner“ gefragt, der hatte es mir auch erklärt, aber ich musste noch einen anderen „Pförtner“ fragen, bis ich endlich am Rheinbad ankam.

Heute war auch noch Hundeschwimmen. Alle Freibäder machen bis sie das Wasser ablassen noch ein Hundeschwimmen im Freibad. Manche Freibäder machen auch Klamotten baden (was mir eigentlich lieber wäre), aber Hundeschwimmen ist nun mal der ganz große Renner zurzeit.

So bin ich mit den normalen Schwimmklamotten im ganz normalen Hallenbad des Rheinbads schwimmen gewesen. Das Bad hat sogar ein 50 Meter Becken. Ich war bislang in so vielen Hallenbädern außerhalb von Essen. Mir hat bislang jedes noch besser gefallen, als die Essener wo ich früher war. Auch dieses hier war sehr schön und auch nicht überlaufen. Die Essener Bäder sind immer so eng, überlaufen und einfach nicht schön. Egal wie gut sie renoviert haben.

Jüngere Frauen von einer Schwimmschule, die in einem Neopren Shorty gekleidet waren, brachten Kinder das Schwimmen bei. Witzigerweise war der Rückenbereich bei einer dieser jungen Frauen nicht ganz zu gedeckt. Diese Shorts haben einen Reißverschluss der mit einer langen Kordel behangen ist, so dass man sich den auch selber zumachen kann. Ob sie das so mit Absicht gemacht hat oder sie selber und die anderen das nicht bemerkt hatten, weiß ich nicht. So ein Neopren Shorty würde mir auch sehr gut gefallen, aber bislang konnte ich mich nicht dazu überreden, auch so ein Teil zu kaufen. Aber bei meiner Jammer-Badehose, die ich heute immer sehr sehr gerne trage und die mir sowas ans Herz gewachsen ist, hatte ich mich auch anfangs schwer getan, diese zu kaufen.

Skeptiker werden jetzt wieder entgegen, dass die alte klassische Badehose auch gut täte, warum wiederum eine neue und warum so etwas. Dann wird mal wieder etwas in Verbindung gebracht, was nur zum Teil stimmt, vielleicht auch nur sich vor dem Neuem zu bewahren.

Das Bad hat auch ein Außenbecken (und ist eigentlich so vom Typus ein ganz normales Hallenbad und wird nicht als Freizeitbad deklariert). Dieses Außenbecken war gut temperiert und abgetrennt vom Freibadteil, wo sich jetzt die Hunde vergnügten. Ein gefühlter Test der Wassertemperatur mit einer Hand von diesem „Hundebecken“ ergab, dass diese wohl bei unter 20 Grad gelegen haben muss. Es war deutlich kühler als das Außenbecken wo ich drin war.

4,60 Euro kostet der Eintritt für Erwachsene, aber durch das Außenbecken, das laut Homepage das ganze Jahr angeboten wird, und dem 50 Meter Becken und dem normalen 25 Meter Becken mit einem kleinen Becken, das einen Hubboden hatte, denke ich, ist der Preis akzeptabel. Hallenbäder für unter 4 Euro gibt es sowieso in NRW wohl nur ganz wenige.

Würde ich wiederkommen? Ich denke schon, aber am wahrscheinlichsten ist, dass ich das nach meiner Frühschicht machen würde.

Auf dem Rückweg bin ich an Düsseldorf Unterrath vorbeigekommen und dann knapp den ISS Dome (auch der Spielort der Düsseldorfer EG (Eishockey)). Hier wird derzeit an einer neuen Stadtbahnverbindung (oberirdisch) gearbeitet. Ich bin aber „Am Hülserhof/Broicherstraße nach Ratingen abgebogen und dann schließlich in die Volkardeyer Straße. Ich wollte noch in die Ratinger Geschäfte in der Ratinger Innenstadt, aber die waren am späten Nachmittag schon fast alle zu und die Gastronomiebetriebe rund um den St. Peter und Paul Dom waren restlos belegt. Es war ja auch super sonnig und doch sehr warm geworden. Zu dieser Uhrzeit trug ich nur noch ein T-Shirt und meine 3/4 Hose. Das dicke Langarmshirt von heute morgen, hatte ich in die Fahrradtasche gesteckt, wo auch noch die orange Regenjacke drin war. Ich war mir nicht so ganz sicher mit dem Wetter.

Über den Ratinger S-Bahnhof bin ich dann wieder nach Hause gefahren (S-Bahn bis Essen HBF) und bin noch bei REWE bei mir in Stoppenberg gewesen. Vom Kassenpersonal war mir sofort jemand aufgefallen, als ich reingekommen bin. Ich habe mich auch dann bewusst an diese Kasse angestellt und keine Ahnung; ich war in guter Laune und sie auch und wir beide strahlten um die Wette uns an.

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Nur noch wenige Tage

Die Zeit naht, alles hat mal ein Ende. Auch technische Apparaturen müssen mal Lebewohl sagen.

Nur noch wenige Tage bis Cassini in die Saturn-Atmosphäre absichtlich verglühen wird. Fast keine andere Mission ist mir so nahe gestanden wie diese. Nur noch Spirit und Opportunity, die beiden kleinen Roverfahrzeuge auf dem Mars haben mich in ihren unermüdlichen Lebenerhaltungsgeist genauso fasziniert.

Noch schwebt sie durch das Saturn-System. Sie ist momentan noch 1,2 Millionen km von ihrem Grab, der Saturnatmosphäre entfernt. Die Distanz ist wird laufend kleiner. Die Geschwindigkeit nimmt aufgrund der Gravitation des Saturns stetig zu.

Heute werden die letzten Bilder von ihrem letzten Vorbeiflug am Titan, dem einzigen Mond im Sonnensystem mit einer dichten Methan (CH4) und Ethan (C2H6)-Atmosphäre, einem Durchmesser von 5.150 km, wohl bei uns ankommen.

Was nach Cassini kommen wird, ist ungewiss. Mir sind keine neuen Saturn-Missionen bekannt. Klar, es wird einige Durchflüge durch das Saturn-System geben, eine dauerhafte Mission im System vom Herrn der Ringe wird in absehbarer Zeit nicht geben.

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Hallenbad-, Museums-, Regenjackenwetter / Gedanken zum Montag

Der Tag hat schon wieder mit Regen begonnen (was sonst). Klar war das gestern nur eine Regenpause (zum Glück an einem Tag am Wochenende). Ab heute bekommen alle Blumen und Bäume wieder genügend Wasser, damit sie wunderbar gedeihen können, was auch bedeutet, dass die Pflanzen, was wir als Unkraut nicht würdevoll bezeichnen auch durch alle Ritzen von unseren Wegen hervorkrabbelt.

Jeder Hobbygärtner freut sich doch tierisch, macht nicht enden wollende Jubeltänze. Er kann jetzt jeden Tag tanzen, denn der Regen wird uns bis mindestens Donnerstag am ganzen Tag treu bleiben und womöglich auch noch in der Nacht. Natürlich wird das auch die Bauern freuen. Endlich kommt der lang ersehnte Regen. In Deutschland ist doch der Regen immer eine sehr positive Naturkonstante, die Sonne ist hässlich, vor allem die ganzen Menschen, die draußen sitzen und lachen und die Anwohner bei ihrem Schlaf stören, müssen jetzt ins Gebäude.

Meine Regenjacke

Für das Fahrrad fahren hatte ich mir in der letzten Woche eine Regenjacke gekauft. Ich hatte mir auch mal einen Regenponcho anprobiert, aber den fand ich doch einwenig albern. Nee, da muss als Hose etwas anderes her. Eine Jeanshose kommt nicht in Betracht. Temperaturmäßig kann man sich noch mit der Sportkleidung begnügen und dann auf der Arbeit die Jeanshose drüber anziehen (was ich bislang immer gemacht habe), aber auf Dauer für die kühleren Monate brauche ich etwas anderes. Ob ich mal in der Wanderabteilung der Sportgeschäfte nachschauen soll? Da müssten doch wasserabweisende Hosen vorhanden sein und wenn ich dann eine oder zwei für das Stück 100 Euro bezahle ist, ist auch gut, aber dann müssen sie ihre Funktion auch gerecht werden. Am liebsten hätte ich auch eine helle wasserabweisende Jacke.

Das Fahrradfahren verlangt andere Kleidungsarten als der Otto-Normalbürger, der sich morgens ins Auto oder in die öffentlichen Verkehrsmittel setzt. Ich finde es auch gut, denn dann verändert sich auch die Kleidungsstile und man bleibt nicht ewig bei der Jeanshose sitzen. Ja, die Jeans als Hose ist noch akzeptabel aber als Jacke oder Shorts oder sonst was fand ich sie immer ätzend. Nein, die Buntfaltenhose ist genauso ätzend.

Die Hose muss auch rissfest sein, was man meinen Jeanshosen nicht behaupten kann. Diese Hose sollte auch nicht zu schwer sein, denn das ist der entscheidende Nachteil der Jeans beim Fahrradfahren. Ich schaue schon emsig, seit Wochen durch die verschiedenen Sportgeschäfte. Nein, im normalen Hosen-/ Bekleidungsladen wird man so etwas nicht finden. Da findet man Kleidung nur Nicht-Radfahrer.

Wahrscheinlich ist auch das der Hauptgrund warum für viele Menschen, das Radfahren in der ungemütlichen Jahreszeiten endet, weil es keine richtige passende Kleidung dafür gibt. Gäbe es passende Kleidung, wären Pfützen, kleine Regeneinlagen, Kälte auch kein Hindernisgrund auch im Herbst/Winter das Rad regelmäßig zu benutzen.

In Kopenhagen sollen die Radwege als erstes vom Schnee geräumt werden und dann die Autofahrstraßen. Das ist in Deutschland undenkbar und vor allem in Essen. Hier hat die EBE das Personal soweit auf das äußerste Minimum reduziert; da funktioniert nicht einmal der normale Winterdienst auf den Straßen nicht. Das Personal ist restlos überfordert, wenn es schneit. Radwege werden erst mit der Schneeschmelze geräumt, das heißt: man wartet bis der Schnee da geschmolzen ist, aber Radfahren in Essen ist sowieso nur etwas für Spinner wie mich; den Ausbau von Radwegen hat man auf Jahre gestrichen, komplett gestrichen und in anderen Ruhrgebietsstädten sieht es ähnlich aus. Bei meinen Fahrten stelle ich allerdings fest, dass alleine Essen, Gelsenkirchen und Mülheim die allerschlechtesten Netze haben. Bochum und Herne schnitten bei meinen Fahrten erfreulich gut ab. Ist immer noch schlecht, aber besser als Essen, Gelsenkirchen und Mülheim.

Alle Radwege in Essen (wenn man vom RS1 absieht) haben noch den gleichen Zustand (Backwinkelstraße mal abgesehen, aber der ist nicht benutzungspflichtig) wie in meiner Kindheit vor 20 bis 25 Jahren. Seitdem hat die Stadt nichts mehr daran gemacht. Daran ist nicht nur Herr Kufen, Paß oder Herr Reiniger (aktueller, und ehemalige Oberbürgermeister) Schuld, sondern noch deren Vorgänger. Mich wundert, dass Essen nicht jedes Mal seit 1991 die Rostige Speiche bekommt. Das ist der Preis für das schlechteste Netz, was eine Stadt zu bieten hat. 1991 hatte Essen diesen Preis erhalten. Ich vermute darauf ist man immer noch sehr stolz, denn man ruht sich immer noch sehr aus.

Denn nicht nur die Radwegeinfrastruktur ist hinüber, auch die andere. Ich weiß, Essen ist bettelarm, man hat sich jahrzehntelang auf die Dividende von der RWE AG verlassen. Aber als dort das Geld noch mehr sprudelte, hat man nichts besonderes macht, außer für RWE (Rot-Weiß Essen, nicht für die RWE AG) ein neues Stadion zu bauen. Ja, da spielt auch die SG Essen-Schönebeck (1. Liga Frauen, Fußball), aber auch nur weil man sich überreden ließ, dorthin zu wechseln. Die Sportanlage Am Hallo in Stoppenberg ist auch bei dem heutigen Zuschauerschnitt von 1.100 Zuschauern immer noch ausreichend (Fassungsvermögen hat die Sportanlage am Hauptplatz von 3.700 Zuschauern).

Der Verein spielt immer die Nachwuchskarte aus. So spielt auch die erste Mannschaft. Erst hoffnungsvoll gut in der Hinrunde und in der Rückrunde, wenn sie genügend Punkte gemacht haben, dann wissen sie nicht mehr wie sie vorher gespielt haben. Nachwuchsförderung ist gut, aber wenn man diese Karte zu lange ausspielt, von Seiten des Vorstands, dann wird sich auch langweilig. Dann hat man die junge Spielerin aus xxx geholt, die hat so unglaubliches Talent und die passt so gut ins Team und blablabla. Und nicht nur eine, sondern gleich drei oder vier oder man hievte eine Spielerin von der A-Jugend direkt in die erste Mannschaft (andere müssen sich erst einmal durch die zweite Mannschaft ihr Können beweisen und auch reifen, ehe sie dann vielleicht in die Erste geholt wurden).  Jetzt hat man endlich nach 4 oder 5 Jahren erfahrende Spielerinnen geholt. Das wurde auch endlich Zeit.

Ich wäre für einen Umzug zum Hallo. Vielleicht hätte man dann für das Geld für das man die Stadionnutzung an der Hafenstraße ausgegeben hat, einen besseren Kader zusammenstellen können und auch Stimmungsmäßig (also von den Zuschauern) passt der Hallo immer noch sehr gut. Alle anderen Mannschaften in der 1. Liga bis auf Frankfurt und Potsdam spielen in ähnlichen Stadien, wie das der Hallo.

Na ja, einige Gedanken zum Montag von mir.

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