Hallenbad-, Museums-, Regenjackenwetter / Gedanken zum Montag

Der Tag hat schon wieder mit Regen begonnen (was sonst). Klar war das gestern nur eine Regenpause (zum Glück an einem Tag am Wochenende). Ab heute bekommen alle Blumen und Bäume wieder genügend Wasser, damit sie wunderbar gedeihen können, was auch bedeutet, dass die Pflanzen, was wir als Unkraut nicht würdevoll bezeichnen auch durch alle Ritzen von unseren Wegen hervorkrabbelt.

Jeder Hobbygärtner freut sich doch tierisch, macht nicht enden wollende Jubeltänze. Er kann jetzt jeden Tag tanzen, denn der Regen wird uns bis mindestens Donnerstag am ganzen Tag treu bleiben und womöglich auch noch in der Nacht. Natürlich wird das auch die Bauern freuen. Endlich kommt der lang ersehnte Regen. In Deutschland ist doch der Regen immer eine sehr positive Naturkonstante, die Sonne ist hässlich, vor allem die ganzen Menschen, die draußen sitzen und lachen und die Anwohner bei ihrem Schlaf stören, müssen jetzt ins Gebäude.

Meine Regenjacke

Für das Fahrrad fahren hatte ich mir in der letzten Woche eine Regenjacke gekauft. Ich hatte mir auch mal einen Regenponcho anprobiert, aber den fand ich doch einwenig albern. Nee, da muss als Hose etwas anderes her. Eine Jeanshose kommt nicht in Betracht. Temperaturmäßig kann man sich noch mit der Sportkleidung begnügen und dann auf der Arbeit die Jeanshose drüber anziehen (was ich bislang immer gemacht habe), aber auf Dauer für die kühleren Monate brauche ich etwas anderes. Ob ich mal in der Wanderabteilung der Sportgeschäfte nachschauen soll? Da müssten doch wasserabweisende Hosen vorhanden sein und wenn ich dann eine oder zwei für das Stück 100 Euro bezahle ist, ist auch gut, aber dann müssen sie ihre Funktion auch gerecht werden. Am liebsten hätte ich auch eine helle wasserabweisende Jacke.

Das Fahrradfahren verlangt andere Kleidungsarten als der Otto-Normalbürger, der sich morgens ins Auto oder in die öffentlichen Verkehrsmittel setzt. Ich finde es auch gut, denn dann verändert sich auch die Kleidungsstile und man bleibt nicht ewig bei der Jeanshose sitzen. Ja, die Jeans als Hose ist noch akzeptabel aber als Jacke oder Shorts oder sonst was fand ich sie immer ätzend. Nein, die Buntfaltenhose ist genauso ätzend.

Die Hose muss auch rissfest sein, was man meinen Jeanshosen nicht behaupten kann. Diese Hose sollte auch nicht zu schwer sein, denn das ist der entscheidende Nachteil der Jeans beim Fahrradfahren. Ich schaue schon emsig, seit Wochen durch die verschiedenen Sportgeschäfte. Nein, im normalen Hosen-/ Bekleidungsladen wird man so etwas nicht finden. Da findet man Kleidung nur Nicht-Radfahrer.

Wahrscheinlich ist auch das der Hauptgrund warum für viele Menschen, das Radfahren in der ungemütlichen Jahreszeiten endet, weil es keine richtige passende Kleidung dafür gibt. Gäbe es passende Kleidung, wären Pfützen, kleine Regeneinlagen, Kälte auch kein Hindernisgrund auch im Herbst/Winter das Rad regelmäßig zu benutzen.

In Kopenhagen sollen die Radwege als erstes vom Schnee geräumt werden und dann die Autofahrstraßen. Das ist in Deutschland undenkbar und vor allem in Essen. Hier hat die EBE das Personal soweit auf das äußerste Minimum reduziert; da funktioniert nicht einmal der normale Winterdienst auf den Straßen nicht. Das Personal ist restlos überfordert, wenn es schneit. Radwege werden erst mit der Schneeschmelze geräumt, das heißt: man wartet bis der Schnee da geschmolzen ist, aber Radfahren in Essen ist sowieso nur etwas für Spinner wie mich; den Ausbau von Radwegen hat man auf Jahre gestrichen, komplett gestrichen und in anderen Ruhrgebietsstädten sieht es ähnlich aus. Bei meinen Fahrten stelle ich allerdings fest, dass alleine Essen, Gelsenkirchen und Mülheim die allerschlechtesten Netze haben. Bochum und Herne schnitten bei meinen Fahrten erfreulich gut ab. Ist immer noch schlecht, aber besser als Essen, Gelsenkirchen und Mülheim.

Alle Radwege in Essen (wenn man vom RS1 absieht) haben noch den gleichen Zustand (Backwinkelstraße mal abgesehen, aber der ist nicht benutzungspflichtig) wie in meiner Kindheit vor 20 bis 25 Jahren. Seitdem hat die Stadt nichts mehr daran gemacht. Daran ist nicht nur Herr Kufen, Paß oder Herr Reiniger (aktueller, und ehemalige Oberbürgermeister) Schuld, sondern noch deren Vorgänger. Mich wundert, dass Essen nicht jedes Mal seit 1991 die Rostige Speiche bekommt. Das ist der Preis für das schlechteste Netz, was eine Stadt zu bieten hat. 1991 hatte Essen diesen Preis erhalten. Ich vermute darauf ist man immer noch sehr stolz, denn man ruht sich immer noch sehr aus.

Denn nicht nur die Radwegeinfrastruktur ist hinüber, auch die andere. Ich weiß, Essen ist bettelarm, man hat sich jahrzehntelang auf die Dividende von der RWE AG verlassen. Aber als dort das Geld noch mehr sprudelte, hat man nichts besonderes macht, außer für RWE (Rot-Weiß Essen, nicht für die RWE AG) ein neues Stadion zu bauen. Ja, da spielt auch die SG Essen-Schönebeck (1. Liga Frauen, Fußball), aber auch nur weil man sich überreden ließ, dorthin zu wechseln. Die Sportanlage Am Hallo in Stoppenberg ist auch bei dem heutigen Zuschauerschnitt von 1.100 Zuschauern immer noch ausreichend (Fassungsvermögen hat die Sportanlage am Hauptplatz von 3.700 Zuschauern).

Der Verein spielt immer die Nachwuchskarte aus. So spielt auch die erste Mannschaft. Erst hoffnungsvoll gut in der Hinrunde und in der Rückrunde, wenn sie genügend Punkte gemacht haben, dann wissen sie nicht mehr wie sie vorher gespielt haben. Nachwuchsförderung ist gut, aber wenn man diese Karte zu lange ausspielt, von Seiten des Vorstands, dann wird sich auch langweilig. Dann hat man die junge Spielerin aus xxx geholt, die hat so unglaubliches Talent und die passt so gut ins Team und blablabla. Und nicht nur eine, sondern gleich drei oder vier oder man hievte eine Spielerin von der A-Jugend direkt in die erste Mannschaft (andere müssen sich erst einmal durch die zweite Mannschaft ihr Können beweisen und auch reifen, ehe sie dann vielleicht in die Erste geholt wurden).  Jetzt hat man endlich nach 4 oder 5 Jahren erfahrende Spielerinnen geholt. Das wurde auch endlich Zeit.

Ich wäre für einen Umzug zum Hallo. Vielleicht hätte man dann für das Geld für das man die Stadionnutzung an der Hafenstraße ausgegeben hat, einen besseren Kader zusammenstellen können und auch Stimmungsmäßig (also von den Zuschauern) passt der Hallo immer noch sehr gut. Alle anderen Mannschaften in der 1. Liga bis auf Frankfurt und Potsdam spielen in ähnlichen Stadien, wie das der Hallo.

Na ja, einige Gedanken zum Montag von mir.

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