Wieder eine massive Bahnstörung ab Duisburg

Ja. Das stimmt.

Es gab heute morgen wieder eine massive Störung zwischen Duisburg und Düsseldorf.

Heute morgen sah ich schon im Essener HBF fast nur noch weiß hinter den Zielorten und ich wusste, dass es wohl um 7.30 Uhr schlecht sein könnte heute zur Arbeit zu gelangen. Die S1 um 7.35 Uhr hatte 10 Minuten Verspätung, eine S9 nach Bottrop 60 Minuten Verspätung, der RE11 nach Düsseldorf 30 Minuten Verspätung.

Wegen Weiberfastnacht gab es einen zusätzlichen RE1 nach Köln. Es wurden zwar alte Waggons eingesetzt, die ich noch aus Leipzig/Halle ca. 2008 her kannte. Aber egal. Ich freute mich. Ich habe mich bis Duisburg HBF gefreut. Da hieß es wegen einer Oberleitungsstörung kann derzeit kein Zug nach Düsseldorf fahren. Wie lange es anhalten würde, weiß niemand.

Ich bin dann doch auf die Zugtoilette gegangen. Da hieß es auf einmal, dass dieser RE1 über Krefeld und Neuss nach Köln umgeleitet wird. Ich musste meinen Toilettengang unterbrechen, bin hastig mit dem Fahrrad aus dem Zug raus und in den gegenüberstehenden RE19 eingestiegen. Von 7.45 Uhr bis 8.35 Uhr stand ich nun im Duisburger HBF.

Vom Duisburger HBF bis zur Arbeit in Düsseldorf Lichtenbroich brauche ich mit dem Rad eine Stunde und bei Minusgraden wollte ich nun wirklich nicht fahren. Und IMMER enden die Züge in Duisburg. IMMER gibt es dann dort eine Störung.

Ich bin um 7.00 Uhr von zu Hause losgefahren, hatte noch schnell etwas erledigt (Überweisungen abgeschickt) und habe mir den Luxus gegönnt noch eine Zeitschrift zu kaufen. Letzteres war wieder ein Fehler, denn dadurch bin ich nicht mit dem RE6 um 7.32 Uhr gefahren, der anscheinend durchgefahren ist.

Leute, die nur ganz selten mit der Bahn fahren, werden jetzt sagen: „Die Bahn ist total unschuldig, dafür kann die arme Bahn nichts etc… “

Letzte Woche gab es ja auch diese Stellwerksstörung.

Nein, das Auto ist keine Alternative. Die Zeiten vom zäh fließenden Verkehr, Tempo 10 bis 20 auf der A52 auf der Mintarder Brücke, weil der tägliche Unfall, die tägliche Baustelle möchte ich nicht wieder erleben. Zumal man im Auto keine Toilette hat.

Die Alternative ist ein Job wieder in Essen oder in ganz naher Umgebung. Aber das ist auch keine 100%ige Garantie, denn aus den 14 Jahren weiß ich, als ich immer nach Kupferdreh gefahren bin, die S9 und besonders die EVAG Linie 177 haben mich oftmals auch in den Wahnsinn getrieben.

Ich dachte, das wäre jetzt behoben, aber denkste. Wahrscheinlich weil es wieder Winter ist und irgendwie ist unsere deutsche moderne Infrastruktur nicht mehr auf diese klimatischen Verhältnisse eingestellt.

Das andere Übel ist, ist auch in unserer Kultur zu suchen. Wir Deutschen sind auf Pünktlichkeit getrimmt. Ich habe auch keine Gleitzeit mehr am Morgen, die ich früher zwischen 7 Uhr und 9 Uhr hatte und selbst danach waren 20 Minuten später kein Beinbruch. In dem jetzigen Unternehmen sind schon 60 Sekunden später ein Weltuntergang, einmalig natürlich nicht, aber wenn das jeden Tag so ist, dann ja. Daher fahre ich auch morgens 2 bis 2,5 Stunden vorher los, damit die Störungen bei der Bahn eher verkraften kann.

Auch wenn ich wenn an den normalen Tagen viel früher komme, darf ich nicht früher gehen. Die 30 bis 45 Minuten, die ich früher komme, werden nirgendwo gut geschrieben. Es zählt nur die tatsächliche Zeit, wo meine Arbeitszeit ist. Früher war es in den 14 Jahren so, dass ich wenn ich früher kam, kam die Zeit auf ein Konto, wo ich später Gleitzeittage nehmen konnte zusätzlich zu den normalen Urlaubstagen. Das gibt es in diesem Unternehmen nicht.

Ich hatte damals meistens so um die 9 Überstunden auf dem Konto und konnte dementsprechend zu meinen 30 Urlaubstagen noch 6 Gleitzeittage im Jahr nehmen und das als Teilzeitkraft, 20 Stunden in der Woche (zusätzlich habe ich an umfangreichen Fortbildungen teilgenommen, auch wenn ich dann nur wegen dieser Fortbildungsmaßnahme zur Arbeit kam, Weihnachts-/Urlaubsgeld, Prämienzuschlag einmal im Jahr, und 1.000 Euro einmal im Jahr). In dieser Zeit habe ich ja mich auch privat sehr viel weiter gebildet. Meine Fremdsprachenkenntnisse rühren aus dieser Zeit, als ich noch in jeder Woche zur VHS wegen Spanisch, Französisch und Niederländisch gehen konnte, Ehrenämter ausführen konnte in der VHS und im Sportverein und vieles mehr.

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