Zons-Dormagen-Nievenheim-Norf-Neuss-Düsseldorf

Die ursprüngliche Route sah für heute etwas anderes aus, aber durch einen unglücklichen Zustand, habe ich meine Tagesroute geändert, spontan. Ich bin ja sehr flexibel.

Ich bin am Morgen mit dem RE1 nach Düsseldorf-Benrath gefahren. Aufgrund der Baustelle zwischen Benrath und Köln war ich mir auch nicht sicher, ob dieser auch hier noch halten würde. Leverkusen war mir klar, aber Benrath wusste ich nicht. Ich habe den Zugbegleiter gefragt und der konnte mir das bestätigen.

Am Bahnhof Benrath bin ich nun ausgestiegen und bin mit dem Rad zur Anlegerstelle in Urdenbach gefahren. Die Route hatte ich vorher nicht ausgeklügelt, sondern ich habe improvisiert. Ich wusste nur, wenn ich den Haltestellen der Buslinie 789 nach Monheim folgen würde, müsste ich zum Fähranleger kommen. Mit dieser Buslinie bin ich schon mal gefahren.

Der Fähranleger befindet sich südlich von Urdenbach. Die Autofähre verkehrt sehr oft am Tage. Die Überfahrt dauert nur einige Minuten und kostet für Fahrradfahrer 2 Euro. Weil derjenige, der das Geld einkassiert, einen ihm bekannten Autofahrer sich über Gott und die Welt austauschte, dachte ich die Fähre wäre schneller in Zons als er das Geld einkassiert hätte.

Mir ist allerdings nicht logisch ersichtlich, warum sich Frauen bei wolkenlosen Himmel und warmen, sehr warmen Temperaturen, sich urplötzlich über ihrem T-Shirt noch ein Langarmshirt oder gar eine Jacke überziehen. Gibt es welche, die bei +27 Grad noch frieren?

Zons „Eingang“

Zons, die Stadt Zons, eingemeindet 1975 nach Dormagen, ist wohl allen bekannt. Eulen nach Athen tragen würde man das nennen, zumindest aus Rheinland-Sicht. Der heutige Stadtteil hat 5.300 Einwohner und noch den historischen Kern der ehemaligen Stadt. Dieser Kern ist allerdings auch durch Autos befahrbar, was leider den historischen Flair zunichte macht.

Die Beschreibungen über die historischen Anlagen sind auch auf Niederländisch, was mich doch verwunderte.

Zons Rheinstraße

Über die Wiesenstraße bin ich dann nach Rheinfeld gekommen. Der Ortsteil hat 5.400 Einwohner und wirkt sehr trostlos. Auch wenn es mal einen Hof im Mittelalter gab, so wirkt der Ortsteil sehr nach einem Neubaugebiet. Rheinfeld grenzt an Dormagen Mitte.

In Dormagen Mitte wo ich schon so einige Male war, bauten einige Leute einige Stände für den Bücherflohmarkt auf. Die Fußgängerzone, die Kölner Straße, ist sehr lang gestreckt und mündet im direkten Verlauf in die Florastraße, welche zum Bahnhof von Dormagen führt. Er liegt etwas außerhalb von der Innenstadt.

Auf der Krefelder Straße, die in die B9 mündet, habe ich auf dem Weg nach Neuss gemacht. 16 km wurden anfangs in der Dormagener Innenstadt angezeigt. Anfangs sah es auch so aus, dass ich auf der schnurgeraden B9 geradewegs nach Neuss kommen würde. Allerdings an der Edisonstraße zwang mich eine Baustelle von der B9 abzuweichen und so bin ich nach Delrath und Nievenheim gekommen. Ich wollte doch nordwärts und nicht westwärts (wäre auch wahrscheinlich in Grevenbroich ausgekommen).

Aber so passierte das Neusser Stadtgebiet zuerst den Stadtteil Allerheiligen, hier wohnen nur Heilige und dann später auch Norf. Im Schatten der Norfer Sankt Andreas Kirche habe ich mich mit meinen zwei Rosinenbrötchen aus Dormagen und der mitgeführten Flasche Wasser ausgeruht. Einmal verfranst und schon kommt man vom Weg ab, den ich aber doch recht schnell wieder gefunden hatte.

Neuss Norf Sankt Andreas Kirche

An der Vellbrüggener Straße fuhr ich weiter nordwärts über Erfttal und Gnadental zum Neusser Zentrum. In Zentrum habe ich den Nordkanal gefunden, den einst Napoléon bauen wollte. Hier war ich bislang noch nie. Man soll sich nicht so sehr auf die Schilder vertrauen. Wäre ich diese weitergefahren, wäre ich in Kaarst ausgekommen, dabei wollte ich zur Neusser Innenstadt.

Hier wollte ich eigentlich etwas essen, so wie gestern in Haltern-Mitte. Aber hier war Ramba-Zamba, High-Life. Nach einige Stunden im Sattel war mir aber nicht dazu zumute in der Sonne bei lauter Musik und sehr voller Neusser Innenstadt (verkaufsoffener Sonntag) noch da etwas zu essen.

Außerhalb der Innenstadt gab es auch nichts, also bin ich nach Düsseldorf gefahren. Nicht über Heerdt und Oberkassel, sondern vorbei am Neusser Rheinpark Center (Wahnsinn, ein Möbelhaus (Höffner) so groß, dass man dort fast mit dem Rad durchfahren muss). Wer da nichts findet, ist wohl selbst Schuld.

Josef-Kardinal Brücke bei Düsseldorf-Hamm

Über die Josef-Kardinal-Frings Brücke (B1) habe ich den Rhein überquert und fuhr zum Landtag. Auch hier wieder Ramba-Zamba; Stadtradeln. Leute, die man sonst nicht sieht, waren mit dem Rad unterwegs. Riesen Getöse bei warmen Temperaturen. Nach Stunden im Sattel hat man darauf keine Lust mehr, vor allem weil man müde wird. Bis zum Düsseldorfer HBF habe ich es noch geschafft, um dann mit dem RE11 nach Essen zu fahren.

Das war jetzt eine Tour von ungefähr 20 bis 22 km.

Fazit: Wenn ich noch einmal die Chance hätte, umzuziehen, ich würde mir eine kleinere Stadt auswählen die flacher ist als Essen. Die Zeiten von Musikcds  sind lange vorbei; Zeitungen werden auch im gedruckten Zustand auch weniger, vom Gefühl; die Innenstadt betritt man höchstens für den Kleidungskauf noch. Mit zunehmenden Alter mag ich auch den ganzen Trubel nicht mehr. Allerdings fühlte ich mich schon immer zu kleineren Städten hingezogen. Ganz klein allerdings auch nicht.

Allerdings ist meine Wohnlage in Stoppenberg hier ziemlich gut, aber Essen als solche mag ich einfach nicht mehr.

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