Was für ein Schwergewicht

Ich bin eigentlich total verwöhnt. Verwöhnt von Linux. Ich habe meinen Firmenrechner ein Update verpasst und habe den neugestartet. Gleichzeitig habe ich hier mein Debian gestartet auf meinen sehr alten Rechner und trotz der kurzen Bootpause wegen Jitsi (weil er da etwas sucht) war mein Debian bedeutend schneller hochgefahren.

Ich habe eben kurz über apt-get update & upgrade die neuesten Updates eingespielt und fertig war das ganze. Unter Windows hier da klicken, dann kamen tausend Töne. Ich muss mal schauen, ob es in der Powershell auch die Möglichkeit dort die Updates einzuspielen.

In Linux mache ich das seit Jahren. Eben kurz  als su anmelden und die zwei eben genannten Befehle in Debian eingeben (in Fedora dnf upgrade) und fertig ist der Schmaus.

Ach ja und dann die ganze Nerverei von Windows, dass es sofort den Neustart machen möchte. Hier in Linux werden die Updates eingespielt und beim nächsten Neustart, der dann etwas länger dauert, eingespielt. Irgendeine Distribution verlangte nach einem Kernel-Update auch einen sofort einen Neustart. Aber die Frage war nicht so lästig, wie die von Windows.

Nicht einmal mein Android-Tablet ist so langsam. Das Iphone will vorher noch tausend Passwörter von mir, dann wird alles hundert Mal verglichen und dann weigert es sich etwas upzudaten, irgendwas von der Menge überschritten wurde.

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Der erste Baustellen-Tag ist auch vorbei. Die Hinfahrt über Altenessen verlief reibungslos. Der RE3 war sogar früher da als eigentlich geplant und der Zugführer hat sogar Leute verscheucht, weil sie den Fahrradplatz blockierten. Guter Mann.

Es gibt eine Unmengen von Zugführern (Schaffner), die sang und klanglos vorbei gehen).

Wegen der Geiselnahme in Köln hatten sich am Nachmittag alle Züge wieder einmal verspätet. Legt man Köln lahm, dann legt man alles in NRW lahm. So einfach ist das. Nein, nicht alles, aber man kann damit schon viel erreichen.

Als Bahnkunde ist man mittlerweile gewöhnt, dass irgendwelche den Zugbetrieb stören und lahmlegen. Von den Aktivisten, die vor einiger Zeit die Signale lahmlegten und damit auch den Zugbetrieb, hört man nichts. Ich denke, dass sie auch nicht geschnappt wurden. Die Sache ist eh im Sande verlaufen und die Polizei hat die Ermittelungen schon längst eingestellt. Der Fall ist zu uninteressant in Deutschland, zumal es nur die Deutsche Bahn AG traf.

Wetten das über die Geiselnahme noch tagelang berichtet wird, wenn es sich herausstellt, dass jemand aus dem Nahen Osten das gemacht hat? Wenn es keiner von den neuen Zugezogenen sein wird, wird man den Stand der Ermittelungen als Einzeiler in der Zeitung wiederfinden –  irgendwo in der Abteilung: „Sonstige Nachrichten“, wenn überhaupt. Es ist ja nur Köln. Es war ja nicht Berlin, München, Frankfurt und Hamburg. Das hätte wahrscheinlich größere Schlagzeilen gesorgt.

Die größere Wahrscheinlichkeit ist, dass der WDR den Ausgang der Bayernwahl wieder alles um die AfD herum in dutzenden Tagesgesprächen beleuchten wird.

Wie sich Frau Bär (CDU), ja das ist die mit den Flugtaxis, über die AfD bei Anne Will hergezogen ist, so lässt mich das erahnen, dass die Politiker das mit dem Stimmenverlust bei der Schwesterpartei der CSU wohl nicht ganz verstanden haben. Aber was soll man schon von Politiker erwarten? Denn auch die größte Wahlschlappe ist immer noch ein Sieg, ein Gewinn. Alle Politiker sind sich nach einer Wahl, trotz Stimmenverluste, einig, dass die eigene Partei gewonnen hat und nicht verloren.

Auch nach der Bayernwahl klang das 24 Stunden später auch nicht mehr viel anders. Sobald sie im Fernsehen auftreten, dann wird Wischewaschi betrieben.

Vertrauensverlust in die Politiker? Ja, leider sind Lokalpolitiker auch davon betroffen (zumindest hier in Essen).

Das letzte Mal als sich Herr Kufen (der OB, CDU, von Essen) laut zur Wort gemeldet hatte, war als die Bahn verkündete die ICE ab 2020 nicht mehr durch das Ruhrgebiet fahren zu lassen. Seitdem weiß ich nicht, ob es Herr Kufen noch gibt. Herr Reiniger (auch CDU) und Herr Paß (SPD) hatten mehr von sich Reden gemacht. Sie waren deutlich mehr in der Lokalpresse.

Herr Kufen kann sich auch mal für den Weiterbau des RS 1 einsetzen (den Radschnellweg weiter ostwärts nach Bochum). Wenn man sich schon dafür einsetzt, dass die Rathausangestellten medienwirksam auf’s Rad schwingen sollen, dann muss auch für den Ausbau der Infrastruktur beworben wird (und nicht die den Radtourismus dient).

Heiner Monheim kann noch so viele Vorträge über den ÖPNV und Radverkehr machen; sie sind alle wunderbar anzuhören, es ändert sich ja eh nichts. Ich höre den Mann gerne zu, aber da sollten auch mal Lokal- und Landespolitiker sitzen und nicht die üblichen Vertreter des ADFC.

Und die Beiträge von Herrn Nobert Paul aus Dortmund sind auch alle sehr interessant. Wenigstens sitzt die Stadt Dortmund nicht ganz auf den Radfahrtaubenohren wie Essen.

Eigentlich wollte ich mir einige Folgen von den Gilmore Girls anschauen, aber das lohnt sich wohl nur für eine. Ich schaue mir sie zurzeit wieder gerne (auf DVD) an.

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