Bochum Ruhrpark

Nach einer langen Zeit war ich auch mal wieder im Bochumer Ruhrpark mit dem Fahrrad. Beim letzten Mal bin ich quasi von Essen direkt durchgefahren, aber diesmal bin ich mit der S1 von Essen Hauptbahnhof nach Bochum-Langendreer West gefahren und dann größtenteils über die K29 durch Werne zum Ruhrpark.

Der Ruhrpark ist ein mittelgroßes Einkaufszentrum, welches nicht größtenteils überdacht ist. Nur der westliche Teil am Kino ist überdacht, ansonsten wenn es regnet, dann regnet es auch hier. Es ist natürlich für den Autoverkehr konzeptiert. Das sieht man an den vielen Parkplätzen. Leider sieht man daran, wie viel Platz so viele Autos brauchen, wie viel Blech verbaut wurde.

Einer von vielen Fahrradparkplätzen am Ruhrpark

Als Fahrradfahrer ist man dort natürlich äußerst fremdartig. Es gibt aber auch an fast jedem Eingang ausreichende Fahrradparkplätze, eigentlich mehr als nötig. Das ist auch das erfreuliche und es gibt eine Luftaufpumpstation. Im Gegensatz zu anderen Einkaufszentren, die ich so kenne, sehr fortschrittlich gedacht.

Ich habe mir ein neues rotes T-Shirt bei Karstadt Sport für 19,99 Euro gekauft, es ist auch eher hellrot. Wenn ich tot bin, kann ich immer noch dunkel tragen, aber in meinen Lebzeiten brauche ich etwas helles. Es ist eigentlich unglaublich wie dunkel sehr viele Menschen gekleidet sind (im Winter, im Sommer weniger – aber warum nur da?). Ich falle da natürlich immer sofort auf.

ÖPNV-mäßig gibt es die Linie 368 (von Wanne-Eickel über Bochum Hauptbahnhof), die nach meinem Empfinden sehr geschlängelt durch das Bochumer Stadtgebiet fährt. Es gab auch die Planung einer Straßenbahnlinie, aber das wurde verworfen. Schade, eigentlich.

Nach dem Ruhrpark, bin ich über die Bundesautobahn A40 nach Kirchharpen gefahren.

Bochum ist keine flache Stadt. Hier muss man schon etwas mehr strampeln. Über den Harpener Hellweg (K6) und der Castroper Straße (L654) bin ich auch wieder am Ruhrstadion ausgekommen. Hier spielt der VFL Bochum. Im großen Ruhrstadion, das auch mal Stadion an der Castroper Straße hieß, gibt es derzeit eine Kapazität von 27000 Zuschauern. Nur ein einziges Mal war ich auch mal im Stadion, beim Bundesligaspiel (1.Liga) zwischen dem VFL Bochum und dem 1. FC Nürnberg. Damals mit meinem Vater. Das heißt also, es war sehr lange her, irgendwann an einem Freitag Abend.

Rundsporthalle am Ruhrstadion

Direkt daneben befindet sich das Leichtaltethikstadion, wo auch schon mal die Frauen vom VFL Bochum spielen (die Mannschaft wurde gegründet als sich die Frauen von der SG Wattenscheid 09 aufgelöst hatten). Auch in unmittelbare Nähe befindet sich die Rundsporthalle, wo die VFL SparkassenStars Bochum (Basketball, Herren und Frauen) spielen. Früher hieß der Verein auch mal Astrostars Bochum. Die Rundsporthalle hat ein Fassungsvermögen von 1.068 Zuschauern.

Etwas südlich von der Rundsporthalle befindet sich der RuhrCongress, wo gestern die Jobmedi stattfand. Eine Jobbörse für die Gesundheitsbranche.

Statt die steile Castroper Straße bin ich die Küpperstraße und dann die Kurfürstenstraße am Stadtpark, wo sich auch der Tierpark (Klinikstraße) befindet, herunter gefahren. Auf der Kortumstraße kommt man direkt auf den Nordring heraus und auch zur Bochumer Innenstadt.

In der Bochumer Innenstadt habe ich dann nur etwas kleines gegessen. Im Gegensatz zum Februar, direkt nach meinem Unfall, bin ich diesmal die 15 km ganz nach Essen-Stoppenberg gefahren. Eigentlich ist es nicht korrekt, denn 15 km sind es bis Zeche Zollverein, aber ich bin da etwas großzügig.

Erzbahntrasse Beginn im südlichen Bereich der Jahrhunderthalle in Bochum

Von der Bochumer Innenstadt fährt man bis zum Gerad-Mortier-Platz (eigentlich eine Straße), muss von der Alleestraße schon einmal einige Gänge herunter schalten, denn es geht zur ehemaligen Erzbahntrasse erst einmal steil bergauf. Hier kommt man direkt auf die ehemalige Erzbahntrasse, die man am Anfang nicht unterschätzen sollte, denn es sind noch Schienen verlegt, wo die Rillen zwar überbaut worden sind, aber hier würde ich nicht schnell fahren, so wie das einige meinen machen zu müssen. Ich hatte auch wieder eine Frau hinter mir, die es auf ihren Rennrad nicht eilig genug hatte.

Der für mich anstrengendste Teil ist die große Bogenbrücke (Erzbahnschwinge). Die Brücke ist offen und ich muss mich da auf den Weg vor mir konzentieren und auch langsamer fahren, zumal diese auch noch etwas Gefälle hat. Man mag mich als Angsthasen titulieren; die Art der Brücke ist zum Spazieren gehen sehr schön, zum Fahrradfahren eher weniger, aber es gibt hier bestimmt Menschen, die alles nichts ausmacht und gnadenlos herunter rasen, was das Zeug hält. Mag sein, aber ich war und bin nicht so einer.

Auf dem restlichen Teil bis zur Kray-Wanner-Bahn bin ich auch etwas schneller gefahren, denn ich kenne die Strecke schon und es war auch kein Stau vorhanden. Irgendwann kommt man zu einem Punkt, wo man auch mal etwas schneller mit dem Rad unterwegs sein möchte. Über Schonnebeck bin ich dann nach Stoppenberg gefahren.

Ich habe ja keinen Kilometerzähler auf dem Rad (denn dann würde ich wieder in unzähligen blöden Tabellenkalkulationen verfallen und mir alles aufschreiben. Ich kenne mich, denn als das Auto übernommen hatte, fing ich damals auch damit an). Ich bin auch froh drum, auch nicht wie schnell ich fahre, denn dann versuche ich gerade auf diesen Abschnitten mich anzuspornen etwas schneller zu fahren und so. Aber jeder denkt da anders darüber.

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