Ruhiges Wochenende

Das Wochenende war vielleicht einwenig zu ruhig für mich, aber ich habe es genossen, denn morgen beginnt ja wieder der Ernst des Lebens an.

Ich war gestern in Haltern. Wenn man meinen Post von gestern durch gelesen hat, dann weiß man auch warum. Nein, der Zufall, den man sich wünscht, ist nicht eingetreten. Gesehen habe ich sie nicht zufällig.

Es ist sowieso eine äußerst geringe Chance. Ich hätte nach einer weiteren Kontaktmöglichkeit fragen sollen, aber leider bin ich nicht so direkt. Leider bin ich in solchen Fällen sehr zu zurückhaltend. Vielleicht ist das auch gut so. Es muss ja nicht jeder ein super extrovertierter Haudegen sein.

Der Bahnhof Haltern wird derzeit fast quasi neugebaut. Der übliche Tunnelgang wurde abgerissen und dafür gibt es jetzt eine große Brücke, wenn man mit dem RE 2 und RE 42 ankommt. Es ist egal aus welcher Richtung.

Gestern, bei der Hitze, standen da einige Jugendliche und irgendwie scheint es Trend zu sein, dass man solche Handwagen hinterher sich schleppt. Diese Handwagen kosten auch so um die 100 Euro. Nun standen sie da, der Wagen voll beladen und mussten nun die zig Treppen hinauf mit diesem Ding. Sie haben es auch geschafft, wenn auch widerwillig.

In Haltern gibt es ein Intersport und irgendwie sehen die Läden alle gleich aus. Ich habe nichts gefunden und ich bin dann noch kurz in die Innenstadt. Mir war irgendwie auch nicht so; ich war irgendwie genervt. Auf jeden Fall bin ich nach nur 1 Stunde wieder aus Haltern, aber diesmal mit der S9 zurück gefahren. Die S9 hält in Haltern auf Gleis 1, welches nicht von dieser Brücke betroffen ist.

Ich hatte aber irgendwie im Hinterkopf, dass die Linie auch irgendwann nicht fuhr. Aber gestern fuhr sie und wie es so war kam ich abermals mit einer etwa gleichaltrigen Frau ins Gespräch. Sie war mit einem ausgeliehenen Rennrad da, ist 45 km von Münster/Westfalen nach Haltern gefahren, um es bei einer Freundin in Bottrop-Boy abzugeben.

Es wurde aber schnell klar, dass die Gesprächsteilnehmerin schon verheiratet war. Sie sprach schnell von „wir“ und ich wusste, da gibt es nichts zu holen. Aber wir unterhielten uns über ihre kommende Frankreich-Radfahrt wie sie und ihr Mann durch die Pyrenäen wollten, dann zelten wollten und hier und da auch mal in einem Gebirgssee schwimmen.

Beneidenswert. Ich glaube, aber nur 1 Promille der Menschen auf diesem Planeten würde so etwas noch machen und noch weniger mit mir.

Sie würden mit dem EC (habe ich online nicht gefunden) von Münster nach Genf fahren und dann weiter mit den Regionalbahnen (TER) nach Bordeaux. Dann in 3 Wochen wieder zurück nach Genf und dann mit dem EC zurück nach Münster.

Und so ging das Gespräch weiter. Sie stieg mit der Bemerkung schon in Gladbeck West aus, dass sie doch noch etwas fahren wollte. Vielleicht war sie von meinem Gequatsche auch nur genervt.

Ich finde das nur seltsam. 2 Jahre fahre ich schon mit dem Rad und ÖPNV, zur Arbeit, in meiner Freizeit und ich sehe äußerst selten Frauen mit dem Rad und dann ist es noch seltener, dass man sich unterhält und jetzt innerhalb von zwei Tagen so oft.

Ich wette nun, wenn ich ab morgen wieder zur Arbeit und zurück fahre, dann sehe ich nie jemanden. Vielleicht liegt es am Ruhrgebiet. Hier fahren wenige Fahrrad und noch wenige Frauen. Klar fahren Frauen auch am Wochenende bei Sonnenschein, aber dann mehr mit ihren Männern bzw. Familie und das war es auch. In der Woche sehe ich hier immer nur Männer auf dem Rad.

In meiner Straße bin ich der einzige, der immer mit dem Rad unterwegs ist. Erst wenn ich Rüttenscheid erreicht habe, wird es bedeutend mehr mit Fahrradfahrern, im Essener Norden sieht man nur vereinzelt welche. Sieht man auch deutlich wie belegt die Fahrradabstellanlagen sind. Ich meine, im Vergleich zu Rostock, ist das hier in Essen höchstens 1 % der Bevölkerung fährt regelmäßig.

Vielleicht sollte ich die Frau aus Haltern auch einfach wieder vergessen. Vielleicht ist das das beste. Es bringt jetzt nichts, Unsummen von Geld für jemanden auszugeben, von dem man nicht weiß, ob sie antworten wird und ob sie wirklich Single ist. Vielleicht wollte sie auch nur höflich sein und nichts von ihrem Freund / Mann erzählen, weil sie wohl merkte, dass ich Single bin. Kann ja sein, dass man das schnell merkt. Frauen haben ja andere Sinne als wir Männer.

Heute war ich im Grugabad schwimmen. Es war sehr voll. Alles die Frühschwimmer um 8.30 Uhr. Zur Erinnerung: Das Schwimmzentrum Rüttenscheid ist ja wegen Reparaturarbeiten geschlossen. Das heißt alle, die vielleicht bei Nebel wie heute Morgen im Schwimmzentrum unterwegs wären, waren jetzt im Grugabad.

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