Froscon und Bonn

An diesem Wochenende 10 und 11.08.2019 findet oder fand die Froscon statt. Im letzten Jahr fand ich sie noch so einigermaßen, aber in diesem Jahr war ich auch nur zu zwei Vorträgen und ich bin dann abgehauen.

Ich bin um 7.01 Uhr mit dem RE1 mit meinem Fahrrad ab Essen-Altenessen nach Köln HBF und dann mit der RE9 nach Siegburg gefahren. Von dort aus sind ungefähr 3 bis 4 km bis Sankt-Augustin, was zwischen Siegburg und Bonn liegt.

Ich habe mir zwei Vorträge zu IoT angehört und dann folgt schon eine zweistündige Pause. Ich finde diese Pause viel zu lange. Die Froscon fängt um 10 Uhr an und dementsprechend ist um 12 Uhr Pause.

Bevor ich mich dort herum quäle bin ich ganz gegangen. Ich konnte schon nicht mehr sitzen. Ja was, er kann zwei Stunden nicht sitzen? Natürlich. Ich sitze 40 Stunden in der Woche, am Wochenende lechzt mein Körper nach Bewegung.

Ich habe schon sehr lange überlegt, ob ich überhaupt fahren soll.

Linie 66 nach Siegburg in Sankt-Augustin

Spontan wie ich bin, bin ich dann mit dem Fahrrad über Hangelar und Bonn-Beuel nach Bonn Zentrum gefahren. Der Radweg läuft direkt an der Bahnstrecke der Stadtbahnlinie 66 entlang. So sind auch einige gute Fotomotive entstanden.

In Bonn habe ich dann auch den Rhein überquert.

Es war stürmisch, aber von Orkan oder ähnlichem zu sprechen, war es weit entfernt. Wenn selbst die Deutsche Bahn AG fährt, dann muss es nicht so schlimm gewesen sein.

Die Bonner Innenstadt kann ich von einem einmaligen Besuch vor sehr vielen Jahren. Sehr schöne Innenstadt. Bonn als ehemalige Bundeshauptstadt hat ein ziemlich gutes Radwegenetz. Ich war doch vielfach erstaunt.

Bonn Altes Rathaus

In der Innenstadt habe ich etwas gegessen und war dann noch mit dem Rad bis zum Park Rheinaue. Meine damalige Brieffreundin aus Beuel schwärmte von dem Park und bei meinem letzten Besuch aus Remagen habe ich die Rheinaue nicht mehr geschafft.

Bonn Rhein südlich von der Innenstadt

Es ist ein sehr schöner Park, mit einem großem See, wo auch so eine 90er Jahre Open-Air Party stattfand. Tausende Fahrräder standen am Stadtbahnbahnhof Rheinaue (also gefühlt) und ich habe die ersten E-Scooter gesehen. Die fuhren da durch Bonn. Es sind 4,2 km von der Bonner Innenstadt am Rhein entlang zur Rheinaue.

Auf dem gleichen Wege bin ich auch wieder zurück zur Innenstadt, wo ich einen kleinen Berg erklimmen musste, um zur Adenauerallee zu gelangen.

Die RB26 (im Foto) nach Köln hat den Bahnsteig vor der RB48 leer gemacht.

Um 15.53 Uhr habe ich die Regionalbahnlinie RB48 von National Express genommen, die auch tatsächlich fuhr. Sie hielt zwar an jedem Bahnhof, aber das macht mir nichts aus. Ich hatte die Befürchtung, wenn ich mit dem RE5 um 16.04 Uhr fahren würde, dass dieser aus allen Nähten platzen würde, wenn er überhaupt fährt.

Die RB48 musste in Solingen HBF zwei ICE durchlassen, so dass sie 10 Minuten Verspätung hatte, als sie in Wuppertal Vohwinkel ankam. Aber dadurch verringerte sich die Wartezeit zur S 9 nach Essen um 10 Minuten.

Wegen eines Böschungsbrandes an der Bahnstrecke Essen Hauptbahnhof und Essen Steele, hielt die S9 in Essen Überruhr an und ich bin dann spontan mit dem Rad halt über Steele und dem westlichen Kray nach Stoppenberg gefahren.

Die S9 hätte eh in Essen-Steele kehrtmachen müssen, also hätte ich sowieso von Steele nach Stoppenberg mit dem Rad fahren müssen.

Ich glaube nicht, dass ich zur Froscon zurückkehren werde, denn sie entfernt sich immer mehr vom einfachen Linux, hin zu einem Bereich, der mich nicht interessiert. Die Anwendung von OpenSource in der Technik ist interessant, aber deswegen muss ich nicht 8 oder 9 Stunden irgendwo hinfahren, wo ich mich langweile.

Die Stände waren in der Mensa nicht mehr von den üblichen Verdächtigen besetzt.

Ja ich schaue gerne über den Tellerrand, aber das ist mir zu komplex, etwas was ich privat nicht anwende, weil es eigentlich Aufgaben für Firmen sind und nicht für Privatleute. Ich werde sowieso nicht in diesem Leben mich so hocharbeiten können, dass ich solche Projekte betreue, denn die Anforderungen von Firmen werden von Monat zu Monat, Jahr zu Jahr so komplex, dass ich das mit meinem User IT Wissen nicht mehr hinterher komme. Ich würde mich nicht wundern, wenn in naher Zukunft solche Systeme nicht mehr der Mensch, sondern eine KI, eine künstliche Intelligenz überwacht.

Leider fällt die OpenRheinRuhr in diesem Jahr aus, weil es da irgendwelche Schwierigkeiten mit der Bereitstellung der Räume gibt.

Vielleicht sollte ich mich nach anderen Linux-Fachtagungen Ausschau halten, auch wenn damit eine Reise verbunden ist.

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