Solingen – Remscheid – Wuppertal

Bei dieser Tour, gestern, die nicht so geplant war, war ich nur mit dem ÖPNV unterwegs. Eigentlich wollte ich mir das Frauen-Handballspiel der HSV Gräfrath 76.ev anschauen, aber irgendwie habe ich aufgrund des Wetters mich anders entschieden.

Ich bin mit der 107 bis Essen Hauptbahnhof und dann mit der S9 nach Wuppertal Vohwinkel gefahren. Durch eine Langsamfahrstelle zwischen Velbert-Nierenhof und Velbert Langenberg hatte die S-Bahn einige Minuten Verspätung. Aber ich habe den Anschluss an den Bus nach Solingen nach erreicht. 15 Minuten waren dafür Zeit, aber wie man die Bahn kennt, sind 15 Minuten nichts.

Die Linie 683 beginnt am Vohwinkler Bahnhof (wenn man aus dem Mitteltrakt des Gebäudes raus tritt, auf der rechten Seite ist ihre Haltestelle) noch als Elektrobus. Man sieht aber die Stromabnehmer auf dem Dach des Busses.

Solingen setzt (immer noch) voll und ganz auf die Obusse auf deren Hauptlinien. In der heutigen Zeit eine gute Alternative. Solingen ohne Obusse wäre irgendwie undenkbar.

Nein mit dem Fahrrad war ich nicht unterwegs, weil alleine schon der Anstieg nach Solingen auf der Gräfrather Straße, der B224, sehr tückisch ist. Der Radweg ist hier weniger als 60 cm breit. Da käme bei der Abfahrt von Solingen kein sicheres Fahrgefühl auf.

Der weitere Fahrverlauf wäre ein Auf und Ab der B224 bis zur Solinger Innenstadt und das nicht mal eben ein kleiner Hügel, sondern richtige Berge. Ich bin zwar Hügel gewöhnt, aber Berge nein danke. Ich habe auch keinen Radfahrer entlang der B224 gesehen.

Die Linie 683 fährt generell auch alle 15 Minuten am Samstag, aber derzeit nicht wie ursprünglich vorgesehen bis Solingen Burg durch. Sie endet an der Krähenhöhe, weil Umbauarbeiten der Haltestelle Burg Seilbahn diese verhindern. Es gibt einen Pendelverkehr mit kleineren Bussen.

Mit meinem Vater war ich einmal in Solingen Burg, aber vor einigen Jahren vor seinem Tod.

Graf-Wilhelm-Platz in Solingen

Mein Ziel war der Graf-Wilhelm-Platz in Solingen Mitte, der zentrale ZOB, wo man auch mit den VRS Linien 250 über Leichlingen, Leverkusen nach Köln und 252 nur nach Leichlingen fahren kann (allerdings, wenn man Solingen verlässt – natürlich nicht mehr mit dem VRR-Tarif, Leichlingen gehört schon zum VRS).

Vom Graf-Wilhelm-Platz geht man geradewegs zur Solinger Innenstadt. Während der Kirchplatz noch recht gut ist, ist die Hauptstraße ziemlich nackt. Hier gibt es auch einen großen Leerstand, vor allem in den Clemens-Galerien.

Dagegen scheint allerdings der Graf-Wilhelm-Platz mit dem Einkaufscenter Hofgarten das neue Zentrum zu sein.

Westlich von der Innenstadt, nur einige Fußminuten entfernt befindet sich die Klingenhalle und ein Hallenbad, welches am Samstag nur von 6.30 Uhr bis 13.00 Uhr geöffnet hat.

Wegen des damaligen Herren-Handballvereins SG Solingen war ich mit meinem Vater wegen eines Auswärtsspiel vom TUSEM Essen in der Klingenhalle.

Heutzutage spielt dort die HSV Gräfrath 76.e.V Solingen, also die Handballdamen, in die frisch aufgestiegenen 2. Bundesliga.

Ich bin die steile Weyersberger Straße hoch zur Kölner Straße gelaufen, um dann mit der Linie 694 zum Haltepunkt Solingen Mitte zu fahren. Es begann schon vor der Abfahrt der Linie 694 (auch ein Obus) stark zu regnen. Sonst wäre ich gelaufen. Der Haltepunkt Solingen Mitte war sehr lange der Solinger Hauptbahnhof (bestehend aus zwei Gleisen) und Solingen Ohligs war der heutige Solinger Hauptbahnhof.

An Solingen Mitte hält nur die S7, eine Linie von Abellio mit Dieseltriebwagen, mit der ich nach Remscheid gefahren bin. Ja die S7 überquert auch die Wupper mit der 107 Meter hohen Müngstener Brücke. Der junge Mann neben mir, interessierte sich für den Ausblick weniger.

Ziel war Remscheid Lennep. Mir interessierte vor allem als erstes wo die Linie 336 abfahren würde. Anders als die gewöhnliche Zahlenkombination von Remscheid (Solingen, Wuppertal, wo deren Linien mit einer „6“ anfangen), ist die Linie 336 keine Buslinie der Stadtwerke Remscheid. Die Linie 336 verbindet Remscheid Lennep mit der oberbergischen Stadt Gummersbach. TUSEM Essen gegen VFL Gummersbach sind alte hochklassige Spiel im Herrenhandballbereich, noch neulich stand man sich am ersten Spiel der Saison 2019/2020 gegenüber, wo man 25:25 in Gummersbach trennte.

Linie 336 auf dem Weg nach Gummersbach

Lennep ist aber durch das Röntgenmuseums bekannt, aber auch die historische Altstadt mit deren für das oberbergische Ambiente des Schiefers und durch einen Teil des Jakobswegs. In östlichen Teil des Stadtteils befindet sich auch das einzige Hallenbad der Stadt, das H2O (was die chemische Summenformel von Wasser bedeutet, zwei Wasserstoffatome sind durch ein Sauerstoffatom gebunden, was in diesem Falle ein Dipol nennt), welches man mit der Linie 655 vom Bahnhof Lennep erreichen kann.

Auch in Lennep wird mal gebaut

Ich habe in Lennep mir ein Salamibaguette mit Käse für 3,85 € gegönnt. Spontan wie ich bin, bin ich noch mit der Linie 654 nach Remscheid Lüttringhausen Rathaus gefahren.

Ich fahre schon mal, auch mit dem Fahrrad, ohne Sinn und Verstand, irgendwo hin und manchmal entdeckt man richtige Schönheiten (aus meiner Sicht). Ich halte mich sowieso an keinem Touristenführer aus Papier.

Der Bus ist bewusst mit aufgenommen worden vor dem ehemaligen Rathaus von Lüttringhausen

In Lüttringhausen angekommen gab es einen Hinweis Ortsmitte und dem bin ich gefolgt. Auch hier hat es gezeigt, dass Fahrradfahren aus meiner Sicht fast unmöglich war, denn manche Straßen waren schon sehr steil.

Die evangelische Kirche zu Lüttringhausen, am Ludwig-Steil-Platz ist sehenswert. Ich konnte sie aber nur von außen begutachten, denn es fand gerade eine Messe drinnen statt.

Von Lüttringhausen Eisernstein bin ich dann mit der Linie 620 nach Wuppertal Hauptbahnhof gefahren. Praktisch gesagt: Es ging aus meiner Sicht nur nach talabwärts.

Der Busbahnhof vom Wuppertaler Hauptbahnhof ist fertig. Auch die ganzen Bauzäune, die ich noch Anfang Oktober gesehen hatte, auf meine Fahrt nach Frankfurt zum Onboarding meines Arbeitsgebers, waren inzwischen schon verschwunden. Die Deutschen sind ja nicht besonders schnell.

Der Bahnhofsvorplatz ist echt wunderschön geworden. Der alte war wirklich potthässlich – fand ich schon damals nicht gut, eine lang gezogene steile Röhre.

Aber es finden noch Bauarbeiten für Gleis 1 statt; also einen Aufzug gibt es dort nicht. Die S9 nach Essen fährt aber von Gleis 4 ab (die S7 nach Remscheid bzw. Solingen gegenüber von Gleis 5). Mit einigen Verzögerungen verspätete sich die S9 wegen eines Notarzteinsatzes in Richtung Essen, konnte aber noch um 18.49 Uhr mit der Linie 107 ab Essen Hauptbahnhof fahren.

Es war recht warm. Ich trug immer noch eine 3/4 Hose Sporttight, aber ein etwas dickeres Langarmshirt. Kühl war es zu keiner Zeit. Allerdings, wenn man die Kleidung der vielen anderen Leute so sah, dachte man, dass man Anfang Oktober hätte.

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