Wochenende und Urlaub

Viele frotzeln gerne, wenn ich mal in den Urlaub gehe. Vielleicht müssen dann andere arbeiten ;-). Am 02.10.2019 nach der Normalschicht bin ich in den Urlaub gegangen. Auch ich brauche mal Erholung.

Dieser Urlaub ist eigentlich komplett dafür da, Erledigungen auszuführen. Das Schwimmzentrum Rüttenscheid ist noch bis zum 24.10.2019 wegen diesen Umbauarbeiten geschlossen. Ich dachte, die saisonale Schließung des Grugabads würde einen nahtlosen Übergang zur Wiedereröffnung des Schwimmzentrums Rüttenscheid führen.

Baustelle bis Ende Oktober 2019 Goldschmidtstraße im Essener Ostviertel (hoffentlich bald fertig)

Außerdem kann ich jetzt im Urlaub besser für meine Prüfung lernen. Vielleicht mache ich auch noch die LPIC Prüfung, aber das weiß ich noch nicht.

Das heißt, ich werde nicht irgendwohin fahren. Es mag vielleicht einen Tagesausflug geben (Verviers in Belgien oder Sittard in den Niederlanden).

Nach Verviers, wo ich schon zweimal war, fährt man (ohne Rad, denn das Tal der Verdre ist wirklich ein Tal, die Berge sind ähnlich hoch wie in Wuppertal) von Essen mit der RE 42 bis Mönchengladbach HBF, mit der RE4 bis Aachen HBF und dann mit dem belgischen Zug nach Verviers.

Nach Sittard würde man mit der RE 42 bis Mönchengladbach HBF fahren, mit der RE 4 bis Geilenkirchen und dann mit der SB 3 (nur Mo-Fr) bis Sittard. Zu den 6,80 € kämen noch 2,80 €, weil ich noch ein Ticket von der deutschen Grenze bis zur niederländischen Stadt brauche.

Es sind 18 km von Geilenkirchen nach Sittard. An einem Sommertag machbar, aber bei wechselhaften Herbstwetter aus meiner Sicht nicht machbar. Machbar schon, aber es macht keinen Spaß.

Es gibt immer die, die Extreme fahre. Eine Frau, die ich bei Twitter gelesen habe, soll 300 km in 12 Stunden gefahren sein. Von Essen zur Nordsee. Aber halt auf einen Rennrad. Also wenn ich 100 km schaffe, dann auch nur wenn ich durchziehe. Wer daran Spaß hat, der soll es machen, aber ohne mich.

Es ist in der Tat schon ziemlich witzig. Entweder es fährt keiner Fahrrad oder wenn dann sieht man das Fahrrad als Sportgerät an, wo man an extremen Orten unterwegs ist. Aber dass sind dann die Menschen, die mit dem Rad nicht zum Einkaufen, zum Zahnarzt oder zum Vorstellungsgespräch fahren. Ein ehemaliger Arbeitskollege hat bei meinen Chef damals imponierend gesagt, dass er locker über 100 km am Tage fährt, aber zum Einkaufen fuhr er mit dem Auto.

Vielleicht weil so viele Menschen das Rad als Sportgerät sehen, vielleicht ist für die so überraschend, dass man damit auch zum Einkaufen fahren kann. Natürlich mit einem Rennrad ist es weniger empfehlenswert (kein Gepäckträger), aber wer ein Rennrad hat, der kann sich auch ein normales Trekkingrad leisten.

Witzig finde ich immer wenn man im Zug Fahrradfahrer vorfindet, die bloß nicht ihr so tolles (und teures) Rad gegen ein anderes Rad anlehnen und es der ganzen Fahrt vorsichtig bei sich halten. Bloß kein Schmutz, keinen Kratzer an meinem teuren Gefährt. Mein Rad hat so viele Kratzer, vorallem an der Stelle wo ich die Spanngummis befestige, wenn ich sie nicht brauche.

Ich möchte bei meinen Fahrten auch etwas sehen, anhalten, fotografieren, betreten (wenn möglich). Weder im Schwimmbad noch beim Fahrradfahren möchte ich mich auf Höchstleistung bringen. Höchstleistung bringe ich auf der Arbeit nach meinem Empfinden am meisten, dann muss die Freizeit auch nicht damit voll sein.

Bahntechnisch war die Woche, die drei Tage äußerst miserabel. Montag wie schon hier geschildert war schlecht. Dann am Mittwoch noch einmal.

Notarzteinsatz zwischen Düsseldorf Flughafen und Düsseldorf Derendorf, was zur Folge brachte, dass zwischen Düsseldorf Flughafen und Hauptbahnhof nichts fuhr.

RE2 noch auf Gleis 6 – gestrandet

Erst stand ein RE2 nach Düsseldorf HBF im Flughafenbahnhof. Der fuhr dann leer ab und kam dann wieder. Eigentlich wäre ich um 17.02 Uhr mit dem RE6 gefahren, aber mit der Umkehrung des RE2 war ich schon um 17.25 Uhr vom Flughafenbahnhof abgefahren. Die Sperrung dauerte noch bis 21 Uhr.

Nirgendwo erfährt man, was nun passiert ist. Die Rheinische Post schrieb gar nichts. Nur die WAZ veröffentlichte wenigstens die Sperrung. Aber was nun genau so lange die Sperrung verursachte, das bleibt im Verborgenen.

Normalerweise dauert so ein Notarzteinsatz vielleicht 30 Minuten oder eine Stunde, aber von 17 bis 21 Uhr ist selbst für eine Hauptstrecke außergewöhnlich. Irgendwas will man der Öffentlichkeit nicht sagen. Vielleicht um unseren ehemaligen Innenminister zu zitieren.

Allerdings zeigt dieser Vorfall, das Bahnnetz ist nicht für den normalen Betrieb ausgelegt. Es fehlt an Weichen. Die Züge, die aus Norden gekommen sind, hätten in den Flughafenbahnhof einfahren können und dann wieder heraus fahren können (Richtung Norden). Ich kenne den Gleisplan nicht, aber es gibt wohl keine Weichen an so einem Bahnhof wie am Düsseldorfer Flughafen, die eine Kreuzung von Zügen von Gleis 6 und 4 in Richtung Norden nicht möglich ist.

Heutige Planer (und heutig im Zeitraum der letzten 20 Jahre) fehlt an dem Vorstellungsvermögen, für den Notfall zu planen.

Es hätten ja wenigstens die S-Bahnzüge der S1 statt am Gleis 6 am Gleis 5 enden und dann wieder nach Duisburg – Essen – Dortmund fahren können. Besser als gar nichts. Anscheinend fehlt es da Weichen, um vom normalen Gleis 6 auf Gleis 5 fahren zu können. Anscheinend hat man bei der Planung nicht nachgedacht.

Man mag ja über die Unrentabilität der belgischen und niederländischen Bahnhöfe meckern, aber auch wenn ich nicht deren Gleispläne kenne, so sind sie schon alleine von der Größe und der Abstellmöglichkeiten von Waggons und Triebwagen bedeutend besser ausgestattet, als so viele deutsche Bahnhöfe.

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