Grelles Licht

Heute Abend nach der Arbeit hielt mich ein anderer Fahrradfahrer an, der sich über mein Licht beschwerte. Es würde ihn blenden. Meine restlichen 1000 Meter bis nach Hause ist ein unbeleuchteter Waldweg (später asphaltiert), der abschüssig ist und dann wieder leicht bergauf geht.

Es ist also keine gerade Straße oder Radweg oder sonst was. Ich weiß, dass der Waldweg auch nicht eben ist. Der Weg ist mit einigen Unebenheiten. Im Winter fahre ich die Strecke nicht so oft, weil wenn es regnet und dadurch ist der Untergrund dann auch verschieden.

Waldweg bei einsetzende Dunkelheit im Sommer. Der Weg verläuft dann im unbeleuchteten Wald.

Der Weg geht mal hoch, dann wieder herunter und dann wieder leicht hoch und dann wieder herunter.

Ich stelle dann die Lampe (meine Akkulampe) dann leicht nach oben, damit ich sehen kann, wer mir da entgegenkommt. Ich möchte auf keinen Fall stürzen, denn dann weiß ich auch nicht wohin ich stürze, denn die eine Seite ist doch recht steil nach unten.

Ich fahre schon langsam, aber etwas zügiger dennoch.

Dieser Fahrradfahrer kam mir auf einem Abschnitt entgegen, wo ich von oben kam, der Weg geht also bergab (für ihn bergauf), im restlichen Teil ist diese gerade jetzt bei Nässe mit Laub bedeckt. Manchmal liegen auch kleine Äste hier. Es ist nicht ungefährlich.

Dieser Fahrradfahrer meckerte. Ich habe ihn aber kaum gesehen. Ich habe nur die reflektierten Pedale und ich sah ein kleines Licht, aber trug eine schwarze Jacke. Ich habe gerätselt, was mir da entgegenkommt. Fußgänger, Radfahrer oder E-Roller? Der Weg ist nicht geeignet durch die Nässe der Bäume und des Laubs großartige Bewegungen zu machen, zumal dieser Weg nicht gerade glatt sondern kleine Huckel aufweist.

Stellt Euch diesen Weg wie jetzt vor mit Dunkelheit vor – Nacht.
Man sieht nichts und dann soll ich das Licht tief halten, nur damit ich andere nicht blende? Ich muss hier immer mit Ästen rechnen, mit Fußgänger mit Hunden und Tiere, die mir den Weg kreuzen oder passiert das bei Radfahrern alles nicht?

Meine Bedenken wegen den Ästen und so, hat er beiseite gestreut. Ich kenne den gesamten Weg. Wenn es etwas mehr stürmt, liegen dann Äste auf dem Radweg. Ich wäre schon manches Mal in welche fast reingefahren. Ich rede jetzt nicht von kleinen, sondern schon von einer gewissen Größe.

Aber meine Bedenken werden sowieso von den meisten Menschen nicht ernst genommen. Wenn sie dann im Krankenhaus mit Prellungen und Brüchen liegen, dann werden sie sich vielleicht an meine Worte erinnern. Aber die meisten Menschen sind eh unbelehrbar.

Ich kenne den Weg, denn schließlich sind des die letzten 50 Meter bis nach Hause.

Der Weg geht erst herunter und dann wieder leicht herauf und dann wieder herunter. Und das ganze im Dunkel. Ohne Laterne. Aber Achtung: Rechts gibt es Zugangswege (am zweiten Haus) wo dann urplötzlich jemand mit Hund um die Ecke kommt.

Also wie stellt man ideal das Fahrradlicht an solchem Weg wie oben ein? Wenn einer von dieser kleinen Stichstrecke kommt, habe ich bei heruntergedrehten Licht, keine Chance. Vor allem nicht, wenn er schwarz gekleidet ist. Ich muss das Licht schon höher strahlen lassen.

Ich fahre diese Strecke täglich.

An beleuchteten Straßen stelle ich die Lampe natürlich etwas schräger, aber in Waldwegen besonders mit Gefälle und Steigungen, stelle ich die Lampe höher. Lieber blende ich jemanden, als ich irgendwo jemanden rein fahre bzw. umfahre.

Oder soll ich wieder stürzen, wie im Januar 2019?

Fußgänger, E-Roller und Radfahrer sollen dann auch gefälligst helle reflektierende Kleidung tragen und keine schwarzen Jacken oder solche Wege meiden!!!

Mir ist zuvor noch jemand, komplett in schwarz ohne Licht oder sonst was entgegen gekommen. Ich habe ihn erst auf diesen letzten Meter erkannt.

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