Etwas Sorge um unser Land

Wir haben derzeit zwei Bewegungen in Deutschland. Einmal die Bewegung hin zu grüner Umweltpolitik und einmal eine genau gegenteilig.

Für die grüne Umweltpolitik ist ja die bekannte Fraktion um SPD, Grüne und die öffentlich-rechtlichen Sender und die andere Gegenfraktionen, die sich in Youtube äußern. Es sind viele und bei manchen komme ich nicht mehr mit.

Fest steht aber beide Fraktionen setzen auf ein Mittel: Das Negative des anderen und dieses Negative wird hochstilisiert. Ok, ich rege mich auch einwenig auf, aber es ist nicht zielführend Plattformen ich nenne sie mal: Oli, Nuoviso TV, Carolin Matthie und etc… Also das zieht mich auch auf Dauer herunter. Positives vermelden sie kaum. Es ist aber auch schwer, positives zu finden, so wie es der Deutschlandfunk in der Sendung „Lebenszeit“ vom 04.01.2020 feststellte, denn was für einen positiv ist, kann für den anderen negativ sein. Umgekehrt könnte man es auch sagen.

Es ist schwer in diesem Land, in dieser Zeit seine eigene Meinung zu wahren. Außerdem, so zeigen es viele Videos, die Deutschen sind leicht beeinflussbar. Erst hat man denen Angst gemacht und dann kann man sie lenken. Die von mir genannten Gegenbewegungen werden vielleicht auch daher erzeugt, damit andere Kräfte uns in einen Bürgerkrieg verwickeln wollen, damit sich die Deutschen sich selber beschäftigen sollen und die restliche Welt in Ruhe gelassen werden soll. Es kommt mir vor, als ob so eine Situation wie im gallischen Dorf bei Asterix & Obelix (wo sich die Bewohner nicht einmal untereinander richtig grün sind) erzeugt werden soll, nur auf größeren Maßstab.

Es ist auffällig, dass die Mehrzahl der von mir genannten Kanäle sich auf die gleichen Themen beziehen. Es ist seltsam, dass sich niemand die eigenen Örtlichkeiten interessiert. Es soll sich vor Ort nichts ändern, die anderen sind anscheinend nicht bereit sich von ihren fossilbetriebenen Autos zu verabschieden. Jeder hält es anscheinend für total selbstverständlich, dass in den Straßen die Autos auch inzwischen an Stellen parken, wo eigentlich gar kein Parkplatz mehr vorhanden ist.

Ich sehe das besonders in vielen Viertel in Essen-Rüttenscheid. Es scheint normal zu sein.

Ich frage mich, muss das wirklich so sein? Muss man das von Jahr zu Jahr steigern, dass immer mehr und immer größere Fahrzeuge kommen müssen? Ein Kleinwagen reicht doch auch, wenn überhaupt.

Ich frage mich, warum ist es immer noch hip, zu schauen, wie viel Treibstoff man im Tank noch hat und dann 40, 50, 60 Euro zahlen, nur weil man von A nach B möchte. Witzigerweise bezahlt man dann noch irgendwelche Fitnessstudios oder andere Kurse, um sich fit zu halten und etc…

Wenn man sich das genau überlegt: Eigentlich ist das nicht wirklich logisch. Vor allem dann jammert man, dass das Einkommen so niedrig ist. Dann will man noch irgendwo hin in den Urlaub und das auch möglichst billig.

Seit ich das Auto zur Verschrottung gegeben habe und nur noch mit dem Fahrrad unterwegs bin, hat sich mein Kontostand vergrößert.

Allerdings muss ich auch sagen: Klar ich bin Single, gehe nicht mehr ins Sportstadion so wie früher, Kleidung habe ich auch noch zu genüge. Das einzige was steigt, sind die Kosten für das Ticket 2000 (die Monatsfahrkarte für den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) jährlich.

Aber das ist fast zu vernachlässigen, wenn man sich die Reichweite des Ticket 2000 anschaut, zum Beispiel am Wochenende oder Feiertag. Ich meine von Arnhem (nur RE19) bis Dormagen, von Venlo (nur RE13 und 929) bis Unna (nur S4, RE7, RE13, RB59) und vieles mehr. Ich kann noch ein Fahrrad mitnehmen.

Mit 13,20 Euro mehr, wenn man das Ticket 2000 in meinem Falle besitzt, kann ich mit dem Lösen eines zusätzlichen Tickets bis von Essen bis Aachen fahren (mit Fahrrad ist eine Fahrradkarte von 5 Euro fällig, womit wir dann auf 18,20 Euro kämen).

Im letzten Jahr bin ich ja mit dieser Kombi bis Bad Honnef gefahren und damit dem Rad bis Remagen und von Remagen zurück nach Bonn Bad Godesberg.

Natürlich ist das nicht jedermanns Sache. Vielleicht denken noch viele, Fahren mit den Öffis wäre was für Arme und nur mit dem fossilbetriebenen Auto wäre man noch wer.

Barcelona (Meldung auf deutsch) hat zum Beispiel jetzt in deren Innenstadt verboten, mit Benziner und Dieselfahrzeugen zu befahren. Die Meldung kam auch in deutschen Medien und sofort ärgerte sich der Deutsche darüber und fühlte sich benachteiligt.

Ich bewundere andere Staaten für deren Weitblick.

Die Frage ist, wie wollen wir in der Zukunft leben? Die Fraktion der Befürworter derzeitigen fossilbetriebenen Autos kann sich eine Veränderung des Straßenbildes nicht vorstellen.

Der deutsche Beitrag zu Barcelona zeigt doch deutlich. Ist das immer noch die Vorstellung der Zukunft der Mobilität? Was ist daran schick, im eigenen Auto zu sitzen, um nur einen Parkplatz in der Innenstadt zu suchen?

Sucht man bei Google nach Parkplatzmangel und man stellt fest. Ein Umdenken findet wirklich nicht statt. Also noch mehr zu betonierte Flächen in der Stadt – dieses Argument muss die Gegenfraktion zu den Grünen auch fragen lassen.

Das Argument mit dem Land und man ist dort auf das Auto angewiesen, zählt für mich nicht wirklich mehr seit dem es die E-Bikes (also die Sorte von Fahrrädern, wo man ein Kennzeichen und eine Versicherung braucht, die auch 40 km / h mit Treten schnell fahren können). Im ländlichen Bereich in gebirgigen Örtchen braucht man eine Form des Autos immer noch, aber auf dem flachen Land ist das E-Bike doch sehr praktisch.

Ich habe mir auf der Landkarte eine Situation für Ost-Rhauderfehn angeschaut. Ost-Rhauderfehn liegt in Ostfriesland, an der B438 und soweit in der Mitte von allem. Ich meine bis nach Leer zum nächsten Oberzentrum sind nach Google Maps ungefähr eine Stunde; mit dem E-Bike vielleicht etwas weniger, nach Papenburg viel weniger.

Regen und Kälte sind nicht wirklich Argumente. Es gibt gut sichtbare Regenkleidung.

Ich glaube, es ist nicht so sehr das Fahrrad das Problem bei den meisten, sondern, der mögliche Ansehensverlust. Bei meinen Arbeitskollegen kann ich nur sagen, dass sich wohl alle daran gewöhnt haben, selbst mein Chef, dass ich jeden Tag mit dem Rad komme. Ich glaube, es liegt auch einwenig Neid an, dass ich das jeden Tag mache.

Man muss sich beim Radfahren und Regen / Regen und Kälte nicht so viele Gedanken machen und man muss auch den inneren Schweinehund überwinden. Letzteres ist bei den meisten wohl das Hauptargument.

Wie ich mich kleide?

Ich ziehe zwei T-Shirts übereinander, darüber ein dünnes Langarmshirt und dann ein dickeres Langarmshirt und darüber eine Regenjacke, die den Wind abhält. Ich trage eine Tights, die für mich bequem ist. Alternativ kann es auch eine Jeanshose sein. So kann man noch bei -5 Grad fahren.

Leute, die feinere Kleidung benötigen würde ich persönlich vorschlagen, sich auf der Arbeit umzuziehen, also jetzt im Winter. Ich glaube in jeder Firma, vom Kleinstbetrieb bis zum Konzern gibt es eine Möglichkeit, sich umzuziehen. Man muss das ja nicht lange machen. Vielleicht kann man sich die Alltagskleidung irgendwo deponieren. Dazu muss man mit Kollegen, mit dem Chef reden. Es gibt immer eine Möglichkeit.

Wenn die Gegenfraktion im Internet, die sich gegen die Regierung stellt, all das sei nicht möglich, dann bleiben unsere Städte genauso wie jetzt auch und es wird sich nichts ändern.

Aus meiner Sicht müssten beide Fraktionen verbal abrüsten. Die einen müssten von ihrer Sicht der Klimahysteriker (Metaphern wie es ist 15 nach 12) herunter kommen und die anderen müssten aufhören, sich über die aufzuregen.

Es täte uns allen ganz und gut und dann sitzen wir zusammen und überlegen, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen. Aber wenn es so weiter geht, wird es in einem Bürgerkrieg enden.

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1 Antwort zu Etwas Sorge um unser Land

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