Urlaub auch wieder vorbei

11. Juli 2020 Aus Von elsenorweb

In Corona-Homeofficezeiten bekommt man auch Absagen um 20 Uhr oder 22 Uhr. Daran muss man sich auch mal gewöhnen. Wie schon mal geschrieben, die Absagen im kaufmännischen Bereich sind sehr respektvoll, im IT Bereich – also für eine Stelle in der IT, egal für was, da habe ich immer den Eindruck, dass da Kleinkinder absagen. Da wird geschludert ohne Ende. Wahrscheinlich nimmt man meine Bewerbungen nicht ernsthaft genug.

Dann gibt es keinen Fachkräftemangel in der IT und das ist dann nicht mein Problem. Dann müssen die Firmen ihre IT Helpdesks und Programmierabteilungen zusehen, wie sie ihre Stellen füllen. Ich habe dann auch kein Interesse mehr.

Die Kurse in Udemy mache ich privat weiter, um zuschauen, ob ich wie ich meine Webseite(n) weiter verbessern kann. Einiges aus dem Kurs über Web-Development habe ich schon in meine aktuelle Webseite integriert.

Mich wundert allerdings, dass bei den ganzen Kursen immer wieder Übungen für Spiele gibt. Ich habe oftmals den Eindruck, dass man programmiert, dass man für alle Leute Spiele bereit stellt. Nichts gegen Spiele, aber ich möchte ernsthafte praktische Anwendungen haben, die uns als Gesellschaft weiterbringen könnten, zumindest so einige Gedankenanstöße bringen könnten.

Ist das buntblinkende Würfelspiel immer noch sehr hipp? Will man so den ganzen Tag vertrödeln?

In meinem Urlaub habe ich vieles geschafft. Ich habe viele alte Dokumente, Schreiben von meiner Bank, von Versicherungen und sonstiges eingescannt. Da lagen noch ein Haufen solcher Schreiben herum. Eingescannt und das Papierschreiben entsorgt. Das ist ja der Sinn dahin. Dann werden sie auf der externen Festplatte gespeichert und aufbewahrt. Auch da werden wahrscheinlich nie mehr angeschaut, aber der Platzverbrauch innerhalb der Wohnung ist drastisch reduziert.

Bei der Auflösung der Sachen von meinem verstorbenen Vater hatte ich das 2016 gemacht, eingescannt, Original, wenn es keine offizielle Urkunde ist, entsorgt. Mein Vater hatte sehr viele Aktenordner. Ich hielt es und halte es nicht für zeitgemäß Aktenordner zu Hause zu sammeln und wenn man dann etwas suchen muss, dann sucht man auch wieder.

Ansonsten viel schwimmen gewesen und auch einen Tagesausflug gemacht. Zeit für eine Unterkunft wie in den letzten Jahren zuvor, hatte ich nicht. Ich hatte auch keine Lust. Meine Wohnung von diesen ganzen Papierkram zu entsorgen, neues IT-Wissen anzueignen und natürlich auch Bewerbungen zu schreiben, war mir wichtiger.

Verreisen kann ich wieder, wenn ich wieder einen sicheren Job habe, mich nicht in dem gleichen Jahr bewerben muss und wo es dann etwas sorgloser zur Sache geht.

Meine Meldung als Arbeitssuchend bei der Bundesagentur für Arbeit ist auch raus. Nachdem nichts von denen kam, kein Schreiben und so, habe ich auf Anraten eines Kollegen da noch einmal angerufen. Der Datensatz seiner auch arbeitssuchendender Ehefrau wurde wahrscheinlich gar nicht richtig angelegt, obwohl sie sich da durch das gesamte Verfahren gewühlt hatte, so dass sie nicht als arbeitssuchend bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet war.

Natürlich suche ich auch nach IT-Stellen und schreibe hin und wieder eine Bewerbung, wenn ich denke, es könnte gut passen, aber den Glauben, dass ich dort eine echte Chance habe, dort weiterzuarbeiten, habe ich nicht. Außer vielleicht bei Firmen, die bei Kununu einen Wert um 3,0 haben, wo alle warnen, dort zu arbeiten. Zeitarbeitsfirmen vermitteln gerne zu solchen Firmen, weil sie bestimmt auf die schnelle und erfolgreiche Provision hoffen. Für solche Firmen, die ihre Mitarbeiter und die Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen gerne ausbeuten, offiziell wird immer von der besten Firma, da werden total glückliche Gesichter (Stockphotos) auf der Homepage gezeigt, da wird das Blaue vom Himmel versprochen, für solche Firmen sind Zeitarbeitsfirmen der natürliche Nachschub.

Die Zeitarbeitsarbeitsfirmen liefern uns die Menschen, die wir dann gnadenlos ausbeuten können, wird in solchen Firmen gerne geglaubt.

Also wenn es kein Vorschlag von der Agentur für Arbeit sein wird, werde ich alles andere ablehnen, wenn ich bei Kununu eine 3,0 oder ähnliches sehe. Eine 3,9 oder 4,0 muss dort schon stehen.

Bei Kleinfirmen muss man bei einem Vorstellungsgespräch genau hinhören. Ich hatte mich in einer kleinen Firma sehr wohl gefühlt und dachte, ich hätte den idealen Arbeitsplatz gefunden. Leider wurde ich nach 2 Monaten gekündigt. In der Probezeit bedarf es keinerlei Gründe. Schade, denn die Art der Arbeit hatte mir gefallen, ich wäre auch gerne länger geblieben.

Vielleicht habe ich auch das Glück, dass ich wieder so einen Arbeitgeber finde, der wie meine erste Firma in mir eine gute Chance sieht und mich gerne jahrelang fördert.

Ich persönlich halte nichts von dieser Regel, dass man alle 5 Jahre spätestens wechseln sollte.

Mir schießt immer der Gedanke durch den Kopf. Man wird ja nicht jünger oder bleibt gleich alt. Wenn ich jetzt mit 60 Jahren so viele verschiedene Firmen und Arbeitsweisen kennengelernt habe, wozu ist mein Wissen dann noch gut? Man geht mit 65 / 67 / eventuell 70 in Rente und dann hat man zwar das Wissen von 20 Firmen, von 20 verschiedenen Branchen, kennt sich mit allem gut aus und dann? Breitet man sein Wissen in Youtube-Videos aus oder hält man dann Lesungen an der Uni oder wofür hat man sein gesamtes Wissen gesammelt, wenn alle 5 Jahre wechselt oder wird man unsterblich?

Ziel sollte es doch sein, dass man solange wie möglich in einem Unternehmen bleibt, wenn es einem gefällt, weil auch die Aufgaben so vielfältig sind, weil man einen Chef hat, der an einem glaubt und dementsprechend fördert.

Für mich ist das ideal, weil ich bin ja nicht der Typ, der sich gut verkaufen kann. Ich glaube, ich kann für ein Produkt bessere Werbung machen, als für mich selber.

Als Alternative habe ich mir auch auserkoren, dass ich mich auch neben einem festen Arbeitsplatz für längerfristige Aufgaben entweder im kaufmännischen oder IT Bereich auch Überlegungen angestellt habe, einen befristeten Vertrag zu suchen, um die Coronakrise so einigermaßen zu überstehen. Es ist saumäßig blöd, dass mein Vertrag automatisch genau in dieser Zeit endet.

Am Donnerstag bin ich das erste Mal in meinem Leben auch aus der Hotline für die Agentur für Arbeit heraus geschmissen worden, weil sich so viele gemeldet hatten. Das war am späten Nachmittag. Daher habe ich dann am Freitag Morgen um 8 Uhr direkt angerufen.

Ich hoffe, das Wochenende wird endlich wettertechnisch besser als die letzten beiden Wochen (bis auf Dienstag).

Vielleicht habe ich ja im nächsten Jahr mehr Glück, wenn ich wieder in Lohn und Brot stehe, dass ich dann einen Urlaub nehme, wo es zwei Wochen nicht regnet. Selbst wenn ich drei Wochen Urlaub genommen hätte, hätte es auch drei Wochen geregnet.

Wenn ich die Spätschicht hatte, also bis 20 Uhr, war das Wetter super klasse, wenn ich die Frühschicht, eine Woche später, war das Wetter selten trocken und warm im Sommer.

Ich hatte diesem Jahr, im Februar und März wochenlang Normalschicht. Es hatte immer geregnet, hatte ich Mittelschicht / Spätschicht wurde das Wetter trockener. Da besteht doch ein Zusammenhang, oder? Zufall? Weiß ich nicht, aber ist immer wieder komisch.

Theoretisch müsste es jetzt vom 16.09.2020 bis mindestens 30.09.2021 nur regnen, weil ich ohne Arbeit da stehe. Aber bestimmt, wenn etwas hoffentlich gefunden habe, kehrt die Sonne zurück. Davon gehe ich aus.