Allerheiligen 2020 wird nicht überall „gefeiert“

1. November 2020 Aus Von elsenorweb

In Polen und in Luxemburg kann man nicht auf dem Friedhof gehen, um seiner Toten zu gedenken. Ich frage mich aber eigentlich schon seit Kindesbeinen, warum besucht die Bevölkerung nicht an Allerseelen den Friedhof, denn soweit ich das verstehe, geht es um alle. Bei Allerheiligen soll es doch „nur“ um Heilige gehen.

Das Grab meiner Mutter hatte schon zu Lebzeiten meines Vaters einebnen lassen und meinen Vater habe ich per Urne anonym begraben lassen. Ich hatte keine Lust noch da um die Grabpflege zu kümmern.

Klar Allerheiligen wird nicht in den Ländern mit überwiegend evangelischen Bevölkerungen gefeiert, aber mir ging es hier darum, dass es um den Einschränkungen in den Staaten, wo die Bevölkerung normalerweise an Allerheiligen zum Friedhof wandert.

Die große Panik, wie sie hier in Europa geschürt wird, vermag ich nicht zu sehen in anderen Ländern. In unserem Frühjahr der Nordhalbkugel wurden die Maßnahmen zum Beispiel in Kolumbien sofort eingeführt. Gestern Abend, als ich die Artikel von drei Zeitungen (hier eine) durchlas, ist von Corona nur noch wenig übrig. Es wird irgendwo im Text mal erwähnt, aber das Leben scheint dort nicht so „panisch“ zu verlaufen wie bei uns hier. Diese Zeitungen hatte ich auch im Frühjahr 2020 angesehen und dort war auch Corona auf der Titelseiten, wenn man das so online sagen kann.

In der mexikanischen Finanzzeitung wird Corona sehr häufig erwähnt. Also so ganz verschwunden ist es dort nicht.

Allerdings liest man eher so andere Berichte, die in Zusammenhang mit Corona stehen mit Sorge. Die mexikanische Fluglinie „Aeromexiko“ soll finanzielle Schwierigkeiten haben. Sie fliegt schon eine Weile unter dem Gläubigerschutz.

Aber der FC Barcelona soll finanzielle Schwierigkeiten haben und auch die Kölner Haie.

Beim FC Barcelona geht es nur um die Fußballabteilung, denn der Verein hat auch noch eine Handballabteilung, Basketball, Futsal, Rollhockey, Eishockey, Rugby, Volleyball und Leichtathletik. Natürlich ist die Fußballabteilung die bekannteste.

Soweit ich das gelesen habe, wird der ÖPNV anders als im Frühjahr, diesmal nicht heruntergefahren. Im Frühjahr hatten ja sehr viele Verkehrsbetriebe ihre Kapazitäten so verringert, dass sie von Mo.–Fr. im Sonntagsfahrplan fuhren. Da habe ich noch keinerlei Ankündigungen gelesen. Nur Flixbus und Flixtrain werden im gesamten November nicht fahren.

Die vorletzte Fluggesellschaft, die russische Alrosa Airlines hat ihre betagten Tupolev Tu 154 in Rente geschickt. Damit geht auch eine weitere Ära zu Ende. Es sollen noch zwei in Nordkorea unregelmäßig in Dienst sein. Mit der Tu 134 war sie auch eine laute Maschine, die ich noch in Düsseldorf früher sah. Die Tu 134 kam meist von Aeroflot nach Düsseldorf. Die Zeiten sind auch vorbei.

Wegen des immer weniger werdenden Passagierflugverkehr wird am Flughafen Düsseldorf das Terminal B schließen. Ich würde mich nicht wundern, wenn wieder Flieger auf dem Apron, das Vorfeld, geparkt werden. Über Instagram bin ich mit einem aktiven Lufthansa-Piloten verbunden und der schrieb mir auf meine Nachfrage, dass die Lufthansa ihren Flugbetrieb der wiederholt eintretenden Situation anpasst (also reduziert).

Ich war ja mal im Frühjahr am Flughafen. Es war Totenstille. Damals gingen nur 8 Flüge pro Tag vom Rhein-Ruhr-Flughafen. Normal sind 8 Flüge pro Stunde.

Ich war gestern nicht schwimmen. Das habe ich mir gestern anders überlegt. Ich meine, mich zu erinnern, dass auch am Samstag im Schwimmzentrum Rüttenscheid eine Aquajogging Gruppe am Vormittag stattfindet und dann hätte es im Schwimmbecken wieder nur eine Bahn zum Schwimmen gegeben. Samstags ist normalerweise ziemlich voll, in Coronazeiten wahrscheinlich auch da nicht.

Wenn ich einen eigenen Pool hätte, würde ich ja dort schwimmen gehen. Selbst wenn ich einen eigenen Garten hätte, hätte ich mir einen kleinen aber schwimmbaren Aufblaspool gekauft und den würde ich jetzt höchstwahrscheinlich immer noch benutzen. Der Pool muss ja nur länger sein als 2 Meter sein. Man muss ja nicht unbedingt richtig schwimmen, aber im Wasser auf dem Rücken liegen, um den Rücken zu entlasten, den man durch das lange Sitzen belastet, würde sehr gut. Mir würden im eigenen Garten auch +5 Grad nichts ausmachen, auch wenn das Wasser kalt wäre. Mit einem Neoprenanzug, Wetsuit, wäre man auch geschützt. Ich bliebe ja nicht den ganzen Tag im Pool. Mit einer Plane kann man das Becken ja abdecken, damit kein Laub reinfliegt.

Wenn ich nicht immer so eine lange Anfahrt zu einem See hätte, wäre vieles schwimm technisch einfacher. Mein Vater ist nie schwimmen gegangen (er konnte ja nicht einmal schwimmen, etwas schon, aber ich war da um Längen besser) und meine Mutter ist auch, als sie noch laufen konnte, nur im Sommer gegangen. Im Gegensatz zu meinen Eltern bin ich eine richtige Wasserratte und aus diesem Grund ist es nur logisch ans Wasser zu ziehen und nicht stundenlange Anfahrten in Kauf zu nehmen.

Ich weiß, nur wenigsten Menschen können das verstehen.