Online Tutorials in YouTube sind für mich nur noch bedingt geeignet zum Lernen

27. Dezember 2020 Aus Von elsenorweb

Ich schaue mir auch gerne sehr oft einige Onlineanleitungen an, also die YouTube Anleitungen speziell bei Programmierungen. Mir ist dabei sehr oft aufgefallen, dass die Leute, die das präsentieren, sehr oft in ihrem Code hin und her springen.

Der Vortragende schreibt den Code auf, erklärt dann was und in der Regel schreibe ich den Code dann auch ab. Das Video ist auf Pause gedrückt. Ich habe ja keine Ahnung, ob es das der korrekte Code ist oder nicht. Dann starte ich das Video erneut und dann löscht der Vortragende ein Teil des Codes und sagt so sinngemäß, das wäre nun der richtige Code. Mein geschriebenes ist dann hinfällig und ich muss wieder seine Korrektur auch bei mir löschen.

Die Zeitspanne, wo der Vortragende dann die Auswirkungen seines Codes zeigt, ist so winzig, um die Pausentaste zu drücken. Meistens muss ich dann wieder zurückspulen und etc.

Es ist nervig. Warum kann man nicht mal 5 Sekunden warten ehe man das Ergebnis zeigt? Vor allem, dann zeigt man das Ergebnis und dann wird vier oder fünfmal zwischen dem Code und dem gezeigten Ergebnis und hergesprungen.

Auch Vortragende bei Udemy sind dabei betroffen. Das sehe ich sehr häufig. Und englischsprachige haben noch einmal ein höheres Tempo als deutschsprachige Vortragende. Viele sind auch noch jung und präsentieren für jüngere und die Jungen denken, dass derjenige, der davor sitzt, hätte schon programmiertechnische Vorkenntnisse.

Jetzt an Weihnachten habe ich mir immer wieder, meist am Vormittag, meine (JavaScript-) Bücher genommen und dann in Ruhe darin gelesen und wenn ich den Code nicht verstanden habe, habe ich wieder eine Seite zurückgeblättert. Das war dann wirklich entspannend.

Ich werde diese Form des Lernens, weiter fortsetzen.

Bei meinem Versuch in der VHS Python zu lernen, ist damals auch gescheitert. Der Grund war, dass einige Leute auch im Kurs saßen, die schon einmal beruflich mit Python zu tun hatten, aber nur so rudimentär und wollten jetzt ihr Wissen auffrischen bzw. erklärt haben. Von den 12 Leuten saßen mit mir 3 andere Leute, die noch nie programmiert hatten. Die Kursleiterin zog aber ihr Tempo durch. Für mich war das damals zu schnell. Das habe ich bei den Aufgaben gesehen. Die schon beruflich damit zu tun hatten, waren fix mit der Aufgabe fertig, während ich gerade die Variablen fertig hatte und dann wusste nicht, wie ich dann weiter komme. Zwar hat die Kursleiterin auch mal bei mir geschaut.

Eigentlich wollte ich in diesem Jahr noch einmal einen Kurs machen, also in der VHS oder sonst wo, aber durch das verdammte Corona-Virus und diese verdammte Lockdowns, wo alles geschlossen wurde, versuche ich das mir alles selbst zu erlernen. Eine Programmiersprache zu erlernen ist was anderes als jetzt bei einem fertig programmiertes Programm, wo nur man die richtigen Menüs finden muss, um seine Arbeit zu machen.

Ich bin nur froh, dass ich Spanisch, Französisch und Niederländisch alles gelernt habe, als man überhaupt noch nicht an Corona gedacht hatte (nämlich 2008 bis 2018 ungefähr).

Beim Programmieren bin ich bislang nur so weit gekommen, dass ich den Code abschreibe und dann ihn zu verändern und schauen, ob es noch funktioniert.

Manche sagen, so höre ich auch immer wieder, man soll es nicht abschreiben, sondern selber alles ausprobieren. Das wäre ein toller Lerneffekt. Nach dieser Ansicht müsste man sich jeder sofort mit Linux from Scratch beschäftigen, anstatt erst mit Linux Mint anzufangen. Ich weiß es nicht. Jeder lernt anders. Jeder darf auch anders lernen? Oder ist das auch schon verboten? Bei geführten Radtouren heißt es immer: „Das Tempo orientiert sich am langsamsten“.

Ich habe als erst die Lego Sachen nach Plan zusammen gebaut, um dann meine eigenen Kreationen zu erstellen. Vielleicht war das auch der falsche Weg damals als Kind ;-).