Jetzt geht es richtig los

27. Februar 2021 Aus Von elsenorweb

4 Wochen Schulungen sind vorbei. Am Montag geht es mit der richtigen Arbeit los. Ich durfte schon am Donnerstag und gestern die ersten richtigen Anrufe annehmen. Es hat auch wieder Spaß gemacht.

Montag beginnt dann auch der Schichtdienst, der für mich um 6 Uhr anfängt. Ich habe die Uhrzeit auch freiwillig ausgewählt. Für viele ist das typisch Sven, aber so bin ich halt. Ich bin ein Frühaufsteher.

Wir hatten richtig schön warme Tage hier in Westdeutschland. So richtig schön, kurze Hosenwetter bzw. 3/4 Hosenwetter. Einige trugen auch noch kürzer. Damit ich das auch kurz vor und nach der Arbeitszeit das genießen konnte, habe ich kurz vor der Arbeitsstätte mir die Jeanshose darüber angezogen und auf dem Rückweg umgekehrt. Es ist schön, den Wind durch an den Beinen zu spüren.

Morgens um 6.15 Uhr, wenn ich losgefahren bin, war es noch etwas kühler an den Beinen, aber erträglich. Solange mein Oberkörper noch bedeckt ist, ist es in Ordnung.

Zur Arbeit kann ich jetzt auch den Zollvereinradweg und die Kray-Wanner-Bahn nehmen. Diese Strecke habe ich in der Vergangenheit immer „nur“ für Fahrten nach Herne (zu Declathon) oder weiter genommen oder wenn ich von Bochum über die Erzbahntrasse gekommen bin.

Jetzt fahre ich bis zum Skulpturenwald in Gelsenkirchen-Ückendorf, um zur Arbeitsstätte zu gelangen. Das Schöne ist, im Gegensatz zur Fahrt durch die Stadt, dass man etwas schneller fahren kann und die Strecke auf dem Hinweg nur ganz leicht ansteigt und die B227 am Mechtenberg überbrückt wird.

An dieser Stelle, hinter der Brücke der B227 in Richtung Gelsenkirchen/Herne gibt es schon einen weiteren Streifen des RS1, der aber noch nicht dem Verkehr freigegeben ist.

Ich hoffe, das wird noch bis zum Sommer passieren, denn dann, wenn man von der Arbeit kommt und man zum Wellenfreibad Südfeldmark an der Märkische Straße fährt, könnte man hier auf den RS1 bis zur Kray-Wanner-Bahn fahren.

Aber Deutschland hat ja Dank Corona ganz andere Sorgen als den Weiterbau von Radwegen. Ich würde mich nicht wundern, wenn die weiteren Planungsarbeiten wegen Corona auf unbestimmte Zeiten verschoben worden sind.

Ich kann wirklich Autofahrer nicht verstehen, wenn sie jetzt neidvoll auf uns Radfahrer schauen. Viele Autofahrer meckern, weil deren Verkehrswege nicht ausgebaut bekommen. Wenn ich mir hier das Ruhrgebiet anschaue, wo ich halt wohne, dann ist die Entfernung zur nächsten Autobahn wirklich nicht weit.

Oder möchte der Deutsche keine 10 Meter von der nächsten Autobahnausfahrt wohnen?

Ich weiß, sehr viele Menschen wollen noch mehr Autobahnen, wie den langgehegten Wunsch der A52 von Essen nach Gladbeck, die dann mitten durch Essen verlaufen soll. Die Planungen dauern schon mehr als 40 Jahre und von mir aus können sie noch sehr viele Jahrzehnte andauern. Der Autobahnabschnitt ist für mich total überflüssig, es sei denn man baut parallel zur Autobahn noch einen breiten und abgetrennten Fahrradweg dazu, denn eine Nord-Süd-Verbindung, kreuzungsfrei, wäre für uns Radfahrer sehr ideal.

Aber an einer Autobahn einen abgetrennten Radweg zu bauen, das ist in Deutschland eine unmögliche Denke in den deutschen, stark verkrusteten Behörden.

Natürlich wird derzeit immer wieder neu diskutiert, an der A52, im bestehenden südlichen Abschnitt auf der Mintarder Brücke einen Radweg anzulegen, wie er schon auf der A40 über deren Rheinüberquerung im Duisburger Westen realisiert worden ist, aber bis sich eine deutsche Behörde, sprich StrassenNRW, dazu durchringen kann, wird noch äußerst viel Wasser dem Rhein herunterfließen. Vielleicht werden das die Menschen in 200 Jahren machen können, aber derzeit halte ich das für sehr unmöglich.