Deutsche Behörden sind ein absolutes Nicht-IT Land

21. März 2021 Aus Von elsenorweb

Dieser Artikel vom heutigen Sonntag, 21.03.2021, aus der WELT beweist. Die Kontodaten von tausenden Betrieben, die auf ihre Coronahilfen waren, müssen händisch abgeglichen werden. Ich musste wirklich laut lachen. Aber was darf bei uns noch schocken in Sachen IT und Digitalisierung? Eigentlich gar nichts mehr.

Deutschland ist sowieso umringt von einigen sehr namhaften afrikanischen Staaten im weltweiten Ranking irgendwo im unteren Mittelfeld was die Digitalisierung angeht. Südkorea wird uns gar nicht mehr bemerken.

Niemand bei diesem Kontoabgleich auf die Erstellung eines Pythonscripts? Ah nee, das würde ja noch einmal 2 Jahre brauchen bis das megaperfekt funktioniert. Da ist so ein händischer Abgleich doch um 1 Woche (also 1 Jahr und 52 Wochen anstatt 1 Jahr und 53 Wochen) schneller als zwei Jahre auf die Erstellung eines Scripts.

Ich würde mich auch nicht wundern, wenn man alles überprüft hat, das Geld jedem einzelnen persönlich per Pferdekutsche überbringt und so lange vor der Haustür steht, bis der tatsächliche Besitzer aufmacht.

Natürlich, aber wenn es anders herumgehen soll, dass die Behörde das Geld bekommen möchte, dann kann es nicht schnell genug gehen. Am besten noch vor-vor-vor gestern. Ich muss aber dann natürlich auch den Behördenweg gehen. Also Geld auszahlen lassen, persönlich vorbeikommen, persönlich ausweisen, persönlich unterschreiben, ach ja und vorher noch persönlich einen Termin ausmachen. Vielleicht muss ich vorher persönlich noch unterschreiben, dass ich am Tag persönlich vorbeikomme, um den persönlichen Termin auszumachen. Vieles ginge ja über das böse Internet, aber das ist ja tabu in Deutschland.

Digitale Behörden gibt ja nur in Spanien, Südkorea und sonst auf wo diesem Planeten, aber nicht im internetfeindlichen Deutschland. Außerdem jetzt ist Coronapandemie und da niemand Zeit (und Lust) das Internet auszubauen, denn die Auszahlung, händisch versteht sich von selbst, der Coronahilfen beansprucht so viel Zeit und vor allem Fachwissen (man muss mindestens 10 Jahre Berufserfahrung mit der Auszahlung von Coronahilfen haben und Zertifikate, dass man, staatlich geprüft ist, Coronahilfen auszuzahlen – das muss alles vorher staatlich geprüft worden sein – das kann kein normaler Beamter und einer aus der freien Wirtschaft sowieso nicht, machen).