Niemand war bereit

13. September 2016 Aus Von elsenorweb

Wie so häufig endet die Hilfsbereitschaft der Leute, wenn es um Transportieren oder etc.. geht. So auch in meinem Falle, der alten Wohnung in Essen-Altendorf. Ich hatte daher beschlossen, den guten Wohnzimmerschrank, ca. 20 Jahre alt, aber in einem Top-Zustand zu zerlegen und zu den Entsorgungsbetrieben zu entsorgen. Ich habe das am Sonntag vormittag gemacht und gestern habe ich die erste Fuhre zur EBE gefahren. Heute und morgen kommen weitere Teile dran, vielleicht fahre ich heute doppelt. Dass es aber noch bis 34 Grad heiß werden würde, hätte ich nicht im Traum gedacht. Ich dachte, der September wäre zwar sonnig, aber kühler, aber so kann man sich noch einmal arg täuschen. Wahrscheinlich ist das meiner mangelhaften Lebenserfahrung wieder einmal geschuldet, dass ich das nicht weiß. Gut für die Zukunft weiß ich auch Bescheid.

Gestern habe ich noch den Sperrmüll aktiviert, das heißt die EBE per bestätigten Mailformular aufgefordert, den Kühlschrank, ein altes Fahrrad, einen Wohnzimmertisch mit Marmorplatte, eine Schlafcouch, eine alte Matraze und meinen alten Elektroofen (wobei hier das Ceranfeld nicht mehr funktioniert) in Auftrag gegeben.

Den Kühlschrank, aber auch den noch den Wohnzimmerschrank, bzw. die Schlafcouch wollte ich noch spenden, aber weder die Caritas noch durch eine private Vermittelung für die Flüchtlingshilfe, wollte die Sachen haben. Aber leider hatte man 3 bis 4 Wochen Wartezeit dafür. Die Menschen, es gab nur eine Person dafür, waren wohl ziemlich überlastet und nur per Handy erreichbar. Nichts mit schriftlichen Papieren oder so. Wahrscheinlich ist das so, wenn man damit keine Geschäfte machen kann, solange ist auch in Deutschland alles larifari.

Jetzt wollte ich nicht mehr warten und einige noch sehr funktionstüchtige Sachen wandern auf dem Sperrmüll. Tut mir leid, aber ich kann nicht mehr warten. Am 30.09. muss ich raus sein. Daher habe ich für Trödelei keine Zeit mehr. Ich weiß, die meisten würden das mit Sicherheit noch jahrelang bereden wollen, damit man alle Möglichkeiten ausschöpfen kann.

Die Waschmaschine, ein Toploader, habe ich für einen Umzugsservice in Auftrag gegeben, dass es zu mir nach Stoppenberg transportieren soll. Ich hoffe, dafür muss man kein stundenlanges Beratungsgespräch in Kauf nehmen.

Wie ich den Kühlschrank und den Elektroofen von der zweiten Etage (ohne Aufzug) nach unten bekomme, weiß ich noch nicht. Wahrscheinlich muss ich mal Nachbarn fragen, die sich mal erbarmen mir zu helfen, denn der Elektroofen und der Kühlschrank sind leider nicht leicht. Alles andere würde ich auch alleine schaffen. Vielleicht schafft das jeder auch alleine und ich soll mich mal wieder nicht so anstellen, wie ein kleines Kind.