Office 365 Schulung

Ich war gestern in Düsseldorf bei einer Schulung für Office 365. Es war eine private Angelegenheit. Meine Firma wollte die Kosten nicht übernehmen, weil ich nicht in einem solchen Projekt arbeite, sondern nur im „Helpdesk“. Es war ein wunderbarer Tag. Ich habe viele Einblicke bekommen, besonders in das neue Sharepoint, OneDrive, Teams und PowerBI.

Da sich niemand anders für den Tag eingeschrieben hatte, war das eine Einzelschulung (in der VHS wäre so ein Kurs ausgefallen) und daher konnte der Dozent gut auf meine Bedürfnisse eingehen.

Ich kannte die Firma durch Schulungskurse von meinem ersten Arbeitgeber und fand sie schon damals sehr gut und das kann ich wiederum bestätigen.

Bis auf meinem ersten Arbeitgeber kann ich nur sagen, dass die weiteren Firmen wo ich war, auf Schulungen ihrer Mitarbeiter Wert gelegt haben. Hier galt das Prinzip: „arbeiten“. Für Weiterbildung ist kein Geld vorhanden. Bei Kleinstfirmen bis 50 Mitarbeitern habe ich noch Verständnis, aber bei großen Firmen, bei mehreren hunderten von Mitarbeitern, eher weniger.

Die Vorteile von den Firmen, die ihre Mitarbeiter auf Schulungen schicken, sie können Kurse buchen, die auf ihr Unternehmen gerichtet sind und gerade in der IT ist die Entwicklung so schnell. So etwas kann man nicht mit einigen Powerpoint Folien abwickeln. Ja, ich sehe das noch sehr altmodisch, aber für Schulungen gerade in der IT muss man noch altmodisch sein.

Natürlich ist es schick, zu Hause am PC solche Kurse zu machen, aber ich kenne mich auch; man fängt diese mal an und dann kommt irgendwas dazwischen und dann muss man wieder ungeheurere Selbstdisziplin aufbringen, um da weiter zu machen, denn sonst gerät man schnell in dauerhafte Ausreden: „Ach nee, heute nicht, heute bin ich zu müde, oder mein/e Partner/inn will mit mir shoppen ins / Theater, Kino, schwimmen gehen, oder das Wetter ist zu schlecht, oder zu schön oder keine Ahnung was. Und dann schiebt man das wochenlang vor sich her. Vielleicht war der Anfang auch nicht so interessant und dann verliert man die Lust daran und etc….

Schickt die Firma einen Mitarbeiter nicht zur Schulung/Weiterbildung und der Mitarbeiter hat einen eigenen Antrieb zur Weiterbildung, aber hat andere Interessen, als der Firmenchef, dann bildet sich der Mensch selber weiter. Aber das muss nicht den Bedürfnissen der Firma entsprechen.

Also in meinem Falle, wo ich solche Kurse wie Docker / Kubernetes / Linux Kommandozeile / Shellscripting / Windows PowerShell auch interessant fände, oder meinen angefangenen Python-Kurs so etwas kann ich nicht im Helpdesk anwenden, aber vielleicht anderswo.

Firmen, die gerne Powerpoint Folien verteilen und meinen damit ihren Part der Weiterbildung getan zu haben, sei gesagt, dass es dann im Unternehmen auch Ansprechpartner geben muss, den man mit Fragen bombardieren kann, denn Fragen kommen immer zwangsläufig. Fragen zu stellen, ist menschlich. Nicht jeder versteht das immer sofort wie ein anderer es gemeint hat.

Ein Kurs wie gestern live vor Ort oder wie mein noch aktuell laufender Python-Kurs, da gibt oder gab es mindestens eine Person, wo man Fragen stellen kann. Also direkt Fragen stellen kann und nicht mit einer Verzögerung von einigen Tagen. Meistens sind dann solche Personen irgendwann genervt, wo sie auf die Fragen nicht mehr eingehen.

Für die vielen Kritiker der Digitalisierung sei auch gesagt; ich sehe nicht, dass das zwischenmenschliche trotz Smartphone, PC, Internet und etc.. verloren gegangen ist. Es wird ja immer sehr gerne behauptet, dass man sich nicht mehr sehen möchte, nur noch alles digital machen, im stillen Kämmerlein.

Vielleicht liegt es auch viel mehr daran, dass die Arbeitswelt sich verändert hat. Die meisten arbeiten nicht mehr von 8 bis 17 Uhr, sondern zu anderen Zeiten oder man hat nach der Arbeit einfach keine Lust, mehr etwas zu machen, weil die Arbeitstage eher zu stressig geworden sind.

In meinem Python-Kurs in der VHS sitzen Leute, Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 68 Jahren. Ok, ich kann das auch eher nur bei Fremdsprachen und der IT so sehen.

In solchen Kursen tauscht man sich auch viel eher aus. Natürlich ist der erste Kontaktpunkt der besuchte Kurs. Unterschiedliche Sichtweisen kommen dann zum Vorschein. Hier gestern in der Mittagspause unterhält man sich erst über die IT und dann gibt es irgendwo einen Punkt, wo man dann das Thema wechselt. Das ist aber ganz natürlich.

Meine Erfahrung nach hatte ich bislang noch nie einen Kurs, wo man sich nicht verstanden hätte.

Also das Kursgeld von 327 Euro von meinem gestrigen Kurs, wo Getränke, Knabbereien und das gemeinsame Mittagessen (im Preis inbegriffen), Schulungsunterlagen und das begehrte Zertifikat mit einbeschlossen ist, war es allemal wert. Ich komme gerne dorthin wieder zurück für andere Kurse.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, Linux abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.