Ich muss ehrlich sagen – herrlich

Ich habe diese Woche Spätschicht. Eigentlich bin ich immer deswegen sehr böse, aber Spätschicht im Homeoffice ist doch gut. Nein, nicht dass einer denkt, dass ich sie nun abgöttisch liebe. Das will ich nicht sagen, aber man kann im Homeoffice und Spätschicht morgens noch sehr viel machen und das gefühlt ohne Zeitdruck. Ich hätte sonst immer nur die Gedanken: Wie pünktlich sind die Züge? Wie früher muss ich losfahren, damit ich um 11.15 Uhr anfange? Ich würde ja auch gerne erst um 11 Uhr am Flughafenbahnhof ankommen, aber der RE2 (Osnabrück-Düsseldorf), der um 10.45 Uhr ankommt, hat immer Verspätung oder er fährt nie durch. Auf dem RE2 ist nie Verlass. Daher ist für mich immer gefühlt die letzte Möglichkeit mit dem RE1. Dann hat man noch Puffer.

Ich bin ja nie aus Spaß so früh angekommen, aber bei den verdammten Zügen ist nie Verlass. Man muss das immer stark misstrauen und daher ist im Büro in Düsseldorf die Spätschicht immer ein Gräuel und auf der Rückfahrt sowieso. Wie oft der RE2 um 20.13 Uhr ausfällt, kann man sich nicht vorstellen. Oder wenn er fährt hat er in Essen immer mindestens 20 Minuten Verspätung, weil er in Duisburg immer auf die arg verspäteten Intercity Züge warten muss.

Weil der RE1 um 20.28 Uhr auch immer Verspätung hat, meist 5 bis 15 Minuten, käme erst weit nach 21 Uhr in Essen HBF an und dann noch weiter mit dem Rad 20 Minuten. Das heißt, wenn man Pech hat, macht man um 20 Uhr Feierabend und ist um 21.30 Uhr erst zu Hause und da die Bahn sich immer als total unschuldig sieht, gehe ich um 19.55 Uhr aus dem Büro, um mit dem RE6 um 20.05 Uhr zu fahren. Der kommt dann um 20.27 Uhr in Essen HBF an, wo ich entweder noch in Duisburg HBF wäre oder noch gar nicht vom Flughafenbahnhof in Düsseldorf abgefahren wäre.

Also liebe Arbeitgeber, Spätschicht ja, aber nur vom Homeoffice. Ich habe keine Lust, mich über die Dauerausfälle und Dauerverspätungen bei der Bahn nach der Arbeit aufzuregen.

Wenn nicht möglich, dann eben nicht. Es gibt andere Leute, die um die Ecke wohnen, wo es möglich ist.

Ich habe keine Lust mehr am Abend oftmals 1,5 Stunden nach Hause zu fahren, um am Morgen danach wieder 2 Stunden einplanen muss, weil man nicht weiß, wann die Züge fahren. Ich habe das drei Jahre gemacht. Ich war vorher im Glauben, es würde bei der Bahn auf einer Hauptstrecke klappen, aber es klappt nicht.

Und was noch wichtig ist, ich bin um 20 Uhr müde. Man muss dann beim Fahrradfahren im Winter, womöglich noch bei Regen, kalt ungemütlich, dann noch aufpassen, dass ich nicht vom Rad falle.

Ich werde in der nächsten Woche 42 Jahre alt und so was möchte ich nicht noch 25 Jahre machen wollen. Oder wer macht so etwas freiwillig mit?

Wenn meine Arbeitsstelle 15 bis 20 Minuten mit dem Rad entfernt ist, dann kann man es noch machen. Aber Dauerausfälle, Dauerverspätungen bei der Bahn um 20 Uhr möchte ich nicht mehr erleben.

Zusammen gefasst: Ich bin in der Spätschicht 12 Stunden unterwegs und abends mit Wut im Bauch und todmüde. Wenn ich um 21.15 bis 21.30 Uhr zu Hause bin, gehe ich auch um 22 Uhr ins Bett und stehe um 5 Uhr morgens auf. Ich bleibe ein Frühaufsteher, aber darauf nimmt ja eh kein Arbeitgeber mehr Rücksicht. Dann bin ich am Abend nach 18 Uhr halt nicht mehr so produktiv. Nach 18 Uhr zähle ich die Stunden und Minuten bis Feierabend. Das habe ich bislang bei meinen Spätschichten immer gemacht. Das muss dann ein Arbeitgeber bei mir mit einkalkulieren.

Das Wochenende war gut. Ich war am Samstag in Dortmund. Es hat auch überraschend sehr gut geklappt mit der Bahn. Neben dem Innenstadtbesuch habe ich mir noch den Hoeschpark angeschaut.

Haupteingang vom Hoeschpark

Im Hoeschpark gibt es American Football und ein Baseballstadion. Eigentlich gibt es dort noch das Freibad Stockheide, aber das macht wohl in diesem Jahr nicht mehr auf. Der Hinweis am Eingang am Hoeschpark lautete: „Bis auf weiteres geschlossen“. Da wir schon Mitte Juni haben und Ende August die meisten Bäder wieder schließen, kann man davon ausgehen, was bis jetzt nicht aufgemacht hat, das macht in diesem Jahr nicht mehr auf – also an Freibädern.

Freibad Stockheide

Ich habe auch meinen MySQL Kurs in Udemy gestern beendet. Das Wetter war ja nicht so berauschend. Ich bin auch nur kurz eine kurze Runde durch Stoppenberg und Schonnebeck gefahren. Es war ja schwülwarm.

Meine seit langem geplante Tour von Sythen (Haltern am See) über Senden nach Münster und zurück, mache ich am Besten im Urlaub in knapp zwei Wochen. Aber da werde ich wohl eine Übernachtung mit einplanen.

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