Wer kann hier seinen Job nicht?

Ich habe heute mal wieder eine Absage kassiert. In der Anrede stand: „Herr/Frau Krämer“. Beim Bewerber ist das ein absolutes No-Go, aber wenn jemand in der Firma arbeitet, dann sind solche Fehler ganz normal und werden verziehen.

Mit der Serienbrieffunktion von Outlook wäre das nicht passiert.

Eine einfache Suchanfrage in Google hat mich innerhalb von einer Minute zum Ergebnis gebracht (ich hatte das schon sehr oft im Helpdesk). Das kann nicht so schwer sein, oder?

Dann schickt mir der Konzern einen Link, wo ich Feedback abliefern soll, aber dieser Link führt zu einer Fehlermeldung.

Also mir sagt man ab; ich kann keinen IT Support, aber derjenige, der die Mail abschickt, kann keine Massenmails schreiben. Ok für den Konzern ist das egal, man hat den lästigen Bewerber entsorgt. Auf Nimmerwiedersehen. Bewerben werde ich da auf keinen Fall und bestimmt auch keine positive Empfehlung im Bekanntenkreis aussprechen. Ok, für Konzerne ist das egal, wie gut oder schlecht der Ruf ist.

Ich habe auch mal bei abgesagten Bewerbungen Freundschaftsanfragen bei Linkedin gestellt. Nur eine Person wollte noch weiterhin Kontakt haben. Internet, soziale (berufliche) Medien scheinen immer noch für einen Großteil der Firmen Neuland zu sein. Wie Henrik Zaborowski schon des öfteren sagte, auch wenn man jetzt zu diesem Zeitpunkt keinen passenden Job für den Menschen gefunden hat, aber man kann doch in Kontakt bleiben. Vielleicht gibt es in der nahen Zukunft einen passenden Job.

Oder ist selbst Linkedin für die meisten Deutschen viel zu feindselig? Warum diese Ängstlichkeit?

Also ich verstehe das nicht.

Ja es ist viel härter derzeit in der Coronazeit etwas zu finden. Man muss als Bewerber sehr flexibel sein. Die Firmen haben jetzt wieder die Oberhand und können sich aus den Massen die Eierlegendewollmilchsau finden.

Ich habe in der Bewerbung beworben, dass einen Anwender innerhalb von 5 Minuten ins Internet und ins VPN bringen kann.

Klingt das zu unglaubwürdig? Seltsam, dass ich das von mehr als 10 Mal geschafft habe, die Anwender konnten sofort weiterarbeiten. Möchte man keine zufriedenen Anwender haben, dann bin ich die schlechte Wahl. Keinen Zugriff auf den Windows Shared Folder, habe ich heute innerhalb von einigen Minuten geschafft.

Leute, die keine Ahnung davon haben, können sich das nicht vorstellen. Eigentlich ist es doch kein Wunder, wenn erfahrendes Personal ins Ausland abwandert, weil die Deutschen Firmen die Messlatte entweder maßlos übertrieben hoch setzen.

Ich weiß auch immer aus der Vergangenheit. Die meisten Leute stören sich immer an etwas. Entweder hat man zu viel Erfahrung oder zu wenig. Wenn das Erste nicht zutrifft, dann auf jeden Fall das Zweite. Oder man sei unvermittelbar, wie das Bernd Slaghuis in seinem jüngsten Beitrag in Xing veröffentlichte.

Oder man sei überqualifiziert und noch schlimmer sind Allrounder für Personaler. Also einen Allrounder einzustellen geht gar nicht. Das ist ein No-Go für jeden Personaler. Lieber eher überqualifiziert und unvermittelbar, als ein Allrounder. Pui. Die Leute können einen den ganzen Tag verderben oder noch viele andere mehr.

Dann bilde ich mich als Allrounder mit dem Python 3 Bootcamp von Colt Steele weiter und wenn ich dann noch Lust habe, mache ich meinen Kurs mit SQL weiter.

Eigentlich unverantwortlich, wie ich nur so viele Interessen haben kann. Das kann sich keiner vorstellen ;-).

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