42 Jahre jung

Das bin ich seit heute und weiser geworden? Das weiß ich nicht. Aber immer noch Single. Ja, manchmal schon leider, aber na ja, vielleicht kommt ja bald SIE, vielleicht spreche ich ja schon heute mit ihr (oder gestern).

Ich habe auf jeden Fall mit jemanden, den ich noch aus meinen Stammtischzeiten kenne, Kontakt aufgenommen. Aber mehr zu unbewusst. Auf Linkedin gibt es viele Mitteilungen wegen Geburtstagen oder wegen Jubiläums. Ich nutze das immer, um ins Gedächtnis der Leute zu bringen, indem ich gratuliere. Ich meine das schon sehr ernst, denn schließlich braucht man zueinander auf diesem Planeten irgendwie doch. Es wäre doch sehr schade, wenn man die Resourceen, also das Wissen, die Kontakte, die einer so hat, so vergeudet, wie es so viele Menschen machen.

Soziale Netzwerke sind immer noch des Teufelsweihwasser für viele. Es geht doch um Kontakte, nicht unbedingt um tiefer sitzende Freundschaften (wenn sie sich daraus entwickeln, umso besser). Man kann sich nur in Erinnerung bringen, wenn man miteinander agiert. Ob das immer für einen immer etwas bringt, das ist eine andere Geschichte.

Jeder hat doch Potenziale, die man nur ausnutzen braucht. Was nützen einem die besten Potenziale, wenn man nur diese für sich, für die Familie bzw. dem aktuellen Arbeitgeber behält?

Ich habe weder die Hoffnung auf einen neuen Arbeitsplatz verloren, auch wenn es derzeit sehr hart ist, einen zu finden, noch habe ich die Hoffnung auf eine neue feste Partnerschaft mit einer Frau verloren.

Auf meiner Fahrt am Sonntag nach Dülmen waren da einige Andeutungen vom anderem Geschlecht dabei. Ich bin dabei mit dem Zug von Essen HBF mit der RE42 nach Sythen gefahren. Dadurch, dass der RE2 seit dem 15.12.2019 von Düsseldorf nach Osnabrück HBF fährt, hält er nach Haltern nicht mehr an jedem Bahnhof. Haltern, Dülmen, Münster und dann weiter. Damit aber zwischen Essen und Münster/Westfalen ein 30 Minuten Takt entsteht, fährt die RE42 alle 30 Minuten. Das heißt im Abschnitt Essen-Münster. Das heißt wiederum einerseits fährt sie nur bis Essen HBF andererseits bis Mönchengladbach HBF.

Ich bin schließlich mit der Fahrt um .45 Uhr ab Essen HBF, Gleis 22 mit der RE42 gefahren und zwar um 8.45 Uhr.

Ich bin dann bis Sythen, einem sehr schönen Stadtteil von Haltern gefahren (aber den Stadtteil kenne ich schon längst) und dann mit dem Rad weiter über den Brookweg (direkt am Bahnhof Sythen, südliche Seite) Richtung Nordosten und bin dann einen landschaftlichen aber asphaltierten Weg nach Dülmen abgebogen und bin auf der K17, der Borkenbergestraße ausgekommen. Die K17 bin ich auf dem Mühlenweg weiter in Richtung Dülmen gefolgt bis quasi direkt ins Zentrum von Dülmen, aber mit einem Abstecher zum Lüdinghauser Tor.

Aus Dülmen stammte ein ehemaliger Arbeitskollege von meiner ersten Firma, mit dem ich sporadisch Kontakt hatte. Die TSG Dülmen war mal recht lange in der Oberliga Westfalen (Fußball).

Ich war aber nicht lange in der Innenstadt – war ja sonntags, also bin ich dann wieder zurück aber dann einen anderen Weg, nämlich zum Silbersee 3. Ich spreche hier vom Silbersee 3 und nicht vom Silbersee 2 (der zum Schwimmen freigegeben worden ist) und Silbersee 1, der geschlossen ist. Im Silbersee 3 darf man auch nicht schwimmen, aber das Wasser lädt dazu auch nicht ein. Es ist selbst am Ufer milchig, nicht gerade einladend.

Der Uferweg ist zum Teil sehr steil. Ich musste das Rad auch einmal schieben, weil der Anstieg hinter einer Kurve war und damit nicht rechnete.

Ich bin dann weiter nach Sythen gefahren. Der Stadtteil gefällt mir von allen Haltener Stadtteilen am meisten, weil er auch eine gewisse Infrastruktur mit sich bringt. Hullern wirkte damals ausgestorben, Lavesum genauso.

Es gibt hier auch ein Freibad. In Nicht-Coronazeiten wäre ich garantiert dort hingefahren. Jetzt muss man sich dort anmelden und man darf als Otto-Normalverbraucher auch nur von 9 Uhr bis 13 Uhr dort schwimmen, Vereinsmitglieder dürfen auch am Nachmittag. Also anmelden, mit einem Onlineformular und dann bekommt man einen QR-Code, den man speichern muss und dann vorzeigen muss.

So ganz spontan – das ist Vergangenheit in diesem Jahr. Ich war bislang auch noch kein einziges Mal im Freibad, nur zweimal im Auesee. Für mich ist das arg wenig.

Dann kommen auch noch diese eng beschnittenen Öffnungszeiten hinzu und jede Stadt, jeder Betrieb kocht auch noch sein eigenes Süppchen. Da die Deutschen eh so ein panisch ängstliches Volk sind, erschwert das einem, der es etwas freizügiger meint, ungemein.

Bei den Autoabgasen – das verträgt man locker, aber das Coronavirus das ist gefährlich. Für mich ist eigentlich beides gefährlich. Aber sobald in Deutschland das Thema Auto diskutiert wird, dann werden alle ganz wild und sind wie neulich in der Welt zu lesen, wo man sich überhaupt nicht vorstellen kann, komplett autofrei zu leben. Da werden urplötzlich alles für das Auto argumentiert. Es sei so unverzichtbar. Ich glaube sehr viele Menschen lügen sich da etwas selber ein.

Ich glaube, sehr viele Menschen denken überhaupt nicht mehr nach. Das Auto ist einfach da. Aufs Fliegen müssen wir verzichten, aufs Fleischessen auch (möglichst alles superteuer), kein Plastik, keine Kernkraftwerke, keine Kohlekraftwerke, alles muss super umweltfreundlich sein, aber auf das mit dieselangetriebene oder mit benzinbetriebene Auto auf das möchte keine verzichten. Da werden Leute aggressiv, die noch eben gegen den Fleischverzehr, Fliegen etc.. ausgesprochen haben.

Ich fahre Rad jeden Tag, aber esse Fleisch und möchte schon noch mal irgendwo hin fliegen. Wer Zeit hat, kann ja mit der S-Bahn nach Peking fahren, mit der S-Bahn und nicht mit dem Hochgeschwindigkeitszug oder gar Hyperloop.

Die Kraftstoffpreise fürs Auto sollen niedrig bleiben, aber das Flugbenzin muss teurer werden, das ist der Dauertenor dieser Leute.

So dann wollen wir mal meinem jährlichen Ehrentag noch einige Anrufe machen. Ich habe einen ganz normalen Arbeitstag. In meiner ersten Firma hatte man, wenn man Geburtstag an einem Arbeitstag hatte, nur die Hälfte der Stunden machen. Das heißt von meinen täglichen 4 Stunden habe ich diese auf 2 Stunden reduziert. Dazu musste man einen Beleg für die Korrektur der Stunden eintragen und kurz in der Personalabteilung anrufen.

Heutzutage muss man sich frei nehmen, oder normal durcharbeiten.

Es kommt ja eh niemand zu meinem Geburtstag. Ich habe auch niemanden eingeladen, weil bei den meisten Leuten immer was besseres kommt als eine langweilige Feier. Vor einigen Jahren, als ich hier frisch eingezogen bin, hatte ich Verwandtschaft und meinen ehemaligen Abteilungschef eingeladen.

Aber nun gut. Es ist ja nur ein Wechsel der Jahreszahl – mehr ja nicht.

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