Der Internetaufschwung soll kommen, aber wann?

Ausgerechnet die Süddeutsche veröffentlichte einen Kommentar über einen Aufschwung im Internet in Deutschland. So einen Artikel hätte ich noch von der Welt erwartet, aber von der Süddeutschen.

Es gibt da so einen Satz, den ich hier zitiere:

Zitat:

Natürlich fehlt es an der Infrastruktur, doch das ist nur das Symptom. Vor allem fehlt es in Deutschland am Mindset, an der richtigen Einstellung also

Zitatende.

Genau mein Reden.

Weiter in diesem Absatz:

Zitatanfang:

Denn mit dem nötigen Bewusstsein wäre es gar nicht erst dazu gekommen, dass Politiker eine derart wichtige Entwicklung derart grandios verschlafen hätten können. Mit dem richtigen Mindset hätte ihnen die Bevölkerung schon genügend Druck gemacht oder die Politiker wären vielleicht sogar selber draufgekommen. Aber das Internet galt vielen als Gedöns, mit dem sich nur Nerds beschäftigen. Manche hatten auch Angst, sich darauf einzulassen

Zitatende.

Ja genau. Vollkommen richtig. Damit meine ich nicht die Corona-App, dessen Werbung wieder verschwunden ist. Davon spricht keiner mehr.

Von diesem Mindset, also der Einstellung zu einer Sache spürt man überhaupt nichts. Aber das kommt auch nicht von ungefähr. Wie ist die Technik im Alltag zu spüren? Ich meine, wie präsentiert sie sich?

Ich gibt diese Hackathons, wo Leute an einer Sache gemeinsam programmieren, die Bewegung eines Roboters. Wenn so etwas mal mehr in die Öffentlichkeit rückt, also wie jetzt im Sommer auf den Hauptplätzen in der Innenstadt, eine ganze Woche Sachen zum Ausprobieren in der IT.

Allerdings befürchte ich dann wieder einen Effekt, den man überall zu beobachten ist. Die Kinder basteln vergnügt, die Eltern stehen dann hinter ihnen und schauen zu. Aber auch die Eltern, die Erwachsenen, sollen auch mal so ein Zeilen Code schreiben (natürlich unter Aufsicht), die Erwachsenen sollen auch damit in Berührung kommen. Sonst heißt das: „Ach mich betrifft das sowieso nicht mehr. Ich bin 50 Jahre, das ist nichts mehr für mich oder ich verstehe es sowieso nicht (mehr), ist mir alles zu kompliziert, habe ich keine Zeit für“.

Die Veranstaltungen, die ich so besuche, die OpenRheinRuhr, die Froscon in Sankt-Augustin finden praktisch von der Öffentlichkeit unbemerkt statt. Wenn man 50 Meter vom Veranstaltungsort sich entfernt, dann bemerkt man davon nichts mehr. Es gibt keine Plakate auf dem Marktplatz von den jeweiligen Städte.

Vielleicht ändert sich dann irgendwann auch die Meinung, wenn der Einstiegslevel sich ändert, auch der Einstiegslevel in den Beruf.

Mein Gedankengang ist noch ein folgender. Man kann es ja bei den Kandidaten, die sogenannten B-Kandidaten, dass die einen Test durchführen, um zu schauen wie sind deren Fachskills und beurteilt dann ob der Kandidat doch etwas von Materie verstehe oder nicht. In Belgien machten damals die Stadtverwaltungen bei jedem Bewerber das so. Ich finde das vollkommen fair. Ich hatte das 2015 nicht geschafft, aber es war eine Erfahrung wert.

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