Die Entsorgung von Alten geht weiter / neue Lebensweisen

22. August 2020 Aus Von elsenorweb

Ich war auch am heutigen Samstag bei den Entsorgungsbetrieben und habe mein Gut dort abgegeben. Schon gestern konnte ich meine metallische Unterseite meines ehemaligen Küchentisches bei der EBE (den Essener Entsorgungsbetrieben) abgeben. Dummerweise lag gerade ein Gewitter über dem Stadtteil, so dass ich bei der Anfahrt mich unter einer Bushaltestelle unterstellte. Der Starkregen hätte mir nichts ausgemacht, aber Metall und Blitze sind nicht ideal. Das Gewitter verzog sich schnell, so dass ich dennoch der erste an den Toren der EBE war.

gestern am Freitag Morgen

Heute konnte ich störungsfrei zur EBE, vor allem weil ich auch wegen des Samstags etwas später gefahren bin.

Meine Mückenstiche schwellen langsam ab und jucken auch nicht mehr. Das ist sehr gut. Am Abend tue ich immer das Gel nach dem Duschen auf die Stellen und an den anderen Teilen des Tages, wenn ich nicht so verschwitzt bin.

Heute Morgen

Die Nacht von Donnerstag auf Freitag war wie in den Tropen. So warm noch keine bewusste Nacht hier in Essen. 20 Grad nachts waren schon mal viel, aber diesmal waren es noch mehr. Der Freitag war auch noch so ein Tropentag. 35 Grad und trockene Luft – das ist ideal. Ist auch heiß, aber aushaltbar. 28 Grad und 90% Luftfeuchtigkeit ist schlimm, also für mich. Zumal ich auch noch hier aussortiere. Nein, ich kann mir keine Pause gönnen, denn 89qm sind groß und langsam aber sicher werden sie auch leerer.

Ich habe gestern die Kiste mit den Weihnachtssachen entsorgt, also dessen Inhalt, vor allem die große Weihnachtskrippe. Ich hatte damals für meine Wohnung eine viel kleinere gekauft, die vollkommen ausreicht. Die Fotos davon müsste ich eingescannt haben. Die Kiste kann ich als Umzugskarton schon einmal füllen.

Ich habe gestern, was ich nie für möglich gehalten habe, an die DVD-Sammlung gewagt. All die von meinem Vater und auch einige von mir, habe ich schon einmal beiseite gelegt. Auch die habe ich nie geschaut oder nur ganz selten. Je mehr man entsorgt oder abgibt, desto leerer wird die Wohnung und desto unsinniger ist das hier zu wohnen.

Weil ich gerne an der frischen Luft schlafe, habe ich meine Matratze (ein Bett habe ich schon sehr lange nicht mehr, also so eins mit Gestell), ins Wohnzimmer platziert habe, merke ich seit langsam, weder das ehemalige Kinderzimmer, noch das ehemalige Schlafzimmer und die Abstellkammer brauche ich eigentlich gar nicht.

Meine damalige Wohnung mit 45 qm war mir schon zu groß. Ich wollte mich 2016 schon verkleinern, also von der Wohnfläche. Ich war 2016 schon gegen diese Wohnung und bevor ich innerhalb von Essen umziehe, dann kann ich ganz woanders hinziehen, wenn es schon diese Gelegenheit gibt.

Klar, wie in einer Dokumentation auf Youtube gestern Abend, wo verschiedene Wohnformen gezeigt worden sind, wäre mir der Bauwagen doch arg eng. Das Hausboot wäre gut, aber mit den gezeigten angeblichen 85qm doch wieder zu groß und das Fertighaus aus den Niederlanden sah mir zu modern aus.

Meine Vorstellung ist so 35 qm. Das reicht für mich vollkommen aus.

Im Sommer bin ich meistens draußen, im Winter zwar meistens drinnen, aber eigentlich auch immer recht viel unterwegs. Die Wohnung sollte zumindest einen Balkon haben, der groß gut ist für einen Wäscheständer und einen Keller, wo ich mein Fahrrad und den Fahrradanhänger abstellen kann. Am idealsten hat das Badezimmer auch ein Fenster und auch am idealsten befindet sich die Wohnung im Erdgeschoss. Aber dritte Etage und unterm Dach möchte ich nicht so gerne.

Ein Traum wäre, wenn es im Erdgeschoss eine Terrasse gäbt, die man auch von außen begehbar wäre, wo man dann in der Mauer so zwei Griffe einbaut, wo man das Fahrrad und den Fahrradanhänger abschließen kann oder im Gemeinschaftsgarten gäbe es ein Fahrradhäuschen, wo man das ebenfalls machen kann. In meiner Unterkunft bei Rostock in 2018 und 2019 hatten die Eigentümer auch so eine Überdachung für deren Räder. Allerdings würde ich da noch eine abschließbare Tür einbauen.

Folgende Städte kommen für mich infrage:

Osnabrück, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Flensburg, Kiel, Lübeck, Rostock, Greifswald, Stralsund.

Persönliche Favoriten sind: Flensburg, Lübeck und Rostock.

In Flensburg reizt mich die Nähe zu Dänemark, Lübeck hat viel Wasser anzubieten und Rostock ist einfach schön.

Ich nehme das mit dem Klimawandel auch recht ernst und einer der Gründe, warum ich nicht nach Süddeutschland ziehen möchte, nicht nur wegen den Bergen, ist es auch, weil es dort ziemlich warm wird. Wie gesagt, wir hatten schon eine Tropennacht von knapp 25 Grad hier und ich vermute, das wird noch viel häufiger aufkommen. Die Hoffnung in den Norden zu ziehen, ist der Hitze der Großstadt und dies des Ruhrgebiets zu entfliehen.

Natürlich ist es auch im Hinterland von Flensburg, Lübeck und Rostock auch warm und kann schwül werden, aber im Norden herrschen immer noch kühlere Temperaturen. Gerade in Flensburg wo die beiden Küsten doch nicht so weit sind, sollte es dort recht angenehm sein. Natürlich kann man nicht für alle Tage sprechen. Ich habe sowieso gelernt, bei Regen Rad zu fahren und in der Kombi bei Nacht und im Winter. Ist nicht angenehm, war aber bislang noch nicht lebensbedrohlich.

Vielleicht erlebe ich das nicht mehr, aber ich kann mir vorstellen, dass es wohl eine Süd-Nord Flucht geben wird, wenn die Hitze im Breisgau zu groß wird. Man kann eher auf einem Hausboot wohnen, egal welcher Größe, als in einem Gebiet, wo es seltener kühl wird. Es gibt in den Niederlanden auch Häuser, die sich der Höhe des Wasserspiegels anpassen. In verschiedenen Filmen kommen solche Wasserplaneten vor, wo die Bevölkerung in solchen Häusern wohnt.