Erster Tag einer neuen Zeitrechnung

11. April 2017 Aus Von elsenorweb

Ich heute morgen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit gefahren und prombt der erste Ausfall. Die Bahn um 5.19 Uhr, die ich nehmen wollte, ist direkt komplett ausgefallen. Die nachfolgende hatte ca. 5 Minuten Verspätung. Die EVAG lieferte mir die Erklärung nach, weil ich mich beschwert hatte, dass die Bahn auf dem Weg nach Gelsenkirchen HBF wegen eines Defektes ausgefallen sei. Ok. das ist dann nachvollziehbar und habe kein Problem damit.

Nein, das Auto gibt es noch, aber ich wollte es mal testen, wie das so ist für die Frühschicht loszufahren. Aber mein Beschluss ist gefasst. Ich werde in Zukunft ohne Auto auskommen wollen.

Auf jeden Fall bin ich am Essener HBF mit dem RE1 nach Düsseldorf Flughafen Bahnhof gefahren und dann mit dem 759 (Richtung Ratingen Ost) zur Arbeit.

Den Rückweg habe ich so gestaltet, dass ich erst zum Flughafen Bahnhof gelaufen bin, um dann mit dem RE2 und der 107 zurück nach Hause gefahren bin.

Eine andere Möglichkeit wäre mit dem 759 nach Ratingen Ost und dann mit der S6 nach Essen HBF.

Auch wenn jetzt Osterferien sind und die Züge dementsprechend leerer, so war es doch recht angenehm. Nein, es war total angenehm. Und ja, ich habe wieder die Fahrt gefilmt und es ist wirklich schön den Gedanken nachzugehen und vielleicht blickt man in das eine oder andere schöne Äuglein.

Gestern Abend habe ich auf Youtube mir noch einige Dokumentationen angeschaut und ich habe zum Glück dabei schon im Bett gelegen. Die Leute, die dort interviewt worden waren, meinten, dass das neue Auto schon so ca. 220 PS haben müsste und es würde denen nicht stören, wenn es 13 oder 14 Liter/100 km verbraucht.

220 PS, wer braucht das wirklich? Wo soll man die ausfahren können? Ich hatte mal nur 50 PS und nun 90 PS und das reichte vollkommen aus. Ein Auto mit 50 PS gibt es gar nicht mehr. Und selbst bei den kleinen vorgestellten Smartautos haben es die Hersteller gar nicht mit dem Verbrauch genommen. Alle reden da von Komfort oder sonstigem Blödsinn.

Ich weiß, warum das Elektroauto es so schwer hat. Mit dem kann man nicht protzen. Natürlich mit den Öffentlichen erst recht nicht. Für viele ist das ein Verkehrsmittel der Unterschicht. Genau auch da ist das Problem. Ein Wechsel würde vielleicht ein Ansehenproblem (angeblich) mit sich bringen.

Ich habe mich heute morgen umgeschaut, so viele anscheinend gering bemittelten stand da auch nicht herum. Von den etwas jüngeren und gleichaltrigen da muss ich schon sehr viele Hände haben, um zu wissen, wer kein eigenes Auto mehr hat. Das erste Mal wo ich mich das erstaunt hatte, war bei einer Frau, die mich eigentlich damals fit für den Arbeitsmarkt machen wollte. Sie wohnte in Hamburg und fragte mich: „Wofür brauche ich ein Auto?“ Zu ihrer Arbeitsstelle, wenn sie nicht gerade im Außendienst war, ist sie hingeradelt und sonst hatte sie von der Firma die Bahncard 100.

Wenn ich die letzten Sachen aus der Garage geholt habe, dann ist das Auto auch Geschichte, endgültig. Morgen werde ich das Ticket 2000 von A3 auf C für Mai umstellen.