Frühschwimmen im Hallenbad

3. Juli 2020 Aus Von elsenorweb

Ich war heute Morgen um 6.05 Uhr im Hallenbad, hier am Hallenbad am Turmfeld, an der Bottroper Straße / Reckhammerweg, also im Nordviertel. Ich bin um 4.30 Uhr aufgestanden und habe das Haus um 5.40 Uhr verlassen.

Bad am Turmfeld an der Bottroper Straße / Reckhammerweg an diesem Morgen

Ich weiß, die meisten werden mir den Vogel zeigen, im Urlaub so früh aufzustehen, aber mir fällt das ganz leicht, zumal ich gestern bis auf einen kurzen Einkauf bei EDEKA nichts gemacht, doch gelernt. Ich kann mit meiner Zeit verfügen wie ich möchte. Da ich keine Partnerin habe, kann ich das immer noch frei ausleben. Ich muss auch sagen: „Gott sei Dank habe ich keine Partnerin, denn würde eh nur quengeln“.

Als ich letzten Freitag bei OlaOla in Ratingen, bei meiner absoluten Lieblingspizzeria (inzwischen auch) gefragt wurde, wie es meiner Familie geht, musste ich lügen. Ich hatte keine Lust auf eine endlose Diskussion wegen: „Warum nicht. Du bist so (angeblich) nett“. Für so etwas kann man schon mal lügen.

Anders als man vermuten könnte, gibt es keinen Platz zwischen Absperrungen und
Bürgersteig hinter der Kurve

Ohne Job möchte ich nicht dastehen, aber ohne Partnerin, jetzt seit über 17 Jahren – da spüre ich keinen Zwang. Ich möchte wenigstens in einem Bereich bestimmen was ich machen möchte, wenn mir schon im Berufliche in alle Bereichen, die mir Spaß machen könnten, verwehrt bleiben, weil ich nicht die nötige gesetzliche Ausbildung habe, dann möchte ich das auf partnerschaftlicher Ebene noch selber bestimmen. Der Zug ist mit 42 Jahren eh abgefahren, in Sachen Partnerschaft. Bei den Frauen gilt man inzwischen als verschroben und so.

Der Kontakt mit der Frau vom Stammtisch ist auch wieder abgebrochen. Ich habe bestimmt irgendwas falsches geschrieben, was sie nicht lesen wollte. So wie ich das bei den Bewerbungen immer wieder schaffe, so schaffe ich das auch in den Mails zu Frauen. Ich finde es schade, aber in der heutigen Zeit, in Zeiten von Metoo muss man das „Nein“ der Frauen akzeptieren. Das habe ich schon früher auch immer akzeptiert.

Ich hatte zwei Beziehungen, einmal 5 Monate und einmal 3 Monate (wenn man da überhaupt von Beziehung reden kann). Daran kann man schon sehen, dass ich von der weiblichen Seite überhaupt nicht als Interessant wahrgenommen werde. Ich bemühe mich auch nicht. Warum soll ich meine Energie da rein stecken, wenn es eh auch da nur Absagen hagelt? Irgendwann habe ich auch kein Interesse mehr.

Gegen oberflächliche Bekanntschaften habe ich nichts, aber mehr möchte ich auch nicht mehr. Auch wegen dem Job muss heutzutage auch im Homeoffice immer sehr flexibel sein. Da kann eine Partnerschaft nur sehr hinderlich sein.

Ich habe heute eine Bewerbung für den IT Support von mir aus zurückgezogen. Ich hatte eine am 30.06.2020 geschrieben, aber nach den langen Ereignissen in den letzten Monaten und auch den jüngsten, komme ich zum Schluss; die IT im beruflichen Kontext ist nichts für mich. Das sollen die Top ausgebildeten Leute machen, die davon wirklich Ahnung haben. Man lässt mich nicht herein, man will das nicht. Der Zug ist auch bei mir abgefahren.

Ich konzentriere mich jetzt hauptsächlich um so Job wie Bürokaufmann, Sachbearbeiter, Bürokraft. Auch wenn es dort hart ist rein zu kommen, habe ich bei der einen oder anderen Absage schon eher das Gefühl, dass ich mich nicht so fachfremd beworben habe.

Klar ich bin nun über drei Jahre raus aus dem Geschäft, so im Prinzip. Aber ich supporte ja keine anderen Techniker, sondern auch ganz normale Bürokräfte, auch wenn sie beim Kundenunternehmen anders heißen.