Pro-Linux wird eingestellt

6. Mai 2020 Aus Von elsenorweb

Das von mir beliebte Magazin „Pro-Linux“ wird Ende Mai eingestellt. „Pro-Linux“ veröffentlichte am Tag ungefähr 2 oder 3 Nachrichten und das wird nun zum Ende Mai eingestellt. Für mich ziemlich schade. Wieder eine deutsche Seite weniger. Vor einigen Jahren wurde ja das „Freies Magazin“ eingestellt.

Es trifft immer wieder vermehrt, deutschsprachige Seiten. Sehr schade. Es war ein sehr fester Bestandteil in meiner täglichen Nachrichtenübersicht, auch wenn sie keinen RSS-Feed angeboten haben.

Die Seite suchte vor einiger Zeit neue Schreiberlinge. Anscheinend hat sich keiner gemeldet. Das ist auch schwierig und als Interessent nicht ganz einfach. Wenn man Interesse hat, dann kommt immer eine Forderung von sehr hohen Erwartungen, also mindestens Studienabschluss, mindestens 10 Programmiersprachen auswendig können, am Besten kein Lohn fordern (das Geld mitbringen), rund um die Uhr einsatzbereit sein und megatolle Projektproben abliefern. Dann wird 4 Monate darüber beraten, ob derjenige der Richtige ist, um dann ihn abzusagen, dass man sich jemanden anderem wünscht: „Nee am Besten er muss in seinem Abschluss mindestens eine 1,0 haben, 40 Jahre Berufserfahrung, aber für ein Hungerlohn arbeiten.

Bei Golem suchten sie auch jemanden für Artikel.

Ich mache immer einen Bogen um solche Sachen. Auch wenn Bekannte sagen, dass man gut schreibt, in den Augen eines Personalers oder Personalchef reicht das längst nicht aus. Da träumt man vor ultimativen perfekten Person, die das alles schon 1000000000000 % kann.

Ich frage mich nur, wie als Ehrenamt Abteilungsleiter in einem Sportverein geworden bin, obwohl ich noch nie beruflich Abteilungsleiter davor war.

Na ja:

Es war ja eine extrem kalte Nacht und nach diesem Wochenende soll in den bayerischen Alpen noch einmal Schnee fallen. Also der Frühling bzw. dann der Sommer lässt noch auf sich warten.

Ganz Deutschland fürchtet sich vor der Corona-App. Ich fürchte sie wird nie kommen und wenn sie kommt, wird sich nicht funktionieren.

Wenn ich daran denke, welche technischen Debakel sich die Bundesregierungen der letzten Jahren geleistet haben, dann wird die Corona-App nicht kommen.

Was ist denn aus dieser phantastischen Idee der DE-Mail geworden? Wird sie überhaupt noch verwendet? Der Personalausweis wird wie jeder anderer Personalausweis wie zuvor benutzt, die Gesundheitskarte und so weiter. Wir brauchen ja nicht einmal über das digitale Rathaus nachdenken oder über Glasfaserausbau.

Deutschland ist nicht Südkorea. Deutschland liegt umringt von anderen hochrangigen afrikanischen Ländern irgendwo auf dem Mittelfeldplatz oder unteres Drittel.

Die Leute gehen lieber nach Feierabend in den Biergarten als sich fortzubilden. Die Leute sind jetzt wieder am Jammern wegen der Depression. Unsere Bundesregierung sagt nicht: „Wir krempeln die Ärmel hoch und dann wird angepackt“. Die Medien kommen mit irgendwelchen Prognosen von 2022 oder später, dass es dann wieder besser geht. Ich lese nur Jammerei, bei den öffentlich-rechtlichen, bei den alternativen Medien eigentlich überall.

Heute las ich einen Artikel in der Zeit über Homeschooling. Da wurde neidisch auf Neuseeland geblickt, wie die das machen und über Deutschland gejammert. Wir haben nun mal eine Kultur des Jammerns.

(Ich weiß auch, der Deutsche sucht lieber nach Rechtschreibfehler, als nach Inhalten – auch so eine Methode, um Nein zu sagen)

Lieber wurde doch offiziell Netflix geschaut, als gesagt wurde; ich habe mich online da oder da eingeschrieben. Wenn 10 Leute sagen, sie gucken Netflix, dann schaut auch der Elfte. Wenn 10 Leute sagen, dass ich mich da oder da für einen Onlinekurs angemeldet habe, dann machen das andere auch, weil sie nicht hinten anstehen wollen.

Wenn man aber immer jammert, dass man sowieso keine Zeit hat, Geld sowieso nicht, man die Kinder rund um die Uhr bespaßen muss (meine Eltern haben mit Sicherheit etwas falsch gemacht, denn bei uns lief das umgekehrt), dass man unbedingt nur in den Urlaub möchte.

Das Lieblingshobby eines Deutschen ist die Jammerei.

Das Institut der deutschen Wirtschaft hatte jetzt einen Artikel veröffentlicht, wo es mir wieder schlecht erging: „Wer jetzt Arbeit sucht, hat einen falschen Zeitpunkt erwischt“.

Es klingt wieder nach Jammerei. Ich glaube, der Zeitpunkt ist immer schlecht, man muss nur ganz fest daran glauben. Es findet sich immer Arbeit und vielleicht ist der erhoffte Traumjob nicht darunter. Aber bis sich die Wirtschaft erholt, sollte man vielleicht auch die Chance nutzen, wenn es sich so ergibt, etwas anderes machen, vielleicht was nicht auf der Prioritätenliste lag. Vielleicht ist vermeintlich neue Job doch was einem mehr liegt, als der für den man sich erträumte. Gut, man verdient vielleicht nicht mehr als derzeit. Oder man macht neue Erfahrungen, die man sonst nicht gemacht hätte.

Es reicht mir schon wegen der geschlossenen Hallenbäder negative Stimmung aufzubauen, aber in allen anderem bin ich positiv gestimmt.

Bildung, Bildung, Bildung. Es wird immer von Ungleichheit in diesem Bereich gesprochen, aber wie viele Leute lassen sich hängen und warten auf andere?

Die sich weiterbilden, die werden neidvoll angeschaut.

Die Krise wird sich weiter verschärfen, wenn 99 % der Deutschen in der Ecke sitzen und jammern. Ja, vielleicht kann man jetzt nicht dreimal im Jahr wegfliegen. Das ist aber nicht der Weltuntergang.

Deutschland hat die Angst vor einer zweiten Welle. Die zweite Welle wird man sich herbei reden und statt angstvoll auf diese Welle zu warten, muss man aktiv werden und sich aktiv sportlich bewegen. Raus in die Sonne, Vitamin D aufbauen, sich bewegen, jeden Tag etwas länger.