Rheda-Wiedenbrück und Lippstadt

1. August 2021 Aus Von elsenorweb

Nachdem ich letzte Woche in Ahlen war (dazu gibt es keinen Bericht), bin ich heute einige Stationen mit dem RE6 weitergefahren und bin in Rheda-Wiedenbrück ausgestiegen. Ich bin normalerweise immer hier nur durchgefahren, nach Minden oder nach Bielefeld. Aber diesmal wollte ich mir die Stadt wie immer mit dem Rad, auch anschauen.

In Rheda-Wiedenbrück spielt in der Tönnis-Arena der FSV Gütersloh, Frauen-Fußballbundesliga, ansonsten ist die Stadt für einige Schlösser bekannt und für die Autobahnausfahrt der Bundesautobahn A2.

Neben dem RE6 (Minden-Köln/Bonn Flughafen) von National-Express hält noch die RB69 (Bielefeld-Münster) der Eurobahn und die RB67, der Warendorfer auch von der Eurobahn betrieben. Der Warendorfer heißt so, weil er in Warendorf hält, die Pferdestadt schlechthin in NRW.

Rheda-Wiedenbrück ist in zwei Teile unterteilt. Rheda liegt nördlich der Bundesautobahn A2 und hat ein Zentrum und Wiedenbrück liegt südlich der Bundesautobahn A2 und hat auch ein eigenes Zentrum. Sie liegen ungefähr 3,6 km von einander entfernt. Im Stadtgebiet fließt die Ems, genau die gleiche, die auch der Landschaft dem Namen in Norddeutschland gegeben hat. Aber hier ist noch ein Flüsschen.

Zentrum von Rheda

Im Wiedenbrücker Zentrum habe ich dann etwas kleines gegessen.

Da sich das Wetter doch ziemlich besserte, habe ich es gewagt, nach Lippstadt zu fahren. Das sind ungefähr 20 km. Ich habe den direkten Weg gefahren, also Lippstädter Straße in Richtung Röckinghausen. Wenn man noch weiter fahren möchte, muss man bei Haus Aussel über die Brücke. Die Lippstädter Straße endet nämlich abrupt und auf der westlichen Seite der B55 gibt es keinen Radweg. Es gibt den nur auf der östlichen Seite. Also einmal über die Brücke und dann vor Haus Aussel den Radweg in Richtung Süden nehmen.

Auf der B55 in Richtung Süden, good-bye Rheda-Wiedenbrück

Der Radweg an der B55 ist in einem sehr guten Zustand. Hier konnte ich richtig Tempo machen, denn doch dunkele Wolken bewegten sich aus nordöstlicher Richtung. Ich habe mich einwenig auf ein Gewitter gefürchtet. Es fiel nicht einmal richtig Regen.

Die B55 streift einwenig die Gemeinde Langenberg (der WDR-Sender steht in Velbert-Langenberg) und auch den Ortsteil Benteler. Die Strecke ist mal ein wenig hüglig, aber nicht doll.

Dann endet der gemeinsame Geh- und Radweg plötzlich an der nördlichen Grenze von Bad Waldliesborn, am Grenzweg. Die B55 führt dann ostwärts mehr als Schnellstraße. Ich bin dann über die B55 (gefährlich, hier ist 70 km/h erlaubt und bestimmt wird hier mehr gefahren) in die Quellenstraße nach Bad Waldliesborn gefahren.

Die kleine Fußgängerzone mit dem alten Gleis der ehemaligen Bahnlinie

Die Ortsmitte besteht aus einem Kurpark und einer Gaststätte, wo ein Formsignal steht. Das deutet hier auf eine ehemalige Bahnlinie, die Verlängerung der heutigen Linie RB67 aus Münster-Warendorf-Rheda-Wiedenbrück. Bis 1979 fuhren von Rheda-Wiedenbrück bis nach Lippstadt Personenzüge.

Auf der Wiedenbrücker Straße bin ich dann weiter in Richtung Süden nach Lippstadt Zentrum gefahren. Allerdings bin ich an der Von-Are-Straße abgebogen und dann weiter in Richtung Süden die Goethestraße gefahren. Ich wollte mal einbißchen mehr durch die Vororte. Die Goethestraße endet an der Straße „Am Nordbahnhof“. Hier verläuft tatsächlich noch ein Gleis von einer Güterzugstrecke.

Lippstadt heißt Lippstadt, weil hier der Fluß die Lippe durchfließt, der bei Wesel in den Rhein mündet. Es gibt einige kleinere Kanäle. Ja sieht sehr schön aus. Das Wetter war bombig schön. Am Wasserrad habe ich mich sehr lange aufgehalten, weil ich das Rauschen des Wassers sehr mochte. Fasznierend fand ich auch die Slalomstrecke für die Wildwasserkajakfahrer.

Ein großes Wasserrad im Zentrum von Lippstadt

Die Fußgängerzone war sehr schön.

Lippstadt hat auch einen sehr guten Bezug zum Radverkehr. Selbst an einigen Mietswohnungen gab es Fahrradabstellanlagen. Die Rückkehr nach Essen empfand ich dagegen als sehr trist.

Leider ist der RE11 um 15.20 Uhr ausgefallen (er fuhr nur bis Soest), so dass ich die fast sehr volle RB89 der Eurobahn bis nach Hamm/Westfalen nehmen musste. Praktisch fand ich, dass ich mit dem Rad direkt auf Bahnsteig 1 (Fahrtrichtung Hamm) rollen konnte. Also nicht wie in den meisten Bahnhöfen noch umständliche Stufen treppab und dann wieder treppauf. Wenn aus westlicher Richtung nach Lippstadt kam, würde man auf Gleis 2 ankommen und dann müsste man doch die Treppen nehmen.

In Lippstadt hält auch der ICE.

Mit der RB89 bin ich dann schließlich bis Hamm/Westfalen gefahren, die um 16.18 Uhr ankam. Hier koppelt sie sich mit der RB69 aus Bielefeld zu einem Zug zusammen, die dann gemeinsam nach Münster/Westfalen fahren. Gegenüber von der RB69/89 hält auch der RE1 nach Aachen, auch über Dortmund, Bochum, Essen, Duisburg.

Leider ist der RE1 zwischen Hamm und Dortmund eher eine Bimmelbahn, denn er hält auch in Nordbögge, Kamen, Kamen Metler und Dortmund Kurl. Nur in Dortmund-Scharnhorst, wo nur noch der RE3 der Eurobahn hält, fährt er durch.