Unna und Holzwickede

26. März 2022 Aus Von elsenorweb

Ich bin in diesem Jahr sehr früh dran mit meinen Tagesausflügen mit dem Fahrrad. Obwohl richtige Tagesausflüge sind es noch nicht, denn morgens ist es noch ziemlich frisch, so dass ich erst um 9.30 Uhr losfahre. Normalerweise fahre ich im Sommer um 7 Uhr los, dann sind die Entfernungen auch größer.

Ich war heute in Unna und später in Holzwickede. Wegen einer Baustelle zwischen Dortmund und Hamm verkehrt die Linie RE11 immer noch über Unna, so dass von Essen eine umsteigfreie Verbindung von Essen nach Unna gibt. Unna liegt mit dem RE11 (aber auch S4, RB59, RE7 und RE13) noch im VRR. Nur die RB 54 nach Menden liegt schon ganz im Westfalentarif. Mit der RB59 derzeit immer noch von der Eurobahn betrieben kann man im VRR-Tarif bis nach Hemmerde fahren, was noch ein Stadtteil von Unna ist und ganz im Osten liegt. Die Buslinien fahren aber voll im Westfalentarif, im VRL (Verkehrsgemeinschaft Ruhr Lippe).

Mit dem RE11 bin ich dann bis Unna gefahren und dann in die RB59 nach Hemmerde umgestiegen. Hemmerde hat ungefähr 2.800 Einwohner ist schon sehr ländlich, hat aber einen Supermarkt, diverse Arztpraxen, eine Kirche, einen Friedhof und ganz viel Natur.

Evangelische Kirche in Hemmerde

Von Hemmerde bin ich dann zurück nach Unna gefahren. Vor zwei Jahren oder etwas länger bin ich mit dem Rad von Unna nach Werl und später nach Bönen, Kamen und bis nach Dortmund gefahren. Jetzt bin ich in Unna den umgekehrten Weg gefahren. Erst habe ich Westhemmerde (ein ganz kleiner Ort), dann Stockum, Lünern (hat auch einen Haltepunkt der RB59), Mühlhausen und Uelzen gefahren. Im Gegensatz zu Hemmerde haben die anderen Stadtteile wenig Infrastruktur, außer Lünern, wo noch ein kleines nicht städtisches Hallenbad gibt, wo man allerdings Mitglied sein muss, um dort schwimmen zu können.

Ich erwarte nicht viel, ein kleiner Supermarkt reicht ja auch. Es muss ja kein Superding sein, was man manchmal so sieht.

Denkmal in Mühlhausen

Wenn man Uelzen verläßt und am Ende des Uelzener Weges an kommt, muss man schon ziemlich bergauf fahren. Es ist aber noch erträglich, der Hellweg / Uhlandstraße.

In Unna ist bekannt für die Lindenbrauerei, ein Veranstaltungszentrum, welches westlich vom Zentrum sich befindet. Die Fußgängerzone habe ich mit dem Rad schließlich ostwärts umfahren, über Voßkuhle, Ulrichswall, Grabengasse. Von nördlicher Richtung geht es hier steil bergauf. Danach überquert man den Südring über eine Brücke und kommt am Freibad Bornekamp aus. Ich bin den Hinweis Holzwickede gefolgt. Also zeitweise geht es schon ordentlich bergauf, aber es gibt auch längere recht gut zu fahrende Strecken.

Billmerich, evangelische Kirche, Ortszentrum

Letzendes kommt man im Unna Stadtteil Billmerich aus, welcher 2.100 Einwohner hat. Es ist schon recht gebirgig, aber mit dem Rad noch recht zu befahren in der Mittellage des Stadtteils. Nördlich und südlich davon, da geht es bergtechnisch schon zur Sache. Zum Einkaufen muss man hier weiter weg fahren.

Drei Buslinien verkehren von der Haltestelle Billmerich Kirche, die Linien R52 (nur Mo-Fr im Stundentakt), 156 (eine Fahrt zwischen Montag und Freitag) und T52 (7 Fahrten am Samstag und 4 Fahrten am Sonntag, wenn man diese telefonisch vorher anmeldet).

Im Vergleich dazu ist Hemmerde / Lünern mit der RB59, die Mo-Fr von 5 bis 18 Uhr alle 30 Minuten, am Samstag von 9 bis 18 Uhr und sonst Stundentakt, vorzüglich angebunden. Es gibt sogar am Wochenende noch einen Nachtverkehr bis 1 Uhr.

Über die Holzwickeder Straße bin ich auf westwärts auf den Hillering gestoßen. Obwohl die Straße sehr gut ausgebaut ist, ist hier nur Tempo 50 erlaubt. Es gibt einen großzügigen Seitenstreifen, den ich benutzte, um auf die Kleistraße zu gelangen, die mich nach Holzwickede brachte. Nach der Überquerung der Bundesautobahn A1 (Hansalinie) sieht man auf der rechten Seite das Freibad Schöne Flöte in Holzwickede. Erst geht es bergab und dann wieder bergauf. Ich habe mich schon fast gedacht, dass das letzte Stück noch einmal in sich hat.

Wenn man auf der Goethestraße bleibt, kommt man direkt am Rathaus von Holzwickede raus und somit am Emscherpark. Die Emscher, die man im Ruhrgebiet leider nur als ein Köttelbecken kennt, hat ihre Quelle in Holzwickede.

Es gibt am Emscherpark keinerlei Möglichkeiten in einem Café zu sitzen und die Natur zu bewundern. Holzwickede (16.000 Einwohner) hat auch kaum Geschäfte in diesem Bereich, das zur Innenstadt zählt. Ich habe schon bedeutend kleinere Gemeinden gesehen, die irgendwie mehr hatten.

Ich bin dann schließlich vom Bahnhof Holzwickede mit der RE13 (Eurobahn) bis nach Hagen HBF gefahren, und dann mit der RB40 nach Essen Kray Süd. Neben der RE13 halten hier auch der RE7 (Rheine über Köln nach Krefeld) und die RB59 (Soest-Dortmund), welche aber als ich dort ankam für die Fahrt nach Dortmund ausgefallen ist.

Mit 17 Grad war es schon wieder recht warm. Leider soll es in der nächsten Woche noch einmal einen Temperaturabsturz geben, wenn der Märzwinter kommt, aber kühler als wohl 8 Grad wird es wohl nicht werden.