Stoppenberg – Altenessen – Katernberg

Ich bin am gestrigen Tage nur so einfach drauf los gefahren, frei nach Schnauze. Es war kühler als noch am Samstag, aber dennoch erträglich mit einer 3/4 Tight. Wie gesagt, ich bin nicht so kälteempfindlich an den Beinen.

St. Stephanus (ex. St. Anno)

Ich war erst an Stoppenbergs vierter Kirche, der ehemaligen St. Anno in der Straße „Im Looscheid“. Sie gehörte zur Pfarrei St. Nikolaus und war somit eine katholische Kirche. Jetzt heißt sie St. Stephanus und gehört zur serbisch-orthoxen Kirchengemeinde. Schon 2009 feierte man hier einen Gottesdienst in der neuen Form. Da kann man sehen, wie lange die Kirche aus dem Blickfeld geraten ist.

Im Looscheid gab es auch mal einen EDEKA Markt, der einem Vater eines Klassenkameraden gehörte, aber auch das ist lange her. Aber einen Supermarkt gibt es dennoch. Dieser Abschnitt „Im Looscheid“, Arendahls Hang ist vom Zentrum von Stoppenberg doch ziemliches Stück entfernt. Stoppenberg hat ungefähr 16.000 Einwohner. Großartige Schwankungen gibt es quartalsmäßig nicht. Für meine Homepage größtenteils über Stoppenberg verfolge ich natürlich die Quartalszahlen für die einzelnen Stadtteile.

Danach bin ich über den Helenendamm nach Altenessen gefahren. Es gibt bestimmte Leute, die den Damm (eigentlich ist das mehr eine Brücke, als ein Damm, über die Köln-Mindener Eisenbahn, 1845 oder 1847 eröffnet) bestimmt herunter fahren. Das Gefälle oder die Steigung zum/vom Palmbuschweg beträgt mehr als 10%. Selbst als Autofahrer bin ich früher immer langsam gefahren, denn am Ende, also wenn man hinunter fährt, kommt eine Ampelanlage. Man wird aber schon auf dem Scheitelpunkt des „Dammes“ vor der Ampel mit einer Lichtsignalanlage gewarnt.

Zugewachsene Minigolfanlage

Ich bin dann durch den östlichen Teil des Kaiser-Wilhelm-Park gefahren, an dessen Anfang (aus meiner gestrigen Sicht) sich noch eine Minigolfanlage befindet, die aber nicht mehr aktiv betrieben wird. Das heißt, sie ist schon einigen Jahren zugewuchert. Ich bin mit meinem Vater hier immer wieder mal Minigolfen gegangen. Klar, mein Vater gewann meistens, wenn auch immer ganz knapp. Er hatte auch die noch ruhigere Hand als ich. Bei einem Minigolfturnier hatte er mal den dritten Platz gemacht (nicht von drei Leuten, sondern mit mehr). Minigolfen war einer unserer Lieblingsbeschäftigungen bei warmen Wetter. Ich finde, dass das auch immer ein sehr schöner Zeitvertreib ist, der auch nicht viel kostet und den man auch ganz spontan machen kann.

Über die Stauderstraße (überquert) und die Bischoffstraße bin ich auf die Emscherstraße gelangt (alles über Nebenwege) und auf dem Imkerweg zur Heßlerstraße (K19). Anstatt nach Altenessen bin ich dann wieder in Richtung Ausfahrt der Bundesautobahn A42 Gelsenkirchen Heßler gefahren.

Hier sah ich Bauarbeiten. Ich bin bei solchen Bauarbeiten natürlich immer neugierig. Was wird gebaut? Die A42, der Emscherschnellweg, mehr Schnellweg als Schleichweg, nicht so wie das südliche Penetrant der A40, wird von Essen-Altenessen bis durch Gelsenkirchen ausgebaut und erneuert.

Vielleicht in einer Zukunft werden die Autobahnen dann die Radschnellwege der Zukunft, wenn die Autos dann langsamer fahren als jetzt und auch weniger, weil so viele mit dem Rad unterwegs sind. So ein E-Bike schafft 45 km/h. Ich meine, auf einer Autobahn mit dem E-Bike unterwegs zu sein, wäre doch ideal. Natürlich bräuchte man viel mehr Ausfahrten, aber das könnte man sich ja noch nachträglich einbauen.

Eingang vom Triple Z (ehemaliger Zollvereinschacht 4/11)

Viele Radschnellwege orientieren sich ja weitestgehend an bestehenden Autorouten. Auf der K18, der Schalker Straße bin ich wieder nach Katernberg gelangt und habe ich mir über den Umweg der Schleife Hanielstraße (Endhaltepunkt der Linie 107, wenn sie nicht nach Gelsenkirchen fährt), noch das Triple Z angeschaut. Das ist eine ehemalige Schachtanlage der Zeche Zollverein mit der Nummerierung 4/11. Schon 1932 hatte man diese Anlage mit der Kohleförderung eingestellt. Als Wetterschacht bliebt sie noch bis 1967 in Betrieb. Auf einem Foto auf dem Gelände war sogar ein Foto von einem Werksfreibad zu sehen. Das Leben bestand also nicht nur aus Arbeit, auch damals nicht.

Ich bin dann auf dem Radweg, den Nordsternweg zurück über Schonnebeck nach Stoppenberg gefahren.

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